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	<title>Tom Hillenbrand &#187; Wirtschaft</title>
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		<title>My hazy idea for saving the Euro</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 09:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Davos is on, so it is time for some bold new ideas. Here is mine: I have the solution to...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Davos is on, so it is time for some bold new ideas. Here is mine: I have the solution to the Euro crisis and it involves massive amounts of Ganja.</p>
<p>Works like this:  We legalize cannabis in the EU. The catch: consumption will be legal only if you use official colored and watermarked skins for your spliffs. These will be printed by the ECB and will cost 2 Euro each (it is inevitable that stoners will start to call these legit joints &#8220;Frankfurters&#8221;).</p>
<p>All the revenues from this spliff tax will go directly to the ESM fund and we can then easily prop up the PIIGS. We might even be able to pulp the bonds they defaulted on and use the recycled paper to print the &#8220;Frankfurter&#8221; skins, thus making the scheme fully sustainable.</p>
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		<title>Brand Experience</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 19:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in der Autoindustrie die perfekte Markeninszenierung erleben möchte, der geht für seine Neuwagenauslieferung in die BMW-Welt. Dort wird die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in der Autoindustrie die perfekte Markeninszenierung erleben möchte, der geht für seine Neuwagenauslieferung in die BMW-Welt. Dort wird die Schlüsselübergabe mit viel Tamtam zelebriert, Apple könnte es kaum besser machen. Ich habe mir das vor Ort schon mehrfach angeschaut. Aber heute war ich das erste Mal privat bei einer Neuwagenübergabe dabei, ein Verwandter hatte sich einen Pkw gekauft.</p>

<a href='http://www.netzfundbuero.de/2012/01/18/brand-experience/img_4466/' title='IMG_4466'><img width="150" height="150" src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4466-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_4466" title="IMG_4466" /></a>
<a href='http://www.netzfundbuero.de/2012/01/18/brand-experience/img_4468/' title='IMG_4468'><img width="150" height="150" src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4468-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_4468" title="IMG_4468" /></a>
<a href='http://www.netzfundbuero.de/2012/01/18/brand-experience/img_4469/' title='IMG_4469'><img width="150" height="150" src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_4469-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="IMG_4469" title="IMG_4469" /></a>

<p>Allerdings keinen BMW, sondern einen VW. Dennoch hatte ich eine diffuse Erwartungshaltung, schließlich ist Volkswagen ja auch eine Premiummarke. Zumindest nicht Ssangyong. Aber das, was ich dann vor Ort bei einem Münchner VW-Händler erlebte, war zum Davonlaufen. In der Auslieferungshalle billige Drucke an den schmuddeligen Wänden, überall Gerümpel in den Ecken. Da offeriert KIK ja ein besseres Markenerlebnis.</p>
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		<title>Buchsponsoring durch Industrielle: Ein Insider packt aus</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 14:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als mehrfacher Buchautor möchte ich im Fall &#8220;Maschmeyer bewirbt Wulff&#8221; gerne ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Denn hier wird...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als mehrfacher Buchautor möchte ich im Fall &#8220;Maschmeyer bewirbt Wulff&#8221; gerne ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Denn hier wird etwas hochgekocht, was eigentlich schon lange kalter Kaffee ist. Worum geht es? Der Gründer des Finanzdienstleisters AWD hat für Wulffs Buch &#8220;Besser die Wahrheit&#8221; Werbung für rund 42.700 Euro spendiert. Manfred Bissinger, Geschäftsführer Corporate Publishing bei Wulffs Verlag Hoffmann und Campe <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804857,00.html">sagt dazu</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir haben damals verschiedene Unternehmer, unter anderem Carsten Maschmeyer angesprochen, ob sie sich an der Vermarktung des Buchs beteiligen würden. Das ist in der Verlagsbranche üblich und ein absolut normaler Vorgang.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und jetzt regen sich da manche auf, das sei ja ungewöhnlich, hanebüchen gar. So etwas sei überhaupt nicht normal, vielmehr habe es ein Geschmäckle. Diesen ahnungslos aufgeregten Leuten rufe ich entgegen: Ihr habt ja überhaupt keine Ahnung, wie die Buchbranche funktioniert.</p>
<p>Es läuft folgendermaßen: Die Verlage haben kein Geld, weil sie jeden Cent an ihre Autoren weitergeben. Es ist folglich völlig logisch, dass sich Verleger oder Lektoren vor Buchveröffentlichungen um Sponsoren bemühen. Fundraising ist deren <em>second nature</em>. Auch das Beuteschema dieser literarischen Mendikanten ist einleuchtend. Es sind nun halt einmal vor allem russische Oligarchen, Kölner Betonbarone und ex-schnauzbärtige niedersächsische Versicherungsmilliardäre, die sich für Literatur interessieren. Das sind Schöngeister, Menschen, die sich daran erfreuen, wenn zarte Prosa ungehemmt erblühen kann.</p>
<p>Vor dem Erscheinen meines ersten Buchs rief der Verlag sieben saudische Scheichs an, neun Dax-Chefs sowie den Sultan von Brunei. Ferner Warren Buffett und Carlos Slim. Dadurch kam genug Geld zusammen, um insgesamt zwölf Mal vor der Tagesschau einen Einminüter schalten zu können. </p>
<p>Und das Tollste daran: Keiner dieser großzügigen Kulturfreunde wollte eine Gegenleistung &#8211; keine Widmung im zweiten Buch, keinen Assistenten des Kommissars mit seinem Namen. Nicht mal ein signiertes Exemplar wollten die haben.</p>
<p>Der Maschmeyer hat übrigens, so kann man <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,804857,00.html">hier</a> nachlesen, bereits andere wesentliche Kulturgüter unterstützt. So hat er angeblich die Rechte an der Biografie Gerhard Schröders erworben. Auch das finden manche jetzt seltsam, doch auch hier kann ich als alter Medienhase Entwarnung geben. Völlig normal. Nur eine Politikerbiografie besitzt der? Lächerlich. Friedrich Karl Flick hatte mindestens zwanzig in der Tasche.</p>
<p><em>Anmerkung: Dieses Blog hat keine Share-Buttons. Wenn Ihnen dieser Text gefällt, können Sie ihn aber gerne ausdrucken und vor dem Hauptbahnhof verteilen. Vielen Dank.</em></p>
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		<title>Kambrium oder Kollaps?</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 10:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die gerade viel diskutierte These in Sachen Buchmarkt ist, leicht überspitzt, folgende: Die vordigitalen Verlage vereinen in sich die pathologische...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gerade viel diskutierte These in Sachen Buchmarkt ist, leicht überspitzt, folgende:</p>
<p><strong><em>Die vordigitalen Verlage vereinen in sich die pathologische Realitätsverweigerung der Musikindustrie und die gnadenlose Selbstüberschätzung der Zeitungsbranche. Deswegen droht ihnen unweigerlich der Tod (nach langem, qualvollen Siechtum).</em></strong></p>
<p>In Kürze wird es dieser These zufolge praktisch gar keine Verlage mehr geben. Nach dem Verlagssterben werden Autoren ihre Buchstaben entweder selbst durch die Datenpipe pusten. Oder Jeff &#8220;The Devourer&#8221; Bezos wird es für sie tun, als erster, einziger und letzter volldigitaler Verleger des Planeten.</p>
<p>Glaub&#8217; ich nicht.</p>
<p>Was sicherlich stimmt, ist, dass Buchverlage so pfadabhängig sind, dass es jedem technologieaffinen Menschen weh tun muss. Als das Ebook noch nicht da war (aber man schon ahnte, das es bald kommen würde), da sagten sie: &#8220;Niemand will Mankell auf einem Bildschirm lesen.&#8221;</p>
<p>Als Amazon <a href="http://venturebeat.com/2011/05/19/kindle-books-surpass-print/ ">mehr Ebooks als Papierbücher verkaufte</a>, erwiderten sie: &#8220;Na und? Ob wir unsere Bücher auf Papier verkaufen oder digital, das ist doch gehupft wie gesprungen.&#8221;</p>
<p>Als Amazon eigene Verlage gründete, erklärten sie: &#8220;Die köcheln auch bloß mit Wasser.&#8221;</p>
<p>All diesen Paraphrasen ist gemein, dass sie als Stichtagsbetrachtungen absolut zutreffen, jedoch von geringer Halbwertzeit sind. Denn wenn einen das Internet eines lehrt, dann ist es das: Das Web ermöglicht es, eine Dienstleistung oder ein Produkt zu niedrigeren Grenzkosten anzubieten als zuvor im Meatspace. Es reißt außerdem stets die Eintrittsbarrieren für neue Marktteilnehmer nieder. Die Erfahrung lehrt, dass deshalb plötzlich ganz neue Spieler auftauchen. Und die begnügen sich nie damit, das vorhandene, vordigitale Geschäftsmodell zu digitalisieren. Sie erfinden es neu, from the ground up.</p>
<p>Für die etablierten Verlage mag das eine schlechte Nachricht sein, siehe Zeitungsbranche. Aber für die Buchbranche, diese kulturell enorm wichtige Branche, ist es eine großartige. Denn es werden, glaube ich, bald viele neue Verlage entstehen. Sascha Lobo hat sehr richtig erkannt, dass Autoren meist nur schreiben wollen und <a href="http://saschalobo.com/2011/10/25/allgemeine-feststellungen-zur-buchsituation/ ">überhaupt keinen Bock auf den ganzen anderen Kladderadatsch haben</a>, der für ein Buch notwendig ist (mal abgesehen davon, dass sie das meiste davon auch gar nicht könnten, selbst wenn sie es wollten). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Man ist als Autor schon allein genug, und einen guten Verlag zu haben, der einen unterstützt und an einen glaubt, ist Gold wert.</p>
<p>Michael Arrington hat bei Techcrunch einst darüber sinniert, <a href="http://techcrunch.com/2009/07/30/what-if-the-new-new-york-times/ ">wie die Kostenstrukturen der NYT aussähen, gründete man sie heute komplett neu</a>. Man kann das gleiche Gedankenspiel für Verlage anstellen. Sobald der Vertrieb volldigital ist (das dauert ja nicht mehr soo lange), dann ändert sich das Spiel völlig: Jeder motivierte junge Verleger kann dann einen geilen kleinen Verlag auf die Beine stellen. Er braucht nur ein paar gute Gehirne und DSL. Er muss sich nicht mehr mit Buchhandelsvertretern oder Druckereien herumschlagen. Er kann sich auf das Wesentliche konzentrieren: Guten Autoren helfen, hervorragende Bücher zu machen und diese dann an den Mann zu bringen.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass es da draußen eine Menge frustrierte Großverlagslektoren  gibt, die genau darüber nachdenken. Genauso wie sich Nachrichtenbereich mit Politico, Techcrunch oder Huffpost komplett neue Spieler etabliert haben, wird es auch bei den Bücher laufen. Mit dem Ergebnis, dass es vielleicht in zehn Jahren mehr Verlage geben wird als heute. Was ziemlich cool wäre. Also bitte nicht zu sehr über Jeff Bezos aufregen. Der hat ja mal gesagt: &#8220;Heutzutage is das Internet so was, wie die Explosion im Kambrium vor 550 Millionen Jahren.&#8221; Vielleicht gibt es ja bald ein Kambrium für Bücher. Am besten gleich einen geilen Verlag gründen. Es gab nämlich nie eine bessere Zeit, Verleger zu werden als heute.</p>
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		<title>The music industry vs. globalized culture</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 11:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[I have spent way too much time on the social music platform Turntable.fm recently. It is highly addictive and I...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>I have spent way too much time on the social music platform <a href="http://turntable.fm/">Turntable.fm</a> recently. It is highly addictive and I have been pondering what the secret sauce of this thing is, why it is <a href="http://www.ibegyourparton.co.uk/2011/06/16/omg-im-in-love-with-turntable-fm/">such a sticky experience</a>.</p>
<p>Thanks to the music industry I now know why.</p>
<p>Since Saturday, Turntable.fm has been forced to block all non-US users from its service &#8220;due to licensing constraints&#8221;. In other words, the internetophobic music industry felt that tens of thousands of Asians, Europeans and South Americans listening to music streamed by an NYC company was unacceptable.</p>
<p>I will try to skip the long rant about this pathetic joke of an industry that comes to my mind almost instantaneously. Here is an industry that considers any kind of innovation a threat. An industry that after years of decline appears to have been bereft of any smart managers <em>at all</em>. They all have fled in terror and disbelief and only the weak and the crippled remain. Turntable.fm might be the most brilliant music discovery and distribution tool on the web so far. I spent 40 euros on new music within the first week &#8211; more than I normally spend in a month. All because of Turntable.fm.</p>
<p>Uh, sorry. Promised I would not rant, didn’t I.</p>
<p>Trying to analyze what makes Turntable.fm so addictive, I came up with three things that make the service valuable:</p>
<li>It lets me discover new music &#8211; not through dumb algorithms, but through fellow human beings.</li>
<li>It lets me show of my DJ skills and it lets me introduce others to music I love.</li>
<li>It lets me chat with other music lovers.</li>
<p>All this might seem pretty obvious to anyone who has used the service &#8211; but something is missing here. Something not so obvious, some other more ethereal component that makes Turntable.fm, well, spin. And it only occurred to me after all non-US users had their residential permits voided.</p>
<p>PC Magazine <a href="http://www.pcmag.com/article2/0,2817,2387579,00.asp">opined</a> that the blocking of non-US users was inconsequential and that Turntable.fm “seems to have a bright future ahead of it”, provided “that most of the company&#8217;s growth didn&#8217;t come from overseas” (a very US centric term for those other 9 billion people, a.k.a. the whole wide world).</p>
<p>Dead wrong. While we do no know how many of the <a href="http://gigaom.com/2011/06/25/turntable-fm-if-off-limits-to-non-us-music-fans/">estimated 140.000 beta users</a> are non-US residents, anecdotal evidence points to a substantial number. When I managed to get in again through a masked IP address on Saturday night, Turntable.fm appeared to be pretty deserted. Normally crowded rooms like “Coding Soundtrack” were almost empty. My favorite, the “80s play 3 &#038; step down” used to have around 25-40 clubbers in the evening &#8211; now it has just 4 or 5.</p>
<p>More importantly, without all those people from different countries participating, the site loses a lot of its cosmopolitan magic. At least for me that ethnic diversity is the missing component, the secret sauce that makes Turntable.fm so great. </p>
<p>There may be other music discovery services &#8211; but spinning tunes with people from so many different countries is quite an experience. The 80s room I frequent has Brits, South Africans, Americans, Brazilians. I have been to Japanese rooms where everything is in Kanji and Hiragana, listening to obscure J-Pop stuff. It’s mind-opening.</p>
<p>Listening to music together, in a virtual discotheque without borders, regardless of race or creed, without opening hours, 24/7, with people from all over the globe. It is a fantastic experience. Opens people&#8217;s hearts. Opens their wallets, too. Anyone can understand that, right? Anyone but the moronic music industry.</p>
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		<title>Relikt aus dem letzten Boom</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 06:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade beim Aufräumen gefunden: Dieses schöne Promo-T-Shirt. Zu Zeiten des letzten Börsenbooms gab es ein Anlegermagazin namens &#8220;Die Telebörse&#8221;, bei...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade beim Aufräumen gefunden: Dieses schöne Promo-T-Shirt. Zu Zeiten des letzten Börsenbooms gab es ein Anlegermagazin namens <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,202357,00.html">&#8220;Die Telebörse&#8221;</a>, bei dem ich mein Volontariat verbracht habe &#8211; und dieser Claim war das Heilsversprechen. Tja.</p>
<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2011/06/Foto-e1308725184481.jpg"><img src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2011/06/Foto-e1308725184481.jpg" alt="" title="Foto" width="560" height="420" class="aligncenter size-full wp-image-1383" /></a></p>
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		<title>Essay: Unsere kulinarischen Therapeuten</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 18:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelindustrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Essensfälschung, Massentierhaltung, Dioxinskandal &#8211; moderne Lebensmittelproduktion ist entsetzlich. Zum Glück gibt es die gastronomische Parallelwelt der Fernsehköche &#8211; als Gegengewicht...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/mooshimooshisan/4887946438/" title="What Would Jamie Do? by mooosh ♥ miso funky, on Flickr"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4143/4887946438_5d4cb4bbcc.jpg" width="500" height="375" alt="What Would Jamie Do?" /></a></p>
<p><strong><em>Essensfälschung, Massentierhaltung, Dioxinskandal &#8211; moderne Lebensmittelproduktion ist entsetzlich. Zum Glück gibt es die gastronomische Parallelwelt der Fernsehköche &#8211; als Gegengewicht zur unappetitlichen Realität. Deren Kochshows machen uns nicht zu Besseressern, beruhigen aber unsere nervösen Mägen.</em><br />
</strong></p>
<p>Mit dem Huhn hat Jamie Oliver Aufsehenerregendes vor. Er schmort es in Milch, ein &#8220;echt cooles italienisches Gericht&#8221;. Das Resultat sieht gut aus. Aber schmeckt es auch? Keine Ahnung. Mehrfach habe ich mir auf DVD angeschaut, wie der Brite den Broiler in der Milch versenkt. Ich besitze das Buch zur Sendung, und eine Jamie-Oliver-Pfanne habe ich auch. Nur gekocht, gekocht habe ich das Milchhuhn noch nie. Es ist schon seltsam: In der übersättigten Postmoderne muss zwar keiner mehr kochen &#8211; aber alle möchten andauernd zugucken, wie irgendwo irgendwas gebrutzelt wird. Es gibt derart viele Kochshows, dass man theoretisch den ganzen Tag Küchenpersonal beim Arbeiten zusehen könte.</p>
<p>Nicht selber machen, zuschauen. Man kann das als kulinarischen Voyeurismus geißeln, wie der US-Starkoch Anthony Bourdain. Kochshows hält er für Pornografie: &#8220;Man guckt zu, wie Leute im Fernsehen Dinge machen, die man selbst zu Hause nie tun würde.&#8221;</p>
<p>Alles nur Ersatzbefriedigung? Gucken wir uns die Olivers und Schuhbecks deshalb so gerne an? Wahrscheinlicher ist: Wir schauen so konzentriert hin, damit wir woanders wegschauen können. Wir wollen uns selbst von etwas Unerfreulichem ablenken.</p>
<p>Dieses Etwas ist unsere Nahrungsmittelindustrie. Sie ist zu einem Monster geworden, verachtenswert und unmoralisch. Der gastronomisch-industrielle Komplex foltert und quält millionenfach Hühner und Schweine, damit wir billiges, abgepacktes Fleisch kaufen können. Er rodet indonesische Regenwälder, weil er für seine Schokoriegel neue Palmölplantagen braucht. Möderisch und zerstörerisch, das ist unsere Lebensmittelproduktion. </p>
<p>Gleichzeitig sind Foodkonzerne die kunstvollsten Fälscher unserer Zeit. Das mit Käse gratinierte Buttercroissant von der Bäckerkette enthält weder Käse noch Butter, sondern Rindertalg und Bakterieneiweiß. Und jeder Lebensmittelchemiker weiß, dass der wichtigste Grundstoff für Erdbeerjoghurt nicht Erdbeeren sind. Sondern jene Holzspäne, aus denen das Aroma gewonnen wird.</p>
<p>Es gibt wohl, vielleicht mit Ausnahme der Banken, keine andere Branche, die ihre Kunden im Namen des größtmöglichen Profits dermaßen schamlos betrügt und belügt. Das alles wissen wir, wissen es seit Jahren. Doch wir kauen stoisch weiter. Der Mensch muss ja essen.</p>
<p>Dabei ist uns in unserem Inneren bewusst, dass wir das Monster erst großgemacht haben, mit unserem unstillbaren Hunger nach Tiefkühl-Quattro-Stagione und abgepacktem Leberkäs, das Pfund zu 1,99. Unsere Starköche wissen das auch. Aber sie wollen uns helfen. Nicht, indem sie uns wirklich zu Besseressern erziehen. Sondern indem sie uns mit immer ausgefalleneren kulinarischen Darbietungen erfreuen.</p>
<p>Ihre Kunststückchen haben zwar weder etwas mit der Realität der Verbraucher noch mit jener echter Profiköche zu tun. Aber sie beruhigen unsere nervösen Mägen.</p>
<p>TV-Köche sind unsere gastronomischen Therapeuten. Zur degoutanten Wirklichkeit liefern sie eine delikate Parallelwelt. Vor 65 Jahren, nach dem Krieg, da war die Realität so trist, dass die Menschen im Kino am liebsten Heile-Welt-Schmonzetten mit Heinz Rühmann anschauten. Heute ist unsere Essenswirklichkeit so entsetzlich, dass wir als Ausgleich Jamie Olivers Milchhühnchen brauchen.</p>
<p>Zumindest für eine halbe Stunde, bevor wir uns das nächste Tiefkühl-Backhendl reinziehen.</p>
<p><em>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Dieser Text erschien zuerst in der Wochenendausgabe der österreichischen Zeitung &#8220;Der Standard&#8221;.<br />
</em></p>
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		<title>DieRedaktion.de wirbt mit PR-Berater</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 10:24:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmassaker]]></category>
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		<category><![CDATA[Printen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Deutsche Post hat gerade eine Plattform für Textverkäufe eröffnet. Sie heißt DieRedaktion.de und ist laut Pressemitteilung ein &#8220;Online-Marktplatz für...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Post hat gerade eine Plattform für Textverkäufe eröffnet. Sie heißt <a href="http://www.dieredaktion.de/">DieRedaktion.de</a> und ist laut Pressemitteilung ein &#8220;Online-Marktplatz für Qualitätsjournalismus&#8221;. Seltsam erscheint mir, dass gerade die Post solch ein Portal aufzieht. </p>
<p>Noch seltsamer finde ich, dass in der PM auch davon die Rede ist, Corporate Publishing-Dienstleister, also von Unternehmen für ihre Schalmeien bezahlte Agenturen, würden auf der Plattform ebenfalls Texte einstellen. (Das <a href="http://freischreiber.de/home/das-post-portal-%25E2%2580%259Edie-redaktion%25E2%2580%259C-eine-sinnvolle-plattform-f%25C3%25BCr-freie-journalisten-oder-blo%25C3%259Fe-text#comments">fiel zuerst </a>Freischreiber.de auf)</p>
<p>Wenn DieRedaktion wirklich eine Plattform für Qualitätsjournalismus wäre, müsste sie eigentlich darauf achten, dass es nicht zu einer Vermischung von PR und Journalimus kommt. Wie unsensibel der Konzern bei diesem Thema jedoch zu sein scheint, zeigt das Testimonial, mit dem DieRedaktion seit Tagen auf ihrer Seite und in Mediendiensten wie Turi2 wirbt:</p>
<p><a href="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2011/03/hansel-groß.jpg"><img src="http://www.netzfundbuero.de/wp-content/uploads/2011/03/hansel-groß-300x103.jpg" alt="" title="hansel groß" width="300" height="103" class="alignnone size-medium wp-image-1183" /></a></p>
<p>Der hier abgebildete Herr ist laut Bildtext&#8221; Journalist&#8221;. Er heißt Sven Hansel und ist laut seinem <a href="https://www.xing.com/profile/Sven_Hansel">Xing-Profil</a> tatsächlich Journalist &#8211; und außerdem PR-Berater. Er bietet u.a. &#8220;Krisen -PR&#8221; und &#8220;PR-Strategien&#8221; an.</p>
<p>Jetzt darf ja jeder machen, was er will, und vielleicht kann man seine PR-Tätigkeit von seiner journalistischen abgrenzen (wobei ich da persönlich skeptisch bin). Hansel muss man zugute halten, dass er sich vollkommen transparent verhält. &#8220;Ob man das in der Anzeige hätte kenntlich machen müssen, weiß ich nicht. Ich mache jedenfalls aus meinem Portfolio kein Geheimnis, wie Sie (und jeder, den es interessiert) es ja auch meinem XING-Profil entnehmen können&#8221;, schrieb er auf meine Anfrage.</p>
<p>Aber was Herr Hansel tut oder nicht tut, ist ja eigentlich auch wurscht. Der Punkt ist: Wenn sich die Post gerade so jemanden als Testimonial aussucht, dann spricht das Bände über ihr Qualitätsverständnis. Die Deutsche Post hat bisher noch nicht auf eine Bitte um Stellungnahme reagiert.</p>
<p> Die Post hat mir inzwischen eine Stellungnahme geschickt. </p>
<p>Die Redaktion sei<em> &#8220;eine Plattform im Internet für Inhalte, die Journalisten erstellen. Die  Deutsche Post hat dies in Kooperation mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) entwickelt. Auch Unternehmen und Verbänden bietet sie Zugang zu professionellen Beiträgen für die interne und externe Kommunikation sowie die Gelegenheit, Aufträge für Artikel individuell einzustellen. Die Deutsche Post bietet den Zielgruppen der Plattform lediglich die technische Infrastruktur in Gestalt eines virtuellen Marktplatzes. Eine Einflussnahme im Zusammenhang mit angebotenen Beiträgen und ausgeschriebenen Aufträgen findet nicht statt. Da Sven Hansel auch als freiberuflicher Journalist tätig ist, sehen wir in der Veröffentlichung seines Testimonials auf der Plattform keinen Widerspruch.  </em></p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Der DJV erklärt auf Anfrage, er sei kein Koop-Partner der Post. Tester des DJV hätten DieRedaktion.de jedoch vorab geprüft (und offenbar für gut befunden). Die Vermischung von Journalismus und PR liege jedoch im Verantwortungsbereich des Betreibers, also der Post.</p>
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		<title>Brilliant idea for the day</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 13:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[What if we all bought one share in a big bluechip company &#8211; and then used the power of the...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>What if we all bought one share in a big bluechip company &#8211; and then used the power of the social internet to bundle our votes and really squeeze their balls? Couldn&#8217;t we change the world? If we could come up with a web based mechanism to gang up on immoral corporations through the proxy system &#8211; how powerful that would be.</p>
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		<title>Die kleine Dotcom-Bubble-Checkliste</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 12:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Medienmassaker]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[PaidContent hat einen hübschen kleinen Artikel darüber, wie man einen Dotcom-Blase erkennt. Nun, da Twitter ohne EBIT angeblich 10 Mrd.USD...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PaidContent hat einen <a href="http://paidcontent.org/article/419-is-the-second-dotcom-bubble-underway-ten-telltale-signs/">hübschen kleinen Artikel</a> darüber, wie man einen Dotcom-Blase erkennt. Nun,<br />
da Twitter ohne EBIT angeblich 10 Mrd.USD wert ist, lohnt es sich, das mal anzuschauen:</p>
<p>»</p>
<blockquote><p>   1. The arrival of a “New Thing” that cannot be valued in the old way. Dumb-money companies start paying over the odds for New Thing acquisitions.</p>
<p>»   2. Smart people identify the start of a bubble; New Thing apostles make ever more glowing claims.</p>
<p>»  3. Startups with founders deemed to have “pedigree” (for example, former employees of New Thing companies) get funded at eye-watering valuations for next to no reason.</p>
<p>»   4. There is a flurry of new investment funds catering for startups.</p>
<p>»  5. Companies start getting funded “off the slide deck” (that is, purely on the basis of their PowerPoint presentations) without actually having a product.</p>
<p>»   6. MBAs leave banks to start up firms.</p>
<p>»   7. The “big flotation” happens.</p>
<p>»  8. Banks make a market in the New Thing, investing pension money.</p>
<p>»   9. Taxi drivers start giving you advice on what stock to buy.</p>
<p>»  10. A New Thing darling buys an old-world company for stupid money. The end is nigh. </p></blockquote>
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