Im Elektroauto kann man nicht mehr Gas geben und im Leerlauf an der Ampel stehen geht auch nicht. Ein Leser schickte mir jetzt diese schöne Aufstellung von Teilen, Flüssigkeitennund Wartungen, die ebenfalls passé wären:
Folgende Teile fallen übrigens in der Anschaffung und Wartung bei Elektrofahrzeugen weg:
Vergangene Woche bin ich in Holland einen zum Plug-in Hybrid umgebauten Toyota Prius gefahren - dass solch ein Auto machbar ist, während GM und andere immer noch an ähnlichen Pkw im Teststadium herumfrickelen, sagt viel über die Innovationskraft der Autoindustrie aus. Mehr dazu in meiner Kolumne bei Spon. Fotos zum Prius PHEV gibt es hier.
Jeff Jarvis seems to think that every company, organization, manager and spaniel on the planet should think more like Google - not least of all those ailing car companies. He has a point.
But back in 1997, someone published a humorous list called “If Microsoft built cars”. So if Google built cars, what would they be like?
Here are some ideas:
1. The dashboard would be all white, without any odometer, speedometer or other controls.
2. All your road trip data, as well as your fuel consumption information would be collected in a Google database.
3. The commercials on your car radio would be targeted to you.
4. You could ask your car to take you to the next grocer or to the next store that sells orange flare bell bottoms in 33.
5. After entering your destination in the navigation computer, you could just cross your arms and say “I’m feeling lucky”.
6. One day at around 0930 AM GMT all Google cars in the word would suddenly stop working for a couple of hours.
Interessant ist auch, dass es zum CO2-Ausstoß von IT-Firmen zudem kaum nachvollziehbare, aggregierte Zahlen gibt - anders als etwa zur Autoindustrie. Und wenn einen sogar die Pkw-Herstwller ökologisch überholen, dann muss man sich vielleicht mal ernsthafte Gedanken machen.
Bob Lutz, Vizechef und oberster Produktguru von General Motors, will Ende des Jahres in den Ruhestand gehen. Lutz
war lange Zeit GM-Europachef und maßgeblich an der Überarbeitung von Modellen und der Entwicklung neuer Fahrzeuge wie dem
Elektroauto Chevrolet Volt beteiligt, auf den der Autobauer große Hoffnung setzt.
Schade, denn unter all den farblosen Automanagern war Lutz ein Lichtblick - der 76-jährige Ex-Marine fliegt in seiner Freizeit Kampfjets und hat einen sehr hohen Unterhaltungswert. Der Mann mit dem Eisenhobel-Timbre war immer für ein bissiges Zitat gut. Über den Volt sagte Lutz Anfang 2008: “Das hehre Ziel ist, Emissionen zu vermeiden .. das weniger hehre Ziel lautet, Toyota eins in die Fresse zu geben.” Das ist doch mal Tacheles.
Wer geglaubt hat, dass in Zukunft alle vernünftig und maßvoll fahren, nur weil sie elektrisch unterwegs sind, der hat sich natürlich geschnitten. Das Wettrennen um mehr PS und km/h geht auch mit Akkus im Heck unvermindert weiter. Nach dem bereits recht flotten Tesla Roadster und dem Fisker Karma hat Mustangaufmotzer Shelby jetzt den Ultimate Aero AV angekündigt. Der schafft angeblich 335 km/h. Irrwitzig. Wie lange bei dieser Geschwindigkeit die Batterie wohl hält? Vemutlich fünf Minuten.
Erinnert sich noch jemand an den Film “Who killed the electric car?” Der behauptete, eine Allianz aus Ölmultis und Lobbyisten habe GMs Elektroauto EV1 gekillt. Inzwischen sieht es ja eher so aus,als ob alle E-Autos supi finden: Politiker, Autofirmen, Stomversorger, Pressefuzzis. Alle sind ganz sicher, dass die Elekteomobilität kommt.
Das sollte einen misstrauisch machen.
So allmählich muss man sich meines Erachtens mit der Gegenthese beschäftigen. Möglicherweise wird das auch diesmal alles nichts.
Beweisstück 1: Der fallende Ölpreis. Er liegt jetzt unter 40 Dollar, und es ist durchaus denkbar, dass er unter 20 rutscht, wenn die Rezession anhält. Selbst wenn das nur eine kurzfrisitige Delle sein mag - möglicherweise hat Barack Obama recht mit seiner Befürchtung: “Dann fallen die Preise - und als ob nichts gewesen wäre, betanken wir wieder unsere SUV.”
Beweisstück 2: Die EU hat gerade eine ziemlich laue CO2-Regelung verabschiedet, die die Autohersteller wohl auch mit herkömmlicher Technologie erfüllen können. Da senkt den Innovationsdruck erheblich.
Beweistück 3: Fast alle Autofirmen haben E-autos angekündigt, viele schon für 2010. Aber jetzt haben fast alle Liquiditätsprobleme - da wird der eine oder andere sicherlich zurückrudern. Wahrscheinlich mit Verweis auf die Finanzkrise, die man ja nicht habe ahnen können.
Beweistück 4: Noch ärger ist es bei den Zulieferern, die gerade reihenweise Pleite gehen. Nur wenige Autohersteller bauen eigene Akkus und elektrische Powertrains - die meisten haben darauf gesetzt, dass sie die Elektroauto-Innereien von ihren Zulieferern bekommen. Auch hier sind Zweifel angebracht, ob all die angekündigten Komponenten pünktlich da sind. Einen kompletten powertrain zu entwickeln kostet millionen, und bringt mehrere Jahre lang wenig ein.
Update 1: GM hat übrigens gerade die Eröffnung einer Motorenfabrik in Flint verschoben. Dort sollte der Range-Extender-Motor des Chevy Volt gebaut werden. Wann die Arbeiten an der Fabrik wieder aufgenommen werden, will das Unternehmen derzeit nicht sagen.
Update 2: Conti hat angeblich Probleme, das Geld für die Entwicklung neuer E-Auto-Batterien zusammenzubringen, schreibt der Tagesspiegel”.
Ein sehr hübscher US-Werbespot von Suzuki - allerdings sind nur die ersten 60 Sekunden gut. Danach dreht sich die Message (”durstige SUVs sind von gestern”) in die diametral entgegengesetzte “aber etwas kleinere SUVs wie der Grand Vitara sind toll”. Das funktioniert nicht so richtig. Aber dennoch ein Schmunzler.
SUV-Verhohnepiepelung ist gerade ziemlich in. Warum? Vermutlich passt das nicht ganz rational begründete Anti-Allradler-Sentiment zur Finanzkrise und zur Klimakrise. Diese Fahrzeuggattung symbolisiert halt, dass 2002 bis 2008 alles immer ein bisschen zu groß und zu klotzig war, dass es immer noch etwas mehr sein musste, als eigentlich notwendig. Mehr zu dem Phänomen hier.