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Posts from the ‘Snacks’ Category

Einjespritzt

Januar 24th, 2013

Tom

Als Münchner mit Migrationshintergrund habe ich Gefallen am hiesigen Essen gefunden, insbesondere an der Brezel Breze, speziell der Butterbreze. Der Hamburger oder Frankfurter kann diese weder vernünftig backen, noch ist ihm beizubringen, dass man sie nicht mit Butter beschmieren und dann drei Stunden in der Auslage liegen lassen kann.

Innen matschige und außen bockelharte Brezen von Allwörden oder Kamps sind jedoch harmlos im Vergleich zu jenem Exemplar, dass meine Freundin Steffi unlängst in Berlin bei Kaisers/Tengelmann entdeckt hat.

Als sie begann, ihre Breze Brezel zu verzehren, bemerkte sie, dass diese im Abgang stark buttrig war – wider Erwarten, denn es handelte sich um ein unaufgeschnittenes Exemplar. Die Verkäuferin erklärte ihr auf die Frage, wie denn in die trockene Brezel Butter hineinkomme:

“Is’ einjespritzt.”

Und zwar mit insgesamt zehn Injektionen. Innovation, auch kulinarische, findet man eben immer dort, wo man sie überhaupt nicht vermutet. Man kann darüber die Nase rümpfen, aber in die Berliner (ich glaube, in Berlin sagt man: Pfannkuchen) wird die Marmelade schließlich ooch einjespritzt.

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Diese Einbringnung schmackhafter Kondimente in Festprodukte, die ich einfach mal als “Berliner Methode” bezeichnen würde, ist extrem ausbaubar. Wieviel Zeit, Geld und Waschmittel könnten die Menschen sparen, wenn sie endlich aufhörten zu dippen, zu schmieren und zu tunken – und stattdessen einspritzten?

In Weißwürste könnte man süßen Senf injizieren, in Wienerle scharfen. Pommes Frites ließen sich mit Ketchup füllen – am besten händisch. Wegen des Manufakturcharakters. Handjespritzt, wa.

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Die wunderbare Welt der Mikado-Stäbchen

September 22nd, 2010

Tom

Mikado-Stäbchen, das sind diese mit Schokolade überzogenen Stängchen von DeBeukelaer – was viele nicht wissen: Die Dinger kommen ursprünglich aus Japan. Dort heißen sie freilich nicht Mikado, denn das ist dort nicht etwa der Name für das Geschicklichkeitsspiel, sondern eine Bezeichnung für den Tenno. Und den überzieht man nicht mit Schokolade.

In Japan heißen die Stäbchen Pocky. Die Japaner lieben nämlich onomatopoetische (also lautmalerische) Wörter und ポッキー (pokkii) ist angeblich der Sound, der entsteht, wenn man ein knuspriges Gebäck durchbricht.

In Deutschland gibt es die Stäbchen in zwei Geschmacksrichtungen – Vollmilch und Zartherb. Das ist ziemlich langweilig, aber bis gestern wusste ich nicht, wie einfallslos es wirklich ist. Denn in Japan ist Pocky synonym mit geradezu absurder Vielfalt.

Mandel, Erdbeere, Milch, Mousse, Grüner Tee und Kokosnuss sind nur einige der verfügbaren Geschmacksrichtungen. Es gibt alleine elf verschiedene Schokoflavours:

Insgesamt dürfte es an die hundert sein. Diese Seite versucht, alle Pocky-Varianten aufzulisten.

Wo kann man das Zeug bloß per Mailorder bestellen?

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