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Posts from the ‘MSN’ Category

Microsoft verliert an Boden

Mai 22nd, 2007

Tom

Nielsen Net Raings hat neue Zahlen für den hart umkämpften US-Markt veröffentlicht. MSN bzw. Live Search wird zunehmend irrelevant:

Top 10 Suchanbieter, April 2007, nach Suchen (U.S.)
+————————-+———–+————+————+
| Provider | Searches | YOY Growth | Share of |
| | (000) | | Searches |
+————————-+———–+————+————+
| Google Search | 3,773,032 | 42.1% | 55.2% |
| Yahoo! Search | 1,497,154 | 28.1% | 21.9% |
| MSN/Live | 612,526 | 7.4% | 9.0% |
| AOL Search | 371,038 | 6.1% | 5.4% |
| Ask.com Search | 126,286 | -2.3% | 1.8% |
| My Web Search | 67,958 | N/A | 1.0% |
| Comcast Search | 35,239 | N/A | 0.5% |
| EarthLink Search | 30,022 | -0.2% | 0.4% |
| Dogpile | 28,556 | 1.8% | 0.4% |
| My Way Search | 26,814 | -81.0% | 0.4% |
+————————-+———–+————+————+
Source: Nielsen//NetRatings MegaView Search, May 2007

Microsoft will Yahoo einsacken

Mai 4th, 2007

Tom

Die New York Post berichtet in ihrer Online-Ausgabe, dass Microsoft nach dem Scheitern der DoubleClick-Akquisition Yahoo zu formellen Übernahmegesprächen aufgefordert hat. keine typische Wirtschaftsquelle, aber. Dass jemand Yahoo kauft, ist nicht total unplausibel. Forbes hatte vor einiger Zeit auch schon mal AT&T ins Spiel gebracht. Microsoft kann auf jeden Fall Hilfe gebrauchen, MSN ist ja eher ein Witz.

Der M&A-Experte des WSJ hat auch ein paar Details

Der mieseste Suchindex der Welt – oder wie sich A9 irrelevant gemacht hat

Juli 28th, 2006

Tom

Weil ich ein Gegner der Google-Monokultur bin, versuche ich auch andere Suchmaschinen zu verwenden. Es gibt ja reichlich Auswahl. Deshalb gebe ich seit Wochen Microsofts Live.com-Suche eine Chance – trotz Skepsis, denn die alte MSN-Suche war nicht so dolle. Live wird neuerdings standardmäßig von Amazons hervorragendem Suchinterface A9 verwendet. Mann muss sagen: ärgerlicherweise.

Nach zwei Monaten intensiven Testens lässt sich subsumieren: Live.com ist die mieseste der großen Suchmaschinen. Das ist natürlich eine qualitative Aussage. Ich habe keine Trefferstatistiken angefertigt. Aber mein subjektiver Eindruck ist sehr schlecht. Zwar hat jede Suchmaschine Ausfälle, aber Live.com findet so gut wie nichts. Für die Bundeskanzlerin ist Technorati.com angeblich die zweitwichtigste Seite. Wer den Hamburger Michel sucht, landet bei der Hamburger Sparkasse und so fort.

Der Gesamteindruck ist vernichtend. Selbst in Prä-Google-Seiten, also vor Page Rank, wäre man mit einem so schlechten Suchindex nicht durchgekommen. Schade ist, dass A9 diese Nicht-Suche als Standard festgesetzt und sich damit einer Meinung ziemlich irrelevant gemacht hat.

Amazon will mir Microsoft-Suche aufzwingen

Mai 2nd, 2006

Tom

Amazons exzellentes Suchmaschinen-Interface A9 hatte als Standardsuche bisher Google eingestellt. Ende vergangener Woche wurde Google durch Live.com (also MSN) ausgetauscht.

Da ich eher Google zuneige, habe ich meine A9-Einstellungen gleich darauf geändert und wieder Google als Standardsuche eingestellt. Heute morgen finde ich wieder Live.com in meiner Suchleiste. Aus dem A9-Einstellungsmenü, wo man 300 verschieden Spezialsuchmaschinen (Technorati, NYT-Suche etc.) findet, ist Google nunmehr ganz verschwunden.

Das geht gar nicht. Was ist mit dem Bekenntnis zu offenen Standards passiert? Ich möchte gerne wissen, was die Amazon-Jungs dafür bekommen haben.

Update: Nach einem Bericht von InfoWorld wird es wohl zunächst keine Google-Suche bei A9 mehr geben:

According to sources close to Amazon.com, A9 last Thursday added Windows Live search results in addition to those powered by Google. But on Monday, the contracts to use Google search for both A9 and Alexa expired, and Alexa that day also began using results powered by Windows Live. Now Windows Live is the sole search engine powering results for both services.

Suchmaschinen testen Vorschlagstaste

März 29th, 2006

Tom

Google und MSN testen diesem Bericht zufolge neue Funktionen, mit denen man seiner Ergebnisliste verfeinern kann – der Nutzer bekommt verschiedene Buttons angeboten, mit denen er seine Trefferzahl sinnvoll reduzieren kann.

Also ehrlich: Das haut mich nicht um. Es zeigt nur, dass Google nicht mehr das schnellste Unternehmen ist, wenn es um neue Search-Features geht. etwas Ähnliches gibt es bereits bei Yahoo (alternative Vorschläge) und nixht zu vergessen bei Accoona.

Google wird zu Ooorwell, Teil II

Januar 29th, 2006

Tom

Der großartige, gnadenlose Flashcartoonist Mark Fiore hat sich des Themas “Suchmaschinen” in China angenommen. Hier klicken (mit Sound).

Warum mir vor Google Print graut

Oktober 27th, 2005

Tom

In den letzten Tagen ist recht viel darüber geschrieben und kolumniert worden, ob Google Print eine gute Sache sei. Dabei geht es meist um die Frage, ob die Copyrights der Autoren verletzt werden. Für den einzelnen ist das sicherlich wichtig. Insgesamt betrachtet sind diese eigentumsrechtlichen Details aber kaum von Belang.

Es geht um nicht weniger als um die Indexierung und Durchsuchbarmachung des gesamten verschrifteten menschlichen Wissens. Eine Datenbank, die all diese Informationen umfasste, wäre, auch wenn es pathetisch klingt, einer der größten Schätze der Menschheit. Und verdammt nützlich wäre sie obendrein.

Ökonomisch ausgedrückt müsste diese Alexandrinische Bibliothek im Web ein Gemeinschaftsgut sein (Definition). Wichtig ist die Frage, wer diesen Datenschatz kontrollieren soll und wie. Welche Bücher werden indexiert? Welche zuerst, welche zuletzt? Welche Schriften sind es (aus welchen Gründen auch immer) nicht wert, durchsuchbar gemacht zu werden? Wer legt die Relevanzkriterien für die Suche fest, den PageRanking-Mechanismus dieser digitalen Bibliothek?

Die beste Variante wäre meines Erachtens eine Organisation, die

  • dem öffentlichen Interesse verpflichtet ist
  • transparent arbeitet
  • ihre Methodik (Indexierung, Suche) nachvollziehbar macht
  • die Daten allen zugänglich macht
  • aus einem Konsortium mehrerer Gruppen/Interessenvertretungen besteht
  • mit Fachleuten (Bibliothekaren, Antiquaren etc.) zusammenarbeitet

Die Vorstellung ist vermutlich etwas unrealistisch, denn die Digitalisierung kostet ein Heidengeld und auf Basis einer staatlichen Initiative wird der Prozess nicht sehr schnell und effizient von statten gehen. Wenn überhaupt.

Zurzeit wird das Projekt jedoch in der denkbar schlechtesten Variante durchgeführt – nämlich von einem Unternehmen, das

  • jedweden Dialog mit Autoren/Bibliotheken ex ante ausgeschlossen hat
  • auf reines Gewinnstreben ausgerichtet und der Wall Street verpflichtet ist
  • die Daten keinen anderen Firmen/Organisationen zugänglich machen wird
  • keinerlei Angaben über Indexierung und Auswahl macht
  • für seinen Mangel an Offenheit berüchtigt ist
  • den Alleingang bevorzugt

Oder, kurz gesagt: Google.

Nachtrag: Ausgerechnet Microsoft ist am Mittwoch der Open Content Alliance beigetreten, der auch Yahoo, Adobe und HP angehören. Ihr Gegenprojekt zu Google Print soll ebenfalls Texte digitalisieren – allerdings mit Zustimmung der Autoren. MSN-Geschäftsführer Danielle Tiedt”: Aus prinzipiellen und hilosophischen Gründen neigen wir der Ansicht zu, dass geistiges Eigentum nicht einer einzigen kommerziellen Organisation gehören sollte”.

Stimmt. Zumindest dann, wenn es sich um das Gedächtnis des Planeten dreht.

Mehr zum Thema: The Google Print Controversy – A Bibliography

AOL hat viele Verehrer

Oktober 13th, 2005

Tom

Google und der US-Kabelnetzbetreiber Comcast erwägen laut Wall Street Journal eine
Minderheitsbeteiligung an AOL. Die beiden Unternehmen befänden sich in Gesprächen über mit AOLs Mutter Time Warner.

Ziel sei es, die jeweiligen Dienste der drei Unternehmen zu verbinden. Allerdings
befänden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium und
könnten durchaus platzen, betonte eine weitere eingeweihte
Person. (Quelle: Reuters, WSJ)

Jetzt würde ich ja gerne wissen, welche Dienste da zusammengeschaltet werden sollen. Instant Messaging? Blogs? Suche bei AOL ist ja heute schon von Google. Und die Suche ist der Knackpunkt: Mit MSN hat AOL angeblich ja auch schon verhandelt. Für Google wäre das übel. Wenn AOLs Nutzer eine andere Suchmaschine benutzten, könnte das Googles Ergebnis um bis zu 25 Prozent schmälern.

Gmail + AOL-Mail zu fusionieren wäre auch interessant. Es wäre zudem eine gute Tat, weil es Millionen von Email-Usern von dem miesesten Interface der Galaxis (außer Lotus Notes) befreien würde. Aus meinen extrem gut informierten Kreisen höre ich übrigens, dass Google auch mit Starbucks über eine Fusion verhandelt. Ziel ist der Goobuck, ein googlebarer Kaffeebecher mit Wifi und GPS. Echt jetzt.

Googelbarer RSS-Reader

Oktober 8th, 2005

Tom

Google startet einen neuen Service, den Google Reader. GR ist ein webbasierer Nachrichtenaggregator für RSS-Feeds (Erklärung des Begriffs RSS hier). Kurz gesagt kann man mit GR das ganze Universum verfügbarer RSS-Feeds durchforsten. Wenn man eine interessante Quelle findet, kann man sie abonnieren. Mehr dazu, sobald ich das Ganze etwas ausführlicher getestet habe.

Update: Mein Erster Eindruck ist, dass GR ein recht gut gemachter, webbasierter RSS-Reader ist. Das ist es dann aber auch schon. Ganz originell ist die Möglichkeit, einen RSS-Fitzel ohne Umwege über einen Blog-Button in einem bei Blogger.com gehosteten Webtagebuch zu veröffentlichen. Außerdem kann man RSS-Quellen mit Deskriptoren (Tags) versehen.

In Wahrheit ist Google allerdings relativ spät dran; wer RSS-Quellen durchforsten will, kann dies auch bei My Yahoo tun (und interessante Feeds dort zu einer eigenen Seite zusammenstellen). oder mit der Feed-Syntax von MSN suchen.

Weitere Möglichkeiten bieten Google News oder Rocketnews. Bei beiden Diensten kann man aus einer einmal durchgeführten Suche nach Nachrichten einen RSS-Feed extrahieren, der einem dann die neuesten Nachrichten zum Thema liefert.

Alles nix für mich. Weil ich in Feeds ersaufe, benutze ich inzwischen eigentlich lieber Findory anstelle klassischer RSS-Reader.

Google interessiert sich für TV

September 23rd, 2005

Tom

Laut einem inzwischen entfernten Stellenangebot auf seiner Seite sucht Google Spezialisten für den TV-Markt. Seit Monaten schon grübele ich darüber, ob es nicht zwingend ist, dass Suchmaschinenanbieter dieses Geschäftsfeld angehen.

Ansätze gibt es ja bereits. Aber man stelle sich vor, das gesamte TV-Programm wäre googlebar. Wer je einen Fernseher mit eingebautem Programm (“bitte alle Scifi-Serien am Nachmittag anzeigen”) benutzt hat (z.B. in den USA, bei Time Warner Cable), der weiß, was für ein Mordsfeature das wäre.

Gewagte Prognose: Demnächst wird IP-TV anfangen, sich zügig zu verbreiten. Dann guckt jeder seine Sendungen wann immer er will. Programme à la Hörzu werden obsolet. Umso größer wird der Bedarf des Zuschauers nach einer vernünftigen Suchfunktion. Parallel werden Mediplaner händeringend nach einer Möglichkeit suchen, klassische TV-Spots kontextrelevant zu platzieren. In ähnlicher Weise, wie es jetzt im Web (AdWords) geschieht. Auftritt Google, Yahoo, MSN …

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