Skip to content

Posts from the ‘Tips & Tricks’ Category

Wie man seine eigene Shorturl bastelt

August 26th, 2010

Tom

/freebox smily#─────██████████════█

Es gibt so Dinge, die braucht eigentlich kein Mensch. Ein iPad. Beheizte Autositze. Hemden mit eingestickten Initialien.

Oder eine eigene Shorturl.

Bei Bit.ly, Arm.in und vielen anderen Diensten kann man lange Internetadresse in kurze verwandeln (lassen). Eine eigene Shorturl braucht deshalb keiner, schon gar kein Betreiber eines Winzblogs wie ich. Eigentlich.

Trotzdem habe ich mir eine geschnappt. Erstens, weil es irgendwie Geekchic ist. Zweitens, weil ich wissen wollte, wie das technisch funktioniert.

Okay, es gibt natürlich auch sachliche Gründe. Jede Bit.ly-URL ist meines Erachtens eine verpasste Branding Opportunity. Außerdem kann ich mit meiner eigenen Shorturl analysieren, wieviel Traffic durch welche Tweets durchgegangen ist. Das gibt mir Aufschluss darüber, was meine Follower interessiert.

Wie geht das? Es ist ziemlich einfach, dauert nicht lange und kostet fast nix. Wer auch eine personalisierte Shorturl möchte, für den folgt hier eine kleine Anleitung.

1. Shorturl-Domain reservieren. Meistens nimmt man eine Internetadresse, die an den eigenen Seitennamen erinnert. Beispiele sind nyti.ms, pep.si, oder yhoo.it. Wer Inspirationen sucht, geht am Besten zu Domainr und gibt seinen Markennamen ein. Domainr ermittelt dann Kombinationen – z.B. Nfbue.ro. Sehr hilfreich, weil kein Mensch die ganzen Domainendungen auf dem Schirm hat.

Wichtig: Umlautdomains sind zwar oft noch zu haben, aber machen ständig Ärger – so werden sie z.B. bei Tweetdeck oder Seesmic nicht als Hyperlinks eingefügt. Klickt folglich keiner. Meine erste Wahl (fubü.net) musste ich deshalb durch eine andere Shorturl (nfbr.de) austauschen.

2. Bit.ly-Pro-Account einrichten. Die Proversion ist Beta, man braucht eine Einladung, das dauert ein paar Stunden. Ist aber umsonst. Es gibt auch eine Premiumversion, die kostet aber 1000 Dollar im Jahr und ist nur für Dickschiffe zu empfehlen.

3. Shorturl mit Bitly verlinken. Hierzu muss man das A-Record ändern oder, wenn man für die Shorturls eine Subdomain verwendet (z.B. l.faz.de), das C-Name-Record. Das wird bei Bit.ly gut erklärt und ist, z.B. über das Controlpanel von 1&1, eine Sache von einer Minute.

4. Hauptdomain mit Bit.ly verlinken. Dazu muss ein kleiner HTML-Fitzel auf der Webseite eingefügt werden.

5. Kaffee holen. Verifikation läuft. Bit.ly pingt die Seiten, dauert ca. 10 Minuten.

6. Einrichtung eines URL-Shorteners. Es gibt Bit.ly-Widgets, z.B. für Firefox. Damit kann man jede URL kürzen und das Ergebnis direkt twittern oder facebooken. Das Widget verwendet automatisch die eigene Shorturl.

7. Einrichtung auf der Webseite. Bei Blogsoftware (z.B. WordPress) ist das relativ simpel. Man braucht ein Plugin, z.B. Twitter Tools und Twitter Tools: bit.ly Links sowie den API-Schlüssel von Bit.ly (zu finden in den Settings). Dann kann man es so einrichten, dass z.B. bei jedem neuen Post ein Tweet mit der Shorturl rausgeschossen wird.

Das wars schon. Also, ich finds cooler als Initialen aufm Hemd.

Reiseset: Was man zum Bahnfahren braucht

Juli 13th, 2010

Tom

Guns, I like'em stainless...

Jetzt wird mir doch ein bisschen mulmig: Kommende Woche muss ich insgesamt vier Bahnfahrten à vier Stunden absolvieren. Ich hatte mir das recht gemütlich vorgestellt, mit dem iPad im temperierten Abteil sitzend, vor mir eine geeiste Cola und ein in der Mikrowelle aufgewärmtes Tütengericht von Sarah Wiener.

Stattdessen erwarten mich wohl Tropenklima, schreiende Kinder und kreischende Schwangere, die verzweifelt mit dem Nothammer auf die Fenster eindreschen.

Aber hilft nix. Ich kann meine Reise nicht verschieben, ich muss da durch. Und was soll mir schon passieren? Ich habe schließlich schon Heathrow überlebt, mehrfach. Dazu British Rail und Amtrak. Schlimmer kann die Bahn ja wohl nicht sein.

Man muss sich einfach nur ordentlich vorbereiten. Das Motto lautet: Fully strapped, always packed. Deshalb lade ich jetzt bereits meine Halbautomatik, bügle meine Utilityweste und packe den Army-Rucksack.

Bahn-Sommerset:

3 Flaschen Evian (1,5 Liter) – geben Dehydration
500 Euro in kleinen Scheinen – damit man aufs Taxi umsteigen kann
1 asiatischer Klappfächer – zum Windmachen
2 frische T-Shirts – ist klar, oder?
1 Waschlappen – als kalte Kompresse für den Nacken
1 große Maglite-Lampe – bei Stromausfall und Sitzplatz-Disputen
1 Packung Elektrolytbeutel aus der Apotheke – bei fortgeschrittenen Dehydrationserscheinungen
1 Sitzkissen (aufblasbar) – zum Im-Gang-Hocken
1 Latthammer X-Striker – zerlegt selbst dicke Scheiben beim ersten Schlag
1 Defibrillator – zur Reanimation kollabierter Primaner
1 HK USP .45 Stainless Full-Size mit zwei Langmagazinen – zur crowd control und für alle Fälle

Motivationshilfe: Die Grillwalker-Meditation

Juli 2nd, 2010

Tom

Es gibt ja so Tage, da findet man seinen Job, sein Los, sein Leben überhaupt, nicht ganz so optipoppi. Da geht einem dann dieser weinerliche alte Song von Ton Steine Scherben im Kopf herum: “Ich mach den ganzen Tag nur Sachen,die ich gar nicht machen will.”

In diesen Momenten gilt es sich ins Gedächtnis rufen, dass alles nicht so schlimm ist. Nicht heulen! Oder um einen anderen Songtext zu zitieren (diesmal von Cake): “Shut the fuck up. Learn to buck up.” Wenn das nicht hilft, empfehle ich zur Aufrechterhaltung der Motivation eine kleine Visualisierung.

Wenn ich wieder einmal einen Anflug von Wohlstandslarmoyanz bemerke, dann rufe ich mir den Berliner Grillwalker vor Augen.

GrillWalker

Grillwalken ist nämlich der mieseste Job der Welt. Du musst 20 Kilo glühendes Blech auf dem Buckel und vor der Plauze tragen, während Du fühlst, wie sich deine Bandscheiben reihenweise ins Altersheim verabschieden und Deine Nackenmuskulatur zu Granit wird.

Dabei züngelt Dir der Fettgeruch von Thüringern um die Nüstern. Es sind keine guten Thüringer, sondern Glutamat getränkte Fleischabfälle, die Du für 1 Euro an das Passantenpack verscheuern musst.

Der ranzige Gestank geht nie wieder ab, auch nach dem Duschen nicht, weswegen Du keinen Schlag bei den Damen hast. Die riechen Deinen Job nämlich zehn Meilen gegen den Wind und wollen nichts mit solch einer armen Wurst zu tun haben.

Während Du am Alex herumstehst, stinkend, schwitzend, schmerzend, denkst Du darüber nach, was Du mit Deinem Schichtlohn von 50 Euro nachher wohl Schönes machen könntest. Dann fallen Dir die ganzen Rechnungen ein und die Antwort gleich dazu: Nichts. Ende des Monats wirst Du Dich wieder von übrig gebliebenen, pechschwarzen Krakauer Käsekrachern ernähren müssen, weil das Geld vorne und hinten nicht reicht.

Du siehst die Passanten, sie grinsen, mitleidig. Du bist die ärmste Wurst in Mitte, und alle wissen es, alle sehen es. Ein Blitz. Das war jetzt der zehnte oder zwanzigste Tourist, der Dich heute fotografiert hat.

Jetzt geht’s besser, oder? Wer nun immer noch über seinen klimatisierten Bürojob mault, dem gebricht es an Demut und Dankbarkeit.

Facebook will schon wieder mehr Daten

Mai 25th, 2010

Tom

Heute bestand Facebook sehr hartnäckig darauf, mein Profil mit neuen “Gemeinschaftsseiten” zu Arbeitgeber, Wohnort und Ausbildungsstätte (SPIEGEL ONLINE, Hamburg, Uni-Duisburg-Essen) zu verknüpfen.

“Dein Profil besteht jetzt aus Kategorien und ist direkt mit offiziellen sowie Gemeinschaftsseiten über deine Interessen verlinkt. Jetzt kannst du dich in deinem Profil besser ausdrücken und deine Freunde können mehr über dich erfahren, indem sie einfach auf deine Interessen klicken.”

Da geht natürlich gleich wieder die Alarmglocke an – was genau bedeutet das? Laut Facebook werden die verlinkten Informationen irgendwie öffentlich angezeigt, wobei die Formulierung etwas schwammig ist:

“Duch (sic!) das Verlinken deines Profils mit Seiten werden diese Verbindungen öffentlich gemacht.”

Das Prompt-Popup, das mir Facebook dazu vorsetzt, lässt sich nicht wegklicken. Ich muss entweder zustimmen oder die Häkchen wegmachen und abspeichern. Dann erhalte ich allerdings folgende bedrohliche Nachricht:

“Wenn du dein Profil mit keinen Seiten verlinkst, bleiben diese Abschnitte in deinem Profil leer.”

Man kann den Browser schließen, der Prompt verschwindet dann. Langfristig kommt man an der Verlinkung mit Gemeinschaftsseiten aber offenbar nicht vorbei: Wenn ich in meinem Profil (zum Beispiel nach einem Umzug) den Wohnort ändern will, dann muss ich in Zukunft anscheinend einer Verknüfpung zur entsprechenden Gemeinschaftsseite zustimmen – Ausnahmen sind offenbar nicht vorgesehen.

Die Sache mit den Gemeinschaftsseiten habe ich noch nicht völlig überrisssen – es scheint aber so zu sein, dass dort eine automatisierte Suche einläuft, die aus dem Facebook-Gesamtstream passende Posts von Mitgliedern herausfischt und diese für alle Nutzer sichtbar publiziert.

Das heißt wohl im Klartext: Wer z.B. bei Siemens arbeitet und mit der Siemens-Gemeinschaftsseite verknüpft ist, der erscheint dort mit Posts, in denen er sich über Siemens auslässt oder in denen er zu Siemens verlinkt. Alle Facebook-Mitglieder können das dann sehen, nicht nur die eigenen Freunde.

Update (26/05/10): Offenbar sind die Einträge nur dann sichtbar, wenn man seine Pinnwand auf “öffentlich gestellt hat (siehe Kommentare).

Ja, man hat dem irgendwie zugestimmt. Nein, das wird den meisten Menschen nicht klar sein.

Das ist mal wieder typisch Facebook: Unverständlicher Prompt, den man nicht wegklicken kann und der zur umfassenden Freigabe von Infos führt, die man eigentlich nicht mit allen teilen will – ohne wirkliche Alternativen, ohne Erklärung, verbunden mit einer ominösen Löschungsandrohung.

The (crooked) Dream Merchant of Detroit

April 22nd, 2009

Tom

Aus gegebenem Anlass ein Musiktipp: “Stainless Style” von Neon Neon. Das Konzeptalbum befasst sich ausschließlich mit dem Leben von John DeLorean:

Neon Neon – I Told Her On Alderaan

Ach ja, und noch mehr Fotos zu meinem Besuch bei Delorean-Händler Ed Uding in Hem gibt es hier:

How to wrack ab

April 2nd, 2009

Tom

Sehr anschaulicher Film zur Abwrackprämie:

Das bestgehütete Geheimnis von SPIEGEL ONLINE

Februar 4th, 2009

Tom

Und jetzt die Eigenwerbung: Wenn ich Kollegen oder Bekannte nach der Seite 2 von SPON frage, dann gucken die mich immer an wie ein Auto mit Abblendlicht. “Die was?” Dabei ist die Zwo äußerst lesenswert, denn sie versammelt die schönsten Reportagen, Analysen und Kommentare des Tages auf einer magazinigen Überssichtsseite. Außerdem gibt es einen Kalender,sodass man alte Seiten-Zwos durchblättern kann. Super,oder? Einfach mal reinschauen.

Zehn goldene Regeln für webzwonullige Jackpotgewinner

Januar 30th, 2009

Tom

Die Dresdner Bank schickt mir mitunter Anlagetipps. Offenbar sind den Frankfurtern jetzt aber die Lehman-Zertifikate augegangen, und deshalb versenden sie Lottotips: “Zehn goldene Regeln für Jackpotknacker”. Die sind zwar im Wesentlichen korrekt (“Ruhe bewahren, Stillschweigen, Geld kurzfristig und sicher anlegen”), aber soo old school. They just don’t get it. Hey, Ponto-Platz,wir haben 2008!

Deshalb hier die “Zehn goldene Regeln für Social Media affine Jackpotgewinner”

1. Total ausflippen und “Who da man? Me da man!” schreien und johlend durchs Großraumbüro hüpfen
2. Tweet mit dem Inhalt “Ich kack ab, bin seit eben Multimillionär” absetzen
3. Ersten Blogpost schreiben: “Warum ich meinen Scheißagenturjob drangebe”
4. Xing-Eintrag ändern: Als Job “Stinkreich und verdammt unabhängig” eintragen.
5. Mit Photoshop einige Dagobert-Duck-Zeichnungen verfremden, überall eigenes Gesicht einbauen.
6. Dagobert-Bilder flickern
7. Zweiten Blogpost schreiben: “Was ich mit meinen 35 Millionen Ocken mache”
8. Die inzwischen aufgelaufenen zweihundert Hate-, Gratulations- sowie Bettelmails,-tweets, -simse und-IMs abarbeiten.
9. Neuen BMW Z4 M konfigurieren & und in den USA bestellen, First Class Ticket nach NYC buchen, Taxi rufen
10. Auf der Fahr zum Flughafen SMS an Chef schicken “Ich komm nich mehr!”

Und dann besser gleich drüben bleiben.

Vorsicht, Journalistenfalle: Wie man mit Xing den Informantenschutz untergräbt

Januar 22nd, 2008

Tom

Viele Journalisten haben, wie der Rest der Menschheit auch, einen Eintrag be Netzwerkportal Xing. Der ist für die Selbstdarstellung ganz praktisch und kann zudem bei investigativen Recherchen eine Hilfe sein. So könnte man, um ein Beispiel zu nennen, von der Kündigung bedrohte Mitarbeiter eine Handyherstellers über Xing finden und sie direkt ansprechen. Für eine Insider-Reportage.

Oder, um ein reales Beispiel aus meiner eigenen Arbeitspraxis zu nennen: In einem HRG-Eintrag fand ich einen Eintrag über die Gründung eines mysteriösen Startups, bei dem es sich offenbar um die Tochtergesellschaft eines Dax-Konzerns handelte. Letzterer mauerte und wollte keinen Kontakt vermitteln. Eine Webseite hatte das Startup nicht. Aber im Handelsregister war der Geschäftsführer namentlich vermerkt, er war bei Xing gespeichert und durchaus gesprächsbereit.

Kleiner Haken an der Sache: Wer seine Xing-Einstellungen nicht genau kontrolliert, gibt unfreiwillig Informationen preis, die man als Journalist lieber für sich behalten sollte. Es ist z.B. ganz erstaunlich, wie viele Kollegen ihr Kontakte-Netzwerk bei Xing für jeden Interessierten zugänglich machen. Da kann dann Pressesprecher X nachgucken, mit wem der Herr Redakteur verkehrt.

Selbst wer das ist den Einstellungen abklemmt (“Kontaktliste ist sichtbar für: Niemand”), hat möglicherweise weiterhin ein Leck. Auf der persönlichen Startseite von Xing gibt es nämlich eine Rubrik namens ” Neues aus meinem Netzwerk”. Dort wird nachgehalten, wen man wann als Kontakt hinzugefügt hat. Wer also zum Beispiel einen Pressesprecher in seinem Netz hat, muss davon ausgehen, dass dieser Benachrichtigungen bekommt, wenn der Herr Redakteur neue Kontakte hinzufügt.

Kann man auch abstellen. Aber in der Standardeinstellung leckt es.

Kann ich meine Seite irgendwo registrieren?

November 16th, 2006

Tom

Na klar. Größere Firmen und Technikfreaks haben natürlich die Möglichkeit, sich einen Seitenoptimierer (SEO) zu leisten, der Tipps für optimale Verlinkung, Verschlagwortung und andere Sachen gibt, damit die eigene Seite möglichst weit oben in den Trefferlisten von Google und Co. auftaucht.

Kleinunternehmer, Normalsterblich udn Geizkrägen können ihre Seite stattdessen in Verzeichnisse und bei Suchmaschinen eintragen. Das ist freilich recht mühsam – wird aber jetzt einfacher. Die drei Dickschicffe Google, Yahoo und MSN haben sich darauf geeinigt, allesamt den gleichen Webindex-Standard zu verwenden. Genauer gesagt sind Yahoo und Microsoft auf Googles Sitemap-Protokoll umgeschwenkt.

Wer seine Seite dort anmeldet, kann nicht automatisch auf eine tolle Platzierung hoffen. Er hebt aber – im übetragenen Sinne – die Hand und ruft: “Hallo Kalifornien, ich hab auch so ne Webseite! Crawl mich, crawl mich!” Dazu muss man einen XML-Code-Fitzel auf seiner Seite einbauen. Könnte noch komfortabler sein, aber immerhin.

Wer einen RSS-Feed auf seiner Seite hat (vor allem Blogs und Nachrichtenseiten) kann sich zusätzlich bei Pingoat anmelden. Dadurch kommt man in alle möglichen RSS-Sammeldienste rein, kann die Zahl der Verlinkungen (und den Traffic) ebenfalls erhöhen.

  • RSS
  • Newsletter
  • Twitter
  • Google+
  • Facebook
  • LinkedIn
  • Flickr
  • Goodreads
  • Tumblr