Tom Hillenbrand’s Netzfundbüro

Musiküberwachung à la Google

28 August 2006 — News, Google, Suchmaschinen, Musik-Suche

In etlichen Chatprogrammen kann der Nutzer einstellen, dass seinen Buddies angezeigt wird, welche Musik gerade auf seinem Computer dudelt (der Chat Client wird z.B. bei iTunes angeflanscht). Google Talk sammelt all diese Daten und aggregiert sie - das Ergebnis ist eine Hitliste aller User namens Google Music Trends.

Dazu zwei Anmerkungen:

1. Google hat schon viel zu viele meiner Daten (selber schuld, ich weiss), aber meine Playlist bekommen sie nicht.
2. Die aggregierten Daten sind ziemlich wertlos, denn niemand benutzt Google Talk. Der Chat-Client ist eins der erfolglosesten Produkte des Suchmaschinenkonzerns. Für Yahoo/MSN oder AIM wäre sowas intressanter.

Google hat auch gleich eine Songdatenbank mit Kauflinks (iTMS, Napster, Amazon) reingehängt. Naja. Wer ein tolles personalisiertes Musik-Suchtool ausprobieren will, der sollte sich lieber Pandora anschauen (Infos und Reviews hier). Die stehen übrigens kurz vor einem Deutschland-Launch.