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	<title>Tom Hillenbrand</title>
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		<title>Börsenverein legt Wendemanöver hin</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 15:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Wer hat an dem Ur gedreht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Börsenverein des Buchhandels, bisher in der Urheberrechtsdebatte nicht durch besondere Einsicht oder Konzilianz aufgefallen, frisst mächtig Kreide. Nicht alles,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Börsenverein des Buchhandels, bisher in der Urheberrechtsdebatte nicht durch besondere Einsicht oder Konzilianz aufgefallen, frisst mächtig Kreide. Nicht alles, was dessen Chef Alexander Skipis sagt, würde ich unterschreiben (vor allem Punkt 3 zeugt von einer gewissen technischen Unkenntnis), aber hier mal einige Zitate, bei denen man nur sagen kann: Hört, hört!</p>
<blockquote><p>Das Urheberrecht (hat mit) der Lebenswirklichkeit und den Gesetzen der Internetkommunikation immer weniger zu tun.</p></blockquote>
<blockquote><p>Ich denke an den Literaturfan, der zwei Seiten aus einem Roman auf seine Facebook-Seite stellt, um den Text mit seiner Community zu diskutieren. Solange wir Fälle wie diesen für verfolgungswürdig halten, reden wir einem Urheberrecht das Wort, das die Urheber nicht nur schützt, sondern ihnen indirekt auch schadet.</p></blockquote>
<blockquote><p>Es ist offensichtlich geworden, dass das Urheberrecht in bestimmten Bereichen vor allem der sozialen Kommunikation im Netz die Entfaltung von Kreativität eher behindert als fördert.</p></blockquote>
<blockquote><p>Bisher senden wir vorwiegend Verbotsbotschaften aus. (&#8230;) Wir sollten der Öffentlichkeit darlegen, dass der Schutz des geistigen Eigentums die Voraussetzung überhaupt für die Entfaltung jeglicher Kultur ist und damit für ein vielfältiges und hochwertiges kulturelles Angebot, an dessen Qualität und Verbreitung die Verlage maßgeblichen Anteil haben.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.boersenblatt.net/529849/">Den ganzen Text gibt es hier.</a></p>
<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/2012/05/11/wer-hat-an-dem-ur-gedreht/" title="Wer hat an dem Ur gedreht">Meine Gedanken zum UrhG</a></p>
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		<title>Wer hat an dem Ur gedreht</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 13:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmassaker]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>
		<category><![CDATA[Printen]]></category>
		<category><![CDATA[Wer hat an dem Ur gedreht]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Urheberrechts-Diskussion, die allmählich kulturkampfähnliche Züge annimmt, wird den Rechteinhabern (Autoren, Künstlern, Musikern) vorgeworfen, sie würden nur abblocken und...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/copycat.jpg"><img src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/copycat.jpg" alt="" title="copycat" width="1280" height="1024" class="alignleft size-full wp-image-1966" /></a>In der Urheberrechts-Diskussion, die allmählich kulturkampfähnliche Züge annimmt, wird den Rechteinhabern (Autoren, Künstlern, Musikern) vorgeworfen, sie würden nur abblocken und keine Lösungsvorschläge für “das Problem” machen. </p>
<p>Als Buchautor gehöre ich auch zu der von der Debatte betroffenen Gruppe; und zwar genauer gesagt zu dem mutmaßlich recht großen Batallion von Medienproduzenten, das sich eigentlich immer zu jenem Amorph gezählt hat, das die Presse als C64er oder Netzgemeinde (Igitt) bezeichnet. </p>
<p>Wir (das ist jetzt etwas anmaßend, denn ich kann eigentlich nur für mich sprechen, aber einer muss es tun) sind besonders konsterniert von der ganzen Debatte und fühlen uns ein bisschen zwischen Baum und Borke. Denn wir finden das freie Internet toll und das Urheberrecht finden wir auch toll. Und nun sagt man uns, beides zusammen gehe irgendwie nicht. Ich habe <a href="http://www.wir-sind-die-urheber.de/">&#8220;Wir sind die Urheber&#8221;</a> unterschrieben, könnte aber irgendwie auch <a href="http://wir-sind-die-buerger.de/">&#8220;Wir sind die Bürger&#8221;</a> unterzeichnen. </p>
<p>Ich würde gerne versuchen, ein paar Lösungsansätze zu skizzieren, aus Sicht des internetaffinen Autors und mithilfe eines Quentchens Politischer Theorie (ja, ich weiß, die Ansage kostet mich jetzt bereits 20 Prozent der Leser, aber sei’s drum). Ich bin kein Jurist, also kann ich höchstens mein Rechtsempfinden geltend machen. Aber die Zukunft des Urheberrechts ist ja von so elementarer Natur, dass wir &#8211; Bürger, Autoren, User &#8211; sie ohnehin nicht von Anwälten entscheiden lassen sollten.</p>
<p>Drei Dinge werden diskutiert: Erstens, inwiefern, inwieweit und wie lange der Urheber die Kontrolle über sein Werk behalten soll. Und in Ableitung davon zweitens, welche Maßnahmen erlaubt sein sollen, um die Einhaltung dieses Urheberschutzes zu kontrollieren (der Politologe in mir erinnert sich, dass der unschöne Fachbegriff für so etwas “Policing” lautet). Und an das Policing anschließend die Frage, was drittens mit jemanden passiert, der einer Rechtsverletzung überführt wird (der anglophile Politikwissenschaftler sagt: Sanctioning).</p>
<p><strong>Wie ich (und mutmaßlich viele andere Autoren) zu den drei Punkten stehen:<br />
</strong><br />
<strong>1. Urheberrecht:</strong> Ich schreibe ein Buch, und dann verticke ich Exemplare. Genauer gesagt tut das mein Verlag, dem ich die Rechte übertragen habe. Alle Künstler, die ich kenne, möchten, das dieses Modell im Prinzip so erhalten bleibt (inklusive des millionenschweren Literaturagenten). In der Diskussion tauchen oft Leute auf, die die Künstler lieber direkt bezahlen wollen, um sie vor den großen Medienkonzernen zu schützen. </p>
<p>Ich möchte allen, die eine UrhG-Reform anstreben dringend zurufen: Wir sind Freigeister. Wenn Ihr uns mitnehmen wollt, dann solltet Ihr akzeptieren, dass wir unser Geschäftsmodell frei wählen wollen. Schreibt uns das nicht vor. Das erinnert an den örtlichen MLPD-Typ in den Achtzigern, der die Arbeiter vom Joch des Kapitalismus befreien wollte. Aber die wollten nicht befreit werden. Klar geht das Modell irgendwann den Bach runter. Aber wenn Print tot ist, und ich meinen Kram anders vermarkten muss, dann rette ich mich schon selbst, keine Sorge.</p>
<p>Oft höre ich auch, “dem Autor würd’ ich ja direkt nen Euro für sein Buch überweisen. Aber der Contenmafia das Geld in den Rachen zu schieben  …” Auch hier gilt: Ihr dürft uns unser Geschäftsmodell genausowenig vorschreiben wie jedem anderen Unternehmer. Ihr könnt ja auch nicht dem Lokführer 20 Euro geben und sagen, den Rest zahlt Ihr nicht, weil die Deutsche Bahn so ein Scheißverein ist. </p>
<p>Schreibt uns nicht den Vertriebsweg vor, und auch nicht, ob da DRM drauf sein darf. DRM ist Schrott, DRM ist sinnlos. Aber Gartenzäune sind auch sinnlos. Und die wollt ihr ja auch nicht verbieten. Glaubt zumindest ein bisschen an den Markt. Die Kunden wollen das nicht, es wird von selbst weggehen. </p>
<p>Was den Kern des Urheberrechts angeht: Muss man 70 auf seinen Werken hocken? Überhaupt post mortem auctoris? Wenn ich morgen tot umfalle, wäre es schön, wenn meine Familie nicht nackt da steht. Aber vielleicht reichen auch 50 Jahre, darüber kann man reden. Aber wenn Ihr das Urheberrecht einstampft, wie es einige fordern, dann müsstet Ihr eigentlich auch das komplette Patentrecht einstampfen. Dann müsstet Ihr jedem erlauben, auch den neuen Reihensechszylinder von BMW zu kopieren. Überhaupt alles. Wollt Ihr das? In einem Land, das nix hat außer Ideen? Ich glaube nicht.</p>
<p><strong>2. Policing:</strong> Ich vermute, dass die meisten von Euch sich eigentlich gar nicht am Urheberrecht stören, sondern an der Vorstellung, irgendwelche Irren würden zu seiner Durchsetzung einen Überwachungsstaat errichten. In der Tat ist das, was in ACTA u.ä. Abkommen gefordert wird völlig inakzeptabel. Man würde ja auch nicht alle ÖPNV-Nutzer 24/7 mit fliegenden Robodrohnen bespitzeln, nur um festzustellen, ob vielleicht einer schwarz fährt. </p>
<p>Vorschlag: Kein Policing i.S. dauerhafter Überwachung. Gar keines. Kein IP-Gesammel, keine Packet Inspection, nix. Vielmehr eine Stärkung der digitalen Persönlichkeitsrechte durch den Gesetzgeber, sodass niemand mehr in unsere Rechner schauen darf. Das Durchforsten einer HD sollte so schwierig durchzuziehen sein wie eine Hausdurchsuchung. Mindestens, besser schwieriger, weil man Daten nicht so fix das Klo runterspülen kann wie Koks. Grundsätzlich möglich, aber nur bei dringendem Tatverdacht, schwerer Straftat, richterlicher Anordnung und so weiter.</p>
<p>Und wenn die Cops dann trotzdem meinen Krimi auf der Festplatte finden? Dann wären wir beim &#8230;</p>
<p><strong>3. Sanctioning:</strong> Diese Abmahnvereine gehen mir auf den Senkel. Ich finde es scheiße, wenn jemand Musik oder Bücher saugt, ohne dafür zu bezahlen. Aber ich finde auch Schwarzfahren und Rasen scheiße, habe aber noch nie gehört, dass jemand deswegen in Grund und Boden geklagt worden und in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht worden wäre. Wir brauchen gesetzliche Regelungen und eine Aufsichtsbehörde, die diesem Gebaren einen Riegel vorschiebt.</p>
<p>Strafe muss dennoch sein. Meine Bücher müsst Ihr ( zumindest wenn wir an Punkt 1. irgendwie festhalten)  bezahlen, und wenn Ihr erwischt werdet, dann wird ein erhöhtes Leseentgelt fällig. Sagen wir 50 Euro.</p>
<p>Die Behauptung, eine Kopie richte ja keinen Schaden an, ist nämlich sophistisch. Sie ist sicherlich kein Raub, aber sie führt dazu, dass mir (und den anderen Beteiligten) 8,99 entgehen, die fällig geworden wären. Und sie schädigt auch alle ehrlichen Nutzer, die dann demnächst nämlich 9,99 für das Buch zahlen müssen.</p>
<p>50 Euro wären eine symbolische Strafe, bei der jeder weiß, was ihn erwartet, wenn er sich erwischen lässt. Und das reicht dann aber auch.</p>
<p>Der Vorschlag wäre also in etwa folgender:  </p>
<p>Wenn Ihr das mit den Künstlern zusammen machen wollt, dann müsst Ihr das Urheberrecht erhalten, meinetwegen mit um 25 Prozent verkürzter Laufzeit und garantierter Privatkopie jedes digitalen Inhalts für x Leute. Ihr müsst außerdem diesen ganzen Scheiß mit der Kulturflatrate und ähnliche protokommunistische Ideen schnellstens löschen und nullformatieren. </p>
<p>Im Gegenzug bekämt Ihr Gesetze, welche die Unverletzlichkeit der eigenen Daten so stärken, dass Abmahnvereine, private Schnüffler irgendwelcher Plattenkonzerne und Orwellfans aus der CSU ein für allemal kapieren, dass sowas in Freedomville, Germany nicht läuft. Außerdem ein festgeschriebene Sanktionslimit, wenn doch mal einer erwischt wird. Keine Packet Inspektion, keine Three Strikes, einfach ein Knöllchen und gut.</p>
<p>Kann sein, dass Ihr mehr wolltet. Aber mehr ist nicht im Angebot. Und nun heißt es: Lass uns feilschen. </p>
<p><strong>BONUS TRACK: MC KRASNER<br />
</strong><br />
Ihr habt ja eigentlich nur bis hier gelesen,weil Ihr heiß auf die Politische-Theorie-Lehrstunde seid, oder? Also gut. Es gibt etwas, das nennt sich Regimetheorie. Regime sind laut Stephen Krasner &#8220;institutions possessing norms, decision rules, and procedures which facilitate a convergence of expectations.&#8221;</p>
<p>Also Gebilde, mit denen man irgendein Regelwerk um- oder durchsetzt. Die Regimetheorie wurde speziell für die Internationalen Beziehungen entwickelt, einen Bereich der Politik, in dem sich, anders als bei innerstaatlichen Prozessen, niemand zu etwas zwingen lässt; denn anderen Staaten kann man keine Schupos oder Abmahnanwälte auf den Hals hetzen.</p>
<p>Mithilfe der Theorie versucht man zu erklären, wie Handelsvereinbarungen (GATT, WTO) oder Klimaschutzabkommen funktionieren, obwohl die Voraussetzungen für kooperatives Verhalten nicht die besten sind und jeder jederzeit die Regel unterlaufen kann.</p>
<p>Das Urheberrecht ist dafür in gewisser Weise ein gutes Beispiel, auch wenn es häufig so wirkt, als diskutierten wir über ein innerstaatliches Problem. De facto erlaubt das Internet es jedem Bürger, die Regeln zu ignorieren und zwar ungestraft. Genau wie in einem internationalen Regime.</p>
<p>Es gibt ziemlich viele Regimetheorien (in etwa so viele wie Politologen), aber einig ist man sich darin, dass intergouvernmentale Regime nur dann funktionieren, wenn sich alle Beteiligten, meist nach aufreibenden Verhandlungen bis vier Uhr morgens, auf einen Grundkosnens verständigt haben, und grundsätzlich der Ansicht sind, dass sinnvoll ist, ein bestimmtes Gut zu schützen &#8211; Weltklima, Funktionsfähigkeit internationaler Telekommunikation, Kulturgüter.</p>
<p>Das müssen wir also irgendwie hinkriegen, und es wird wohl eine Lösung rauskommen, die wir alle irgendwie Scheiße finden. Aber wenn wir keine finden, dann wird in toto immer weniger für Kulturgüter bezahlt werden, weil das bestehende, in Teilen dysfunktionale System die Leute so nervt, dass sie sich rausziehen. Diese Umsatzerosion wird nicht dazu führen, dass es alles umsonst gibt. Sondern nur dazu, dass es Schrott umsonst gibt und das gute Zeug gar nicht mehr.</p>
<p>Bildcredit: <a href="http://www.flickr.com/photos/bettyx1138/">Bettyx1138 on Flickr</a></p>
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		<title>A&#8217; Halbe Wissen, bittschön</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 10:45:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Wer hat an dem Ur gedreht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte an dieser Stelle kurz meine tiefe Verzweiflung über diese ganze Urheberrechtsdiskussion zum Ausdruck bringen:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte an dieser Stelle kurz meine tiefe Verzweiflung über diese ganze Urheberrechtsdiskussion zum Ausdruck bringen:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1946" title="Bildschirmfoto 2012-05-11 um 12.26.43" src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.26.43.png" alt="" width="517" height="91" /></p>
<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.24.11.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1947" title="Bildschirmfoto 2012-05-11 um 12.24.11" src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.24.11.png" alt="" width="520" height="534" /></a></p>
<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.36.31.png"><img src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.36.31.png" alt="" title="Bildschirmfoto 2012-05-11 um 12.36.31" width="518" height="370" class="alignleft size-full wp-image-1954" /></a></p>
<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.39.55.png"><img src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/05/Bildschirmfoto-2012-05-11-um-12.39.55.png" alt="" title="Bildschirmfoto 2012-05-11 um 12.39.55" width="519" height="241" class="alignleft size-full wp-image-1957" /></a></p>
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		<title>Die Jungs von der Internet-MLPD</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Reaktion auf die Aktion &#8220;Wir sind die Urheber&#8221; schreibt Alvar Freude, das ganze sei &#8220;ekelhaft und schäbig&#8221;. Meine Replik...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Reaktion auf die Aktion <a href="http://www.wir-sind-die-urheber.de/">&#8220;Wir sind die Urheber&#8221;</a> schreibt Alvar Freude, das ganze sei <a href="https://plus.google.com/108883406637789936158/posts/BLLEbpViLuT">&#8220;ekelhaft und schäbig&#8221;</a>.</p>
<p>Meine Replik in den Kommentaren und hier nochmal als eigener Post:</p>
<p>Ach Alvar. Du hättest Dich mit dem Umstand auseinandersetzen, können, dass weit mehr als 100 Künstler diesen Brief unterzeichnet haben. Mit dem Umstand, dass sie augenscheinlich Angst haben. Nicht um millionenschwere Pfründe, sondern i.d.R. um ein Gehalt, das auch nicht höher ist als das eines Facharbeiters. Machst Du aber nicht.</p>
<p>Stattdessen grätscht Du gleich pöbelnd rein (&#8220;ekelhaft&#8221;) und stellst das Ganze als Abwehrmaßnahme eines &#8220;millionenschweren&#8221; Literaturagenten dar, der die ganzen Unterzeichner offenbar irgendwie wollig gequatscht, damit sie das unterschreiben. Hat er nicht.</p>
<p>Dein Sound ist freilich nicht überraschend, denn er ist leider inzwischen Teil einer altbekannten und (gerade für einen bekennenden Webfuzzi wie mich) unglaublich ermüdenden rhetorischen Strategie: Künstler (oder allgemeiner gesagt Rechteinhaber) sind bei Euch stets ahnungslose Deppen, die von den bösen Kapitalisten der Verwertungsindustrie irgendwie geknechtet oder verführt werden und die man ganz dringend (mithilfe des Webs) befreien muss.</p>
<p>Ihr erinnert mich an den örtlichen Spinner von der MLPD in den Achzigern, der die Arbeiter vom Joch des Kapitalismus befreien wollte. Aber die wollten nicht befreit werden. Und die meisten Künstler wollen es auch nicht, schon gar nicht von Dir. Die Sichtweise ist natürlich immens praktisch, denn dank ihr muss man auf die Argumente dieser Künstlerdeppen gar nicht eingehen, sondern kann weiter gegen die Fiktion der Contentmafia rotzen, zu der bei Dir ja offenbar nicht nur Warner oder Sony gehören, sondern auch mittelständische Verlage und der Literaturagent.</p>
<p>Also jener Typ, der gerade dafür sorgt, dass wir Rechteinhaber von den Verwertern aus Hollywood und Minas Morgul nicht über den Tisch gezogen werden und was von der Kohle sehen.</p>
<p>Du argumentierst unlogisch, Du argumentierst ausweichend. Nachvollziehbar, denn Du argumentierst inhaltlich aus einer Position der Schwäche.</p>
<p>Mir war auch nicht bewusst, dass es neuerdings verboten ist, viel Geld zu verdienen. Vielleicht ist das in irgendeiner kommunitären virtuellen Messageboardwelt, in der Du lebst so, aber in meinem Land herrscht erfreulicherweise Marktwirtschaft. Die und das Internet gehören übrigens zusammen und sind einer der größten verdammten Fortschritts- und Freiheitstreiber, die es gibt. Danke fürs Zuhören.</p>
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		<title>SR-Beitrag über Xavier Kieffer</title>
		<link>http://www.netzfundbuero.de/2012/05/09/sr-beitrag-uber-xavier-kieffer/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 06:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Rotes Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Teufelsfrucht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Venedig hat Commissario Brunetti, Schweden hat Kurt Wallander und jetzt hat auch Luxemburg seinen Ermittler: Xavier Kieffer!&#8221; Das Saarländische Fernsehen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Venedig hat Commissario Brunetti, Schweden hat Kurt Wallander und jetzt hat auch Luxemburg seinen Ermittler: Xavier Kieffer!&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Saarländische Fernsehen über meinen Roman <a title="Rotes Gold" href="http://www.netzfundbuero.de/2011/11/30/rotes-gold/">&#8220;Rotes Gold&#8221;</a> (Ab 12:30 min geht&#8217;s los)! <a href="http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?id=2&amp;selection=SL">Hier geht es zur Mediathek.</a></p>
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		</item>
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		<title>Was ich eigentlich meinte &#8230;</title>
		<link>http://www.netzfundbuero.de/2012/04/22/was-ich-eigentlich-meinte/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 08:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienmassaker]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlass: Wie man missglückte Vergleiche nachträglich erklärt. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlass: Wie man missglückte Vergleiche nachträglich erklärt.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.netzfundbuero.de/2012/04/22/was-ich-eigentlich-meinte/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		<title>Gartenzäune gehören verboten: Die unverständliche Piratenprogrammatik</title>
		<link>http://www.netzfundbuero.de/2012/04/19/die-unverstandliche-piratenprogrammatik/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 19:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmassaker]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Paid Content]]></category>

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		<description><![CDATA[Soll ich das nächste Mal die Piraten wählen? Viele Wähler beschäftigen sich zurzeit mit dieser Sonntagsfrage und mehr als zehn Prozent...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/04/334571515_0642a49011_z.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-1910" title="334571515_0642a49011_z" src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/04/334571515_0642a49011_z.jpeg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p>Soll ich das nächste Mal die Piraten wählen? Viele Wähler beschäftigen sich zurzeit mit dieser Sonntagsfrage und mehr als zehn Prozent beantworten sie mit &#8220;Ja&#8221;.</p>
<p>Ich denke auch darüber nach und grundsätzlich gibt es zwei Blickwinkel, aus denen man sich der Frage nähern kann. Zum einen von der Makroebene, also ohne einzelne programmatische Inhalte der Piraten genauer zu prüfen. Wenn man diese grobe Draufsicht wählt, dann kann man die Piraten ablehnen, weil man sie für eine dilettantische Chaostruppe hält. Oder man kann ihr Auftauchen begrüßen, weil neue Parteien grundsätzlich etwas Gutes sind. Die Piraten wären nach dieser Sichtweise ein Jungbrunnen für die parlamentarische Demokratie, so wie es die Grünen einst waren. Denn sie sorgen sie dafür, dass den etablierten Parteien endlich mal der Arsch brennt.</p>
<p>Ich neige zur zweiten Sichtweise. Möglicherweise wäre dieses Junbgrunnen-Argument  völlig ausreichend für die Wahlentscheidung. Es sei denn, es gäbe einzelne inhaltliche Punkte, welche die Piraten für mich unwählbar machten.</p>
<p>Womit wir bei der Mikroebene wären. Im Parteiprogramm der Piraten stehen kluge und hanebüchene Dinge &#8211; geschenkt, das ist bei den anderen auch so. Auch das den Piraten manchmal unterstellte Rechtsausleger-Problem beunruhigt mich  nicht. Man muss sich nur einmal daran erinnern, was für Ökofascho-Spinner es früher bei den Grünen gab &#8211; die verschwinden bald.</p>
<p>Aber die Sache mit dem Urheberrrecht muss ich als Autor natürlich genau anschauen. Ich habe  keine Regner&#8217;sche Internetphobie (bei <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,252060,00.html">meiner Vita</a> auch unwahrscheinlich). Das gebietet schlichtweg der Selbsterhaltungstrieb. Wäre ich in den frühen Achtzigern Plutoniummixer im AKW Krümmel gewesen, dann hätte ich die Grünen ja auch nicht gewählt. Man sägt schließlich ungern an dem Brennstab, auf dem man sitzt.</p>
<p>Nun ist es leider relativ schwierig, zu dem Thema irgendwo eine vernünftige Information zu bekommen, weil sich alle Beteiligten seit Wochen wütend anschreien. Der einzige, der <a href="http://www.spreeblick.com/2012/04/14/ich-heb-dann-mal-ur/">zur Mäßigung aufruft</a>, ist Johnny Häusler (den deswegen alle wütend anschreien). Und auch in dem SPIEGEL-Gespräch zwischen Hiphopper Jan Delay und Pirat Christoph Lauer konnte man eigentlich nur mitnehmen, dass der ins Rennen geschickte Piratenvertreter argumentativ eine ziemliche Nullstelle ist. Sonst hätte er sich von &#8220;Digger&#8221; Delay, wahrlich kein Ausbund an rhetorischer Stringenz, nicht so komplett über den Tisch ziehen lassen. Aber was die Piraten genau wollen, das stand da auch nicht.</p>
<p>Wenn ich also erfahren möchte, was meinen Reportagen, Essays, Krimis oder Hörbüchern blüht, muss ich tun, was ich ansonsten nie tue: ein Parteiprogramm lesen.</p>
<p>Parteiprogramme sind gemeinhin Ansammlungen unlesbarer Schwurbelschwallsätze, Diazepam in Druckform, das irgendwie das &#8220;SPD-Gefühl&#8221; oder &#8220;CDU-Gefühl&#8221; rüberbringen soll, ohne Wähler zu verprellen, ohne allzu Konkretes zu versprechen, ohne Koalitionsoptionen zu beschneiden. Eine Kostprobe aus dem SPD-Wahlprogramm von 2007:</p>
<blockquote><p>Wir setzen auf die Stärken der solidarischen Bürgergesellschaft. Mit der<br />
Gestaltungskraft demokratischer Politik wollen wir den Zusammenhalt<br />
in unserem Land stärken, Zugehörigkeit und Heimat ermöglichen.</p></blockquote>
<p>Puh. Make it a venti triple shot, denn das macht so müde.</p>
<p>Bei den Piraten muss man eine Ausnahme machen, denn erstens ist ihr Programm von der Form her interessant (es ist ein Wiki) und zweitens ist eben alles, was man im medialen Flurfunk zu dem Thema aufsammeln kann, unbrauchbar. Für meinen Berufsstand von Interesse ist vor allem der Absatz <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Urheberrecht_und_nicht-kommerzielle_Vervielf.C3.A4ltigung">&#8220;Urheberrecht und nicht-kommerzielle Vervielfältigung&#8221;</a>. Er ist nicht sehr lang. Leider ist er dennoch ziemlich unverständlich. Über folgende Formulierungen bin ich beim Lesen gestolpert:</p>
<blockquote><p>Systeme, welche auf einer technischen Ebene die Vervielfältigung von Werken be- oder verhindern (&#8220;Kopierschutz&#8221;, &#8220;DRM&#8221;, usw.),(&#8230;) lehnen wir ab.</p></blockquote>
<p>Auf den ersten Blick verständlich, denn sie sind relativ sinnlos. Aber das gilt für vieles. Rund um meinen Garten verläuft beispielsweise ein Maschendrahtzaun, der verhindern soll, das Leute mein Grundstück betreten. Er ist aber leicht zu überwinden, und vor allem im Herbst treffe ich dort immer wieder Jungens an, die Kastanien sammeln und die Rabatte platt treten.</p>
<p>Gehört mein Zaun deshalb verboten? Und DRM auch? Ich vermute mal stark, dass die Piraten DRM verbieten/limitieren wollen. Denn das ist ja eigentlich die logische Schlussfolgerung aus dem Programm. Wenn die Piraten gegen etwas sind, dann werden sie nach einer Regierungsübernahme eine entsprechende normative Wertzuweisung, vulgo Gesetz, festzuschreiben versuchen.</p>
<p>Aber was würde das zum Beispiel für den Verkauf meiner eBooks (via Amazon) und Hörbücher (via iTunes) bedeuten? Besteht vielleicht die Gefahr, dass sich diese für mich wichtigen, mittelbaren Geschäftspartner vielleicht aus Deutschland zurückziehen müssen, weil sich die Rechtslage ändert? Das würde nämlich meines Erachtens passieren, wenn man zum Beispiel Jeff Bezos dazu verdonnerte, seinen Kindle hierzulande DRM-frei anzubieten.</p>
<p>Nächster Punkt:</p>
<blockquote><p>Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern.</p></blockquote>
<p>Zunächst fällt mir auf, dass dies ein non sequitur ist. Wieso &#8220;daher?&#8221; &#8220;Kopierschutz bringt nix und nervt, daher müssen wir das Kopieren fördern&#8221; ist so logisch wie &#8220;Trotz der Blitzer fahren alle zu schnell, daher müssen wir mehr Autobahnen bauen&#8221; oder &#8220;Mit LF 50 wird man nicht braun, daher brauchen wir mehr Solarien&#8221;. Außerdem stellt sich mir die Frage: Was ist denn &#8220;nichtkommerzielles Kopieren&#8221;? Meinen die Piraten die Tapekopie der CD fürs Kassettendeck im Auto (okay, veraltetes Beispiel)? Oder etwas anderes?</p>
<p>Und dann das hier:</p>
<blockquote><p>Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich des Urheberrechts beschränken  das Potential der aktuellen Entwicklung, da sie auf einem veralteten Verständnis von so genanntem &#8220;geistigem Eigentum&#8221; basieren. (&#8230;) Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen.</p></blockquote>
<p>Das Urheberrecht und daraus resultierende Nutzungsrecht, über das der Krimiautor, Songwriter etc. verfügt, soll also schneller erlöschen als bislang. Nach wievielen Jahren?</p>
<p>Dauer des Urheberrechts, nichtkommerzielle Kopie, Kopierschutz &#8211; das sind die drei Dinge, zu denen ich gerne die Detailposition der Piraten erführe. Sorry, das muss ich einfach ganz genau wissen. Da es sich dabei um die Kernidee der Partei handelt, ist das meines Erachtens auch nicht zuviel verlangt. Wie die Piraten-Steuerprogressionskurve aussieht, was sie mit der Rente und der Bundeswehr anstellen wollen &#8211; geschenkt. Bei all diesen Politikfeldern könnte ich die Mikroebene zumindest für die erste Legislaturperiode ausblenden, zugunsten der Makroebene und dem Jungbrunnenargument.</p>
<p>Aber was mit meinen Werken passieren soll, das müsst Ihr mir sagen.</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/the_danielsan">DanielSan</a>, der sehr nette und hilfsbereite Urheberrechtsexperte der Piraten, schrieb mir auf Anfrage, der Urheberschutz solle zehn Jahre nach dem Tod auslaufen. Das ist eine deutlich weniger radikale Position, als bisweilen kolportiert wird. Damit könnte man leben. Allerdings hätte ich sie ohne seine Hilfe auf der Piratenseite nicht gefunden.</p>
<p>Schwieriger ist aus meiner Sicht die Frage der „nichtkommerziellen Kopie“. Damit ist die so genannte <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html">Privatkopie</a> gemeint, aber man kann davon ausgehen, dass ein Pirat unter Privatkopie nicht das gleiche versteht wie, sagen wir, jemand der bei Universal arbeitet. Hier würde man gerne eine klare Definition an die Hand bekommen, in der verschiedene Nutzungsszenarien aufgeführt sind. Scheint es aber nicht zu geben.</p>
<p>Der <a href="https://docs.google.com/viewer?url=http%3A%2F%2Fwiki.piratenpartei.de%2Fwiki%2Fimages%2F0%2F07%2FUrhG_Arguments_FassungBPT2011-2.pdf">Wahlprogrammsentwurf</a> der Piraten sieht dazu nach Daniels zusammenfassender Darstellung vor: Wer ein Werk erwirbt, darf sich stets eine Privatkopie anfertigen, auch aus illegaler Quelle. Und: Wer berechtigt ist diese Kopie anzufertigen, darf diese auch per Filesharing weiterverteilen.</p>
<p>Genauso interessant wie diese Detailinformationen finde ich allerdings den Umstand, wie schwierig sie zu bekommen sind. Klar, ich konnte schnell den zuständigen Menschen finden und er hat sofort geantwortet (versuch&#8217; das mal bei der CDU). Aber sollten diese Kernziele nicht klipp und klar auf der Webseite der Piraten stehen? Und zwar an prominenter Stelle? Unter <a href="http://www.piratenpartei.de/politik/wissensgesellschaft/urheberrecht/">Ziele</a> findet man dazu nur Wolkiges.</p>
<p>Detaillierte Informationen würden vielen potentiellen Piratenwählern, also &#8220;Was-mit-Medien&#8221;-C64ern wie mir, die Angst vor einer allzu radikalen Reform des Urheberrechts nehmen.</p>
<p>Auf der anderen Seite würden dann vermutlich jene Teile der Partei, die das Urheberrecht am liebsten auf 10 Jahre begrenzen und jedwede Art von Schwarzkopiererei legalisieren würden, im Kreis kotzen. Mein Eindruck: Im Prinzip ist es bei den Piraten genau wie bei den Grünen, wo es immer die „Sofort alles abschalten and fuck the details“–Fraktion gab, auf die man bei der Formulierung energiepolitischer Ziele Rücksicht nehmen musste &#8211; wohl wissend, dass bestimmte Positionen nie (oder erst in 25 Jahren) umgesetzt würden.</p>
<p>Vermutlich deshalb ist das Programm unscharf formuliert, die Details sind in schwer lesbaren Ausschussdokumenten versteckt. Genau wie bei CDU, SPD oder Grünen. Schnell gelernt, wie Politik funktioniert, diese Piraten.</p>
<p>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/mr_tentacle/">Mr. Tentacle</a></p>
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		<title>Schreiber sucht Klause</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 07:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Demnächst möchte ich aus meinem Home Office (oder wie heute, dem in Endlosschleife Coldplay dudelnden Coffeeshop an der Landsberger Straße)...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demnächst möchte ich aus meinem Home Office (oder wie heute, dem in Endlosschleife Coldplay dudelnden Coffeeshop an der Landsberger Straße) in ein kleines Büro umziehen. Ich suche deshalb <strong>ab Sommer 2012 im Münchner Westen</strong> (Pasing, Laim, Gräfelfing, Aubing o.ä.) eine Schreibklause, in der ich meine Bücher und Kolumnen fabrizieren kann.</p>
<p>Ich benötige nicht viel Platz (<strong>15 m²</strong> reichen dicke). Was ich aber brauche, sind Ruhe und Abgeschiedenheit – es müsste also eher ein <strong>Einzelbüro</strong> sein, kein Großraum voller durchgeknallter Kreativer (wobei die gerne ein Zimmer weiter sitzen können). Ich habe auch keinen Parteienverkehr,benötige also weder separaten Eingang noch Sekretärin noch ein  prunkvolles Klingelschild aus Messing (obwohl &#8230;)</p>
<p>Solltet Ihr eine geeignete Fläche <strong>zur Miete oder Untermiete </strong>kennen, wäre ich für einen Hinweis äußerst dankbar. Ich bin übrigens der angenehmste Mieter den man sich vorstellen kann, denn ich bekomme nie Besuch, höre keine laute Musik, rauche nicht und bin ganz mucksmäuschenstill. </p>
<p>Sachdienliche Hinweise gerne an <a href="mailto:kontakt@tomhillenbrand.de">diese Mailadresse</a>.</p>
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		<title>Lego Extravaganza</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 06:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Games]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Supergeek]]></category>

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		<description><![CDATA[The Battle for Minas Tirith, Jabba&#8217;s Palace and other Dioramas (from a Lego Fair in Munich)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Battle for Minas Tirith, Jabba&#8217;s Palace and other Dioramas (from a Lego Fair in Munich)</p>
<p><embed type="application/x-shockwave-flash" src="https://picasaweb.google.com/s/c/bin/slideshow.swf" width="800" height="533" flashvars="host=picasaweb.google.com&#038;noautoplay=1&#038;hl=en_US&#038;feat=flashalbum&#038;RGB=0x000000&#038;feed=https%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2F110227910869474572061%2Falbumid%2F5731872579051984929%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Den_US" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer"></embed></p>
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		<title>Du Arsch</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 07:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was fährst für a oides Schnauferl? Und Dein Polohemd! Des is fei net amoi von Ralph Lauren, Du Arsch.&#8221; &#8220;Deine...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was fährst für a oides Schnauferl? Und Dein Polohemd! Des is fei net amoi von Ralph Lauren, Du Arsch.&#8221;</p>
<p>&#8220;Deine Karre und Dein Style sind ja ganz gediegen. Aber Du bis&#8217; halt keen echten Hamborger Jong, Du Arsch.&#8221;</p>
<p>&#8220;Wo kommwa her, wat hamwa an. Dit is uns hier schnuppe, wa. Du Arsch.&#8221;</p>
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