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Posts from the ‘Greentech’ Category

Brüsseler Weichspülgang

Dezember 2nd, 2008

Tom

Die Autoindustrie wollte ihre CO2-Emissionen freiwillig auf 140 g/km senken, hat diese Zusage jedoch total versemmelt konnte sie wegen unüberwindbarer technologischer Hürden leider nicht einhalten.

Deshalb wollte Umweltkommissar Dimas den ganz harten Regulierungshammer rausholen und 120g bis 2012 festschreiben, ohne Ausnahmen. Das ist auch dem EU-Parlament ein Herzenswusch, ebenso wie den Autonationen Deutschland, Frankreich und Italien.

Aber bitte erst ab 2015. Und die CO2-Reduktion durch Klimaanlagen oder Leichtlaufreifen bekommen die Autohersteller gesondert angerechnet. Die sind im ECE-Verbrauch aber schon inkludiert? Egal. Dann zählen sie eben jetzt doppelt. Strafzahlungen gibt es auch, aber in maximaler Höhe erst 2019.

Der CO2-Grenzwert liegt jetzt über dem, was die Autolobby freiwillig angeboten hatte. Und außerdem gibt es eine Revisionsklausel, falls das dann alles doch zu hart wird.

Wenn ich richtig gerechnet habe, planen die USA inzwischen eine CO2-Reduktion, die der Europas prozentual in nichts nachsteht (bis 2020). Ja genau, die Amis.

Nachrichtliches zum Brüsseler CO2-Debakel hat Bloomberg. Mein ausführlicher Kommentar bei SPIEGEL ONLINE steht hier.

Gib mal richtig .. äh .. Watt?

November 27th, 2008

Tom

Diese Dinger wird es auch im Elektroauto noch geben – aber heißen sie dann auch noch Gaspedale? Und was ist mit Pleuelstangen, Nockenwellen, Leerlauf oder Zündkerzen?

Das komplexeste technisch-mechanische System der Neuzeit mit seinen Hunderten von Fachbegriffen kommt vielleicht demnächst ins Museum.

Dann kann man streng genommen auch keine Kolumne mehr schreiben,die “Abgewürgt” heißt. Ich machs trotzdem …

Stephen Colbert interviewt Bob Lutz

September 19th, 2008

Tom

Der US-Kabarettist stellt die wichtigen Fragen zum Chevy Volt: “Ist das Ladekabel 60 km lang?”, “Bekomme ich mit diesem Auto Frauen ins Bett?”

Wer hat noch kein Elektroauto?

Juli 10th, 2008

Tom

BMW hat heute angekündigt eine Elektroversion seines Kleinwagens Mini zu testen. In den kommenden Monaten werde BMW im Mini-Werk im englischen Oxford mehrere hundert Fahrzeuge bauen, die anschließend in München mit elektrischen Antrieben ausgerüstet
werden, erklärte das Unternehmen.

Täglich grüßt der Stromer – bei BMW, Mercedes, Renault-Nissan oder GM. Interessanter wird allmählich die Frage, wer kein reines Elektroauto in der Pipeline hat. Viele sind es nicht. Unter den Top-Ten-Herstellern haben sich inzwischen nach meiner Rechnung alle irgendwie committed, außer: Chrysler und Ford (die aber zumindest einen klassischen Hybrid im Programm haben). Alle anderen wollen vollelektrisch oder mit PHEVs antreten. Ist das jetzt Strategie oder Versäumnis?

Electric Avenue

Juni 20th, 2008

Tom

Keiner will der letzte sein: Es gibt inzwischen kaum noch einen namhaften Autohersteller, der nicht auf die Elektroautonummer einsteigt. Fast noch bemerkenswerter ist, wie sich die Zulieferer (Conti, Bosch etc.) auf das Thema schmeißen. Die ganze Branche ist in Bewegung, ganz interessant ist aber auch die Gegenthese. Möglich wäre ja, dass der Ölpreis mittelfristig wieder auf 60 oder 70 Dollar oder sogar weniger durchrutscht. Vielleicht setzt sich an den Märkten irgendwann ja die Wahrnehmung durch, dass demnächst niemand mehr Benzin braucht. Und dann rutscht der Barrelpreis ins Bodenlose. Und dann entfiele die Grundlage für den E-Auto-Boom. Gute Frage, was dann passiert. Und ob dann die ganzen schönen Projekte dann wieder eingemottet werden.

Bildquelle: Wikipedia

Batterieprobleme? Welche Batterieprobleme?

Mai 16th, 2008

Tom

Als größtes Problem gelten bei Elektrofahrzeugen von jeher die Akkus. Sie sind erstens schnell ausgelutscht und die Lithium-Ion-Variante fängt zweitens mitunter Feuer. Bei GM klingt das jetzt ganz anders. Angeblich hat sich die angepeilte Reichweite von gut 60 Kilometern für den Volt in Tests als völlig locker erreichbar herausgestellt. Der verantwortliche Manager Bob Lutz behauptet gar: “Ich würde sagen, die Batterien sind unser geringstes Problem.” Not bad, dann kann es ja bald losgehen …

Silicon Kibbuz

Mai 8th, 2008

Tom

Israel wird sechzig! Was hat diese Nachricht in einem Techblog verloren? Eine ganze Menge. Schließlich schickt sich das Land gerade an, die Autobranche zu revolutionieren und ist auch sonst ein ziemlicher Tech-Hub. Eine kleine Auswahl hat Reuters zusammengestellt:

Teva Pharmaceutical Industries,
Israel’s biggest company with a $39 billion market value, makes
lower-cost generic drugs. It has said it expects to double its
revenue to $20 billion by 2012. Its drug Copaxone is the U.S.
leader for treating multiple sclerosis.

Israel Chemicals is the second-largest company
traded in Tel Aviv with a market value of $24 billion. Its
share price has more than doubled in the past year on soaring
demand for its potash and phosphate fertilisers, extracted from
the Dead Sea and Israel’s southern desert.

MA Industries is the world’s biggest maker of
generic crop protection products. Like ICL, it is benefiting
from the global rise in food prices that has sent farmers
scrambling to increase their output. Its controlling
shareholder, Koor Industries, recently said it is in talks to
sell up to half of its nearly 40 percent stake.

Altair Semiconductor develops microprocessors and
accompanying software for the wireless broadband market,
including the technology known as mobile WiMax, which is
expected to take off in 2009.

Discretix develops embedded security technology for
mobile phones and portable devices and is now entering a new
market — mobile television. It recently announced a joint
mobile TV security product with France Telecom subsidiary
Viaccess. Discretix, whose customers include leading
semiconductor companies and device manufacturers, plans to go
public on Nasdaq in the second half of 2009.

Happy birthday!

New York Auto Show 2008

März 21st, 2008

Tom

GE-Chef setzt auf Greentech, flieht aus Amerika

März 13th, 2008

Tom

Jeffrey Immelt hat seinen bezinsüchtigen Landsleuten bei der ECO:nomics-Konferenz des WSJ kräftig die Leviten gelesen und ein paar schöne Kanonaden in Richtung Ölindustrie und Kongress abgefeuert. Eine Auswahl:

“For some reason we decide that energy is the one industry
in the world where the only policy should be the price of a
barrel of oil.”

“If the U.S. isn’t buying my wind turbines, there are going
to be 8,000 megawatts (MW) installed in Turkey,” he said. “I’ll
go there.”

“For some strange, odd, incredibly insane, terrible
horrible reason, I’m going to sell $10 bln of wind turbines in
2010.”

“Coal gasificiation and nuclear are like going to the
Superbowl, with all these people watching, and the teams never
leave the locker room.”

Quelle: Reuters

Der rasende Norweger

März 10th, 2008

Tom

Naja, 100 km/h Spitze. Dafür ist das Wägelchen, dass ich in Genf kürzlich kurz ausprobieren konnte, voll elektrisch. Und es ist für mich eigentlich unfassbar, dass auch dieses EV von einem kleinen Startup stammt, ebenso wie der Tesla Roadster, der Lightning GT und die meisten anderen E-Autos. Die Dickschiffe der Branche haben noch nichts in petto. Lediglich Daimler hat eine kleine Flotte von Elektrosmarts auf der Straße.

Alles über den “Fjord” aus Norwegen bei SPIEGEL ONLINE.

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