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Posts from the ‘Twitter’ Category

140 Sekunden – Der Hamburg-Abschiedsbrief

Juni 29th, 2011

Tom

Zwischenstand: Virale Buchwerbung via Social Media

Mai 1st, 2011

Tom

Word of mouth

Vor einigen Wochen habe ich zum Verkaufsstart meines Krimis “Teufelsfrucht” ein kleines Social Media-Gewinnspiel losgetreten (siehe auch diesen Artikel im Buchreport). Denn obwohl Bücher immer noch vornehmlich in Buchläden verkauft werden glaube ich als Webjunkie, dass bei der Vermarktung von Literatur übers Internet noch viel mehr geht.

Nun wollte ich Interessierten ein kleines Update geben, wie sich das Ganze entwickelt. Zunächst ein paar Worte zur Funktionsweise des Gewinnspiels, dass ich mittels des (großartigen) Webtools Launchrock erstellt habe:

Jeder, der sich unter teufelsfrucht.eu anmeldet, erhält via Email einen unique link, den er im Web teilen kann. Der Text der Mail:

Danke fürs Mitmachen!

Bitte teilen Sie Ihren Link via Twitter, Facebook oder Email mit Bekannten – das erhöht Ihre Chance auf ein vom Autor signiertes Freiexemplar: http://teufelsfrucht.eu/xm7lw).

Wenn Sie Ihre Email erneut eingeben, können Sie sehen, wie viele Ihrer Freunde sich bereits angemeldet haben.

Viel Glück! Ihr Tom Hillenbrand

Die Analyse-Software von Launchrock wertet für mich aus, wer die meisten Leute auf mein Buch aufmerksam gemacht hat. Wie genau geht das? Launchrock zählt die Menschen, die über einen bestimmten unique link (z.B. teufelsfrucht.eu/23erds4) auf die Seite gekommen sind und sich angemeldet haben.

Die fünf Top-Sharer bekommen von mir dann signiertes Buch zugeschickt.

Getrommelt habe ich für diese Aktion über meinen Twitter-Account und meine Autorenpage bei Facebook; auch auf der Facebook-Seite meines Verlags Kiepenheuer & Witsch wurde das Gewinnspiel beworben.

Bis zum 1. Mai 2011 hatten 3435 Personen teufelsfrucht.eu aufgerufen; gut 10 Prozent (356 Personen) haben sich für das Gewinnspiel angemeldet und ihre Email-Adresse hinterlegt. Launchrock erlaubt es mir, die Mailadressen der angemeldeten User zu sehen; ferner das Datum, die generierten Clicks und die Anzahl der Menschen, die über einen bestimmten dazugekommen sind.

Die überwiegende Zahl der User (258) hat demnach niemand neues in das Spiel hereingezogen. Das heißt entweder, dass diese User das Prinzip nicht verstanden haben (unwahrscheinlich) oder aber dass keiner ihrer Freunde/Follower den unique link geklickt hat.

Auf der anderen Seite gibt es ein paar Megabotschafter. Über den Topsharer sind 56 Leute auf das Buch aufmerksam gemacht worden, 22 von ihnen haben sich angemeldet. Die Top-10-Sharer haben 70 Menschen reingeholt und sind für 191 PIs verantwortlich.

Ich habe zudem Google Analytics über die Seite laufen lassen (allerdings wegen technischer Probleme nicht vom ersten Tag an, sodass die Zahlen nicht ganz perfekt sind). Das Interessanteste sind die Zugriffsquellen:

Twitter spielte offenbar als Verbreitungsquelle kaum keine Rolle – die Leute kommen über Facebook (25%) oder über den direkten Link (55%), was darauf hindeutet, dass viele das Gewinnspiel über die gute alte Email geteilt haben. Easywin ist übrigens eine Gewinnspielplattform (die ich nicht angeschrieben hatte).

Ist das jetzt ein Erfolg? Angesichts des minimalen Aufwands von ca. 3 Stunden, um die kostenlose Launchrock-Seite einzurichten, zumindest ein kleiner, finde ich. Das Experiment zeigt zudem, dass Buchleser nicht “irgendwie offline” sind, wie es manche Leute in der Verlagsbranche immer noch zu glauben scheinen.

Man muss sich mal,überlegen, wie so eine Aktion liefe wenn man:

  • Ein bisschen Anschubwerbung im Netz schaltet
  • Es sich um einen bekannten Bestsellerautor handelt
  • Man einen fetteren Preis als nur ein signiertes Buch auslobt.
  • Ich werde die Launchrock-Aktion noch bis zum 15.5. laufen lassen, dann wird das Gewinnspiel geschlossen.

    In eigener Sache: Experiment zu viraler Buchvermarktung im Web 2.0

    März 29th, 2011

    Tom

    Trotz E-Book und Amazon werden Bücher auch heutzutage vornehmlich im Buchladen verkauft – als Social-Media-Junkie glaube ich aber, dass die Vermarktung von Literatur hierzulande noch allzu traditionell läuft.

    Deshalb versuche ich für meinen demnächst bei Kiepenheuer & Wirtsch erscheinenden Roman etwas Neues: Ich verschenke signierte Exemplare meines Buches. Und zwar an jene “Botschafter”, die meinen Krimi “Teufelsfrucht” via Social Media am tatkräftigsten bewerben.

    Das funktioniert folgendermaßen: Jeder, der sich unter teufelsfrucht.eu anmeldet, erhält einen individuellen Link, den er im Web teilen kann. Eine Software von Launchrock wertet für mich aus, wer die meisten Leute auf mein Buch aufmerksam macht (i.e. Launchrock zählt die Menschen, die sich über einen bestimmten unique link angemeldet haben).

    Die Top-Sharer bekommen dann ein von mir signiertes Exemplar von “Teufelsfrucht: Ein kulinarischer Krimi” zugeschickt.

    Mit der Aktion will ich zum einen Werbung für mein Buch machen; zum anderen interessiert mich, ob überhaupt genügend Krimileser auf Social-Media-Plattformen aktiv sind, um die Aktion zu einem Erfolg zu machen. Daten & Ergebnisse des Experiments werde ich nach dem Ende der Aktion auf meiner Webseite präsentieren.

    Über Feedback freue ich mich!

    Die kleine Dotcom-Bubble-Checkliste

    Februar 21st, 2011

    Tom

    PaidContent hat einen hübschen kleinen Artikel darüber, wie man einen Dotcom-Blase erkennt. Nun,
    da Twitter ohne EBIT angeblich 10 Mrd.USD wert ist, lohnt es sich, das mal anzuschauen:

    »

    1. The arrival of a “New Thing” that cannot be valued in the old way. Dumb-money companies start paying over the odds for New Thing acquisitions.

    » 2. Smart people identify the start of a bubble; New Thing apostles make ever more glowing claims.

    » 3. Startups with founders deemed to have “pedigree” (for example, former employees of New Thing companies) get funded at eye-watering valuations for next to no reason.

    » 4. There is a flurry of new investment funds catering for startups.

    » 5. Companies start getting funded “off the slide deck” (that is, purely on the basis of their PowerPoint presentations) without actually having a product.

    » 6. MBAs leave banks to start up firms.

    » 7. The “big flotation” happens.

    » 8. Banks make a market in the New Thing, investing pension money.

    » 9. Taxi drivers start giving you advice on what stock to buy.

    » 10. A New Thing darling buys an old-world company for stupid money. The end is nigh.

    Wie man seine eigene Shorturl bastelt

    August 26th, 2010

    Tom

    /freebox smily#─────██████████════█

    Es gibt so Dinge, die braucht eigentlich kein Mensch. Ein iPad. Beheizte Autositze. Hemden mit eingestickten Initialien.

    Oder eine eigene Shorturl.

    Bei Bit.ly, Arm.in und vielen anderen Diensten kann man lange Internetadresse in kurze verwandeln (lassen). Eine eigene Shorturl braucht deshalb keiner, schon gar kein Betreiber eines Winzblogs wie ich. Eigentlich.

    Trotzdem habe ich mir eine geschnappt. Erstens, weil es irgendwie Geekchic ist. Zweitens, weil ich wissen wollte, wie das technisch funktioniert.

    Okay, es gibt natürlich auch sachliche Gründe. Jede Bit.ly-URL ist meines Erachtens eine verpasste Branding Opportunity. Außerdem kann ich mit meiner eigenen Shorturl analysieren, wieviel Traffic durch welche Tweets durchgegangen ist. Das gibt mir Aufschluss darüber, was meine Follower interessiert.

    Wie geht das? Es ist ziemlich einfach, dauert nicht lange und kostet fast nix. Wer auch eine personalisierte Shorturl möchte, für den folgt hier eine kleine Anleitung.

    1. Shorturl-Domain reservieren. Meistens nimmt man eine Internetadresse, die an den eigenen Seitennamen erinnert. Beispiele sind nyti.ms, pep.si, oder yhoo.it. Wer Inspirationen sucht, geht am Besten zu Domainr und gibt seinen Markennamen ein. Domainr ermittelt dann Kombinationen – z.B. Nfbue.ro. Sehr hilfreich, weil kein Mensch die ganzen Domainendungen auf dem Schirm hat.

    Wichtig: Umlautdomains sind zwar oft noch zu haben, aber machen ständig Ärger – so werden sie z.B. bei Tweetdeck oder Seesmic nicht als Hyperlinks eingefügt. Klickt folglich keiner. Meine erste Wahl (fubü.net) musste ich deshalb durch eine andere Shorturl (nfbr.de) austauschen.

    2. Bit.ly-Pro-Account einrichten. Die Proversion ist Beta, man braucht eine Einladung, das dauert ein paar Stunden. Ist aber umsonst. Es gibt auch eine Premiumversion, die kostet aber 1000 Dollar im Jahr und ist nur für Dickschiffe zu empfehlen.

    3. Shorturl mit Bitly verlinken. Hierzu muss man das A-Record ändern oder, wenn man für die Shorturls eine Subdomain verwendet (z.B. l.faz.de), das C-Name-Record. Das wird bei Bit.ly gut erklärt und ist, z.B. über das Controlpanel von 1&1, eine Sache von einer Minute.

    4. Hauptdomain mit Bit.ly verlinken. Dazu muss ein kleiner HTML-Fitzel auf der Webseite eingefügt werden.

    5. Kaffee holen. Verifikation läuft. Bit.ly pingt die Seiten, dauert ca. 10 Minuten.

    6. Einrichtung eines URL-Shorteners. Es gibt Bit.ly-Widgets, z.B. für Firefox. Damit kann man jede URL kürzen und das Ergebnis direkt twittern oder facebooken. Das Widget verwendet automatisch die eigene Shorturl.

    7. Einrichtung auf der Webseite. Bei Blogsoftware (z.B. WordPress) ist das relativ simpel. Man braucht ein Plugin, z.B. Twitter Tools und Twitter Tools: bit.ly Links sowie den API-Schlüssel von Bit.ly (zu finden in den Settings). Dann kann man es so einrichten, dass z.B. bei jedem neuen Post ein Tweet mit der Shorturl rausgeschossen wird.

    Das wars schon. Also, ich finds cooler als Initialen aufm Hemd.

    Urheberrechte im Web: Der Fall Twitpic

    Juni 30th, 2010

    Tom

    Viele von uns knipsen mit ihrem Handy unterwegs Sachen und twittern diese dann mit Hilfe von Twitpic, einer auf den Microbloggingdienst zugeschnittenen Fotoplattform. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was mit den Bildern im weiteren passiert. Im Web geht immer wieder das Gerücht um, wer Bilder bei Twitpic hochlade, der trete alle Rechte an seinen Aufnahmen ab.

    Das ist Quatsch; Twitpics AGB erscheinen vielmehr äußerst fair, soweit ich das als juristischer Laie beurteilen kann. Dort heißt es:

    By uploading your photos to Twitpic you give Twitpic permission to use or distribute your photos on Twitpic.com or affiliated sites. All images uploaded are copyright © their respective owners. For clarity, you retain all of your ownership rights in your Content.

    Klingt sauber. Aber seit heute weiß ich, dass diese Regelung nicht so weitgehend ist, wie man als Nutzer vielleicht vermutet.

    Der Blogdienst Posterous hat am Mittwoch eine Importaktion für Twitpic-Bilder gestartet. Das USP von Posterous ist es, eine sehr einfach handhabbare Blogplattform bereit zu stellen, die den dort geposteten Content automatisch an Twitter. Facebook, Flickr etc. weiterzuverteilt.

    Posterous’ neuer, aggressiver Marketingdreh besteht darin, Importtools für Seiten wie Ning oder Twitpic anzubieten. Das ganze ist Teil einer großangelegten “Switch to Posterous”-Kampagne. Den Switchern verspricht das Unternehmen, alle relevanten Bilder, Texte oder Videos aus ihrem jeweiligen digitalen Altbestand (geplant sind 15 Dienste) zu migrieren.

    Da ich ohnehin seit längerem ein Posterous-Blog unterhalte, habe ich versucht, meine derzeit knapp 50 Twitpic-Bilder zu importieren. Sollte kein Problem sein, dachte ich. Sind ja meine Bilder.

    Das geht jedoch nicht mehr, denn Twitpic hat den Anwalt von der Leine gelassen und es Posterous untersagt, über die (offene?) API Bilder abzusaugen.

    Jetzt könnte ich die Fotos, die sich irgendwo auf meinem Mac befinden, natürlich auch einzeln migrieren, was freilich mühsam ist. Ich würde aber lieber ungehindert meine Eigentumsrechte ausüben, die Twitpic ja bisher nicht bestritten hatte (“you retain all of your ownership rights”).

    Posterous fertigt ja nur digitale Kopien an und löscht die Bilddateien, die ich Twitpic zur Verfügung gestellt habe, nicht. Zudem ist Posterous ja von mir mandatiert.

    Schon klar, dass Twitpic Angst hat, dass ihnen die User weglaufen. Ist aber ja wohl nicht mein Problem. Ich habe deshalb um Stellungnahme gebeten:

    Hey @TwitPic, why won’t you let me move my photos wherever I want? Seems to me this contradicts IP rights & your fine print, too!

    Der Fall ist interessant, weil er ein grundsätzliches Dilemma aufzeigt: Jeder dieser Dienste, ob Facebook, Twitpic oder Posterous, hat ein großes Interesse daran, wie ein Schwamm usergenerierten Content aufzusaugen, es dem Nutzer dann aber möglichst schwer (am besten unmöglich) zu machen, diesen wieder zu exportieren. Ich bin gespannt, wie der Fall ausgeht.

    Das Ganze ist ein bisschen so, wie wenn ein Self-Storage-Anbieter mir offerierte, meine Bücher und mein Kellergerümpel abzuholen und umsonst feinsäuberlich einzulagern. Und mir später, wenn ich meinen Krempel wieder abholen will, verbietet, mit der Sackkarre in seine Lagerhalle zu fahren oder gar fremde Möbelpacker zu beauftragen.

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