Die Google-Boys sind mit ihrer Suchmaschine wohl nicht ganz ausgelastet: DaUnternehmen hat jetzt die Gründung eines Forschungsprojekts zu erneuerbaren Energien angekündigt. In die Initiative mit dem Namen “Renewable Energy Cheaper Than Coal” sollen zunächst 2008 mehrere zehn Millionen Dollar investiert werden.
Auf lange Sicht seien Investitionen von Hunderten Millionen Dollar für Energieprojekte geplant, die einen Durchbruch auf dem Gebiet darstellten. Zur Zeit würden Energie-Experten und Ingenieure angeworben, teilte Google weiter mit. Sie konzentrierten sich zunächst auf die Solarwärme. Weiter solle die Forschung in Windkraft und Erdwärme vorangetrieben werden.
Brin und Page sind ja bereits privat als Investoren in diesem Bereich unterwegs,etwa bei Elektroautos. Aber als Google-Aktionär wäre ich jetzt irritiert. Was kommt als nächstes Gentechnik?
Mit dem Update von Gmail hat Google einen veritablen Bock geschossen. Zunächst einmal ist auffällig, dass die neue Version mitunter ruckelt und man des öfteren in einem leeren Fenster verendet und ganz neu laden muss. Dann nervt Gmail mich jetzt mit Mouseover-Chat-Fensterchen. Kann man die ausschalten? Anscheinend nicht. Sinnvolle neue Funktionen habe ich auch keine gefunden, außer dem Befehl “Filter für ähnliche Nachrichten einrichten”.
Andere erhoffte Features vermisse ich weiterhin schmerzlich, zum Beispiel: Wenn ich aus einem Mail heraus einen Google-Calendar-Event einrichte, ist dieser immer noch nicht mit dem Mail verknüpft. Und Todo-Listen gibt es auch keine. Und keine unterschiedlichen Maileinfärbungen. Und was sonst so Standard ist, heutzutage. Da benutze ich lieber weiter die alte Version, die läuft wenigstens stabil. Ist nicht nur meine Meinung …
Die Gründer von Google, Paypal und konsorten versuchen die Valley-Version einer Autofirma auf die Beine zu stellen. Tesla heißt sie und baut Roadster. George Clooney hat einen bestellt, Arnold Schwarzenegger reservierte gleich zwei: Der Wagen gilt als heißestes Elektroauto der Welt. Kurz vor dem Verkaufsstart gerät der kalifornische Hersteller des Sportwagens ins Schlingern – Dotcoms funktionieren eben anders als Autos. Weiterlesen …
Nach einem Bericht der New York Times ist Googles Mobilfunkentwicklerteam fast fertig und wird das Ergebnis seiner Bemühungen im Laufe des Jahres präsentieren. Oder anders gesagt: Binnen der kommenden zwei Monate. Das ist interessant, der zuständige NYT-Mann ist auch immer gut informiert – aber leider schweigt sich der Artikel darüber aus, was genau denn da entwickelt wurde. Eine Googleversion von Yahoo Go? Ein Telefon? Ein Rückenmarkimplantat mit GPS?
Da hilft nur spekulieren – das Netzfundbuero hat sich Gottseidank bereits sein eigenes Gphone ausgedacht.
Die Nummer zwo nach Google hat ihr Suchinterface umgestaltet. Wichtigste Neuerungen:
- Neben Texttreffern werden auch Bilder aus Flickr, interessante Video usf. angezeigt
- Bereits bei der Eingabe erhält der Nutzer Vorschläge für Suchbegriffe
- Neben dem Suchbegriff werden “related conceots” angeboten. Wer “george bush” eintippt, bekommt beispilesweise “white house” und “presidential libary” angeboten.
Das Ganze erinnert zum Beispiel an Yahoo Instant Search sowie an die Clusterbildung bei Vivisimo, ist aber optisch besser umgesetzt. Diese Ajax-Box, die einem bei der Eingabe Vorschläge macht, ist sehr pfiffig.
Aus dem Wall Street Journal: “Obviously, we have our eye on being No. 1 in search,” Vish Makhijani, Yahoo senior vice president and general manager, said. “We’ll chip away. This was the first step. We’ll take shots, take chances.” Hört, hört ….
Aus Uservideos von Google zusammengeschnippelt:
Googles webbasierte Software-Programme für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (Google Docs) sind ja angeblich das Schlimmste, was Microsoft passieren konnte, da diese Gratissoftware die Office-Umsätze gefährde. Das ist natürlich Quatsch, denn Redmonds Haupterlösquelle sind größere Unternehmen. Und die werden nie und nimmer irgendeine komische von Google kontrollierte Websoftware verwenden, um ihre hochsensiblen Daten zu verwalten.
Bitter für Microsoft könnte hingegen IBMs neue Initiative werden. Big Blue hat angekündigt, Software für Dokumente,
Tabellen und Präsentationen in einem Paket mit dem Namen Lotus Symphony anzubieten. Diese webbasierte Office-Software dürfte den Sicherheitsfanatikern in den EDV-Abteilungen weitaus sympathischer sein als das Google Pendant – zumal, wenn sie bereits Notes (IBMs Outlook & Access) am Laufen haben.
Vor sowas muss sich Microsoft fürchten. Und Google vielleicht auch, wenn IBM irgendwann einmal seine verschiedenen Suchmaschinen-Projekte (hier, hier) vorantreibt.
Eines der interessanteren Videoportale ist Brightcove, eine qualitativ hochwertigere Version von Youtube. Mit seinen ruckelfreien, hochauflösenden Filmen setzte BC auf Qualiät, das Wall Street Journal etwa hostet alle seine Videos dort. Jetzt gibt das Unternehmen sein Portal auf – zu wenig Werbung, zu viel Konkurrenz, schreibt AdWeek. Die Videosyndication für Unternehmenskunden soll bestehen bleiben, aber die frei zugängliche Seite fällt weg – was sagt das über Qualität? Zahlt sich bei Videos wohl doch nicht unbedingt aus.
Google Maps lassen sich jetzt einfach auf Webseiten einbauen. Größe frei wählbar.
Das hier dürfte die Spekulation um das Googlephone mächtig anheizen: Google-Boss Schmidt hat der FCC (der US-Version der Bundesnetzagentur) dargelegt, unter welchen Umständen der Suchmaschinenkonzern Funknetzlizenzen erwerben würde. Immer wieder erstaunlich finde ich dabei den Stil dieses Unternehmens: Normalerweise legt der Auktionator fest, wie so etwas abläuft. Google jedoch legt der Aufsichtsbehörde schriftlich die Bedingungen dar, unter denen das Unternehmen sich zu einer Teilnahme an der FCC-Auktion durchringen könnte. In einem offenen Brief. Sehr diplomatisch.

