Der Deutsche Journalisten-Verband und das Internet, das ist keine Liebesbeziehung. Unlängst hat der DJV gefordert, bestimmte unentgeltliche Informationsangebote im Internet zu verbieten. Für eine engagierte (und inzwischen von der Gewerkschaft beendete) Diskussion sorgt zudem ein unbekannter Autor, der in einem Blog auf der DJV-Homepage gegen Google vom Leder zieht.
Ich finde viele Einlassungen des DJV wunderlich, aber das ist nur meine Meinung. Weil es trotz der ganzen Pöbeleien eigentlich um ein wichtiges Thema geht (den Fortbestand des Qualitätsjournalismus) habe ich als kleinen Beitrag zur Debatte einmal nachgeschaut, was der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken in der Vergangenheit in Sachen Internet so von sich gegeben hat.
Das Ergebnis als kleine Slideshow.
Update: Ebenfalls lesenwert ist die Antwort des DJV auf die Kritik an der Haltung gegenüber Bloggern, Gratisangeboten, Google etc.
Beinahe täglich finde ich bei der Nutzung des wunderschönen iPhones weitere Non-Features – Funktionen, ohne die ein modernes Smartphone eigentlich undenkbar ist. Aber das ist Steve natürlich mal wieder blunzn.
Kontakte lassen sich nicht per SMS oder Email weiterleiten.
Die Adressbuchsuche durchsucht nicht die Funktionsbezeichnungen (z.B HNO-Arzt, Anwalt etc.).
Im Adressbuch tauchen Faxnummern in der Liste vor den Telefonnummern auf – das merkt man natürlich erst, wenn man das Gefiepse hört.
SMS lassen sich nicht weiterleiten.
An Emails lassen sich aus der Mail-Anwendung keine Fotos attachen
Man kann das unfassbar dämliche Apple-T9 nicht abklemmen
Das blöde MobileMe-Mail hat keinen Spam-Button
Das verdammte MobileMe-Mail hat keine Suchfunktion
Man kann über einen Kalendereintrag mit Ortsangabe nicht per Hyperlink zu Google Maps gelangen.
Die Suchfunktion für Kontakte befindet sich zwischen den Knöpfen “A” und “Neuer Kontakt”, sodass man jedes mal versehentlich eine neue Karteikarte anlegt
Das Mailprogramm hat keine Landscape-Ansicht
Das Mailprogramm hat keine breite Qwerty-Tastatur im nicht vorhandenen Landscape-Modus
Keine MMS
Keine Speicherkarte
Keine Videokamera
Keine vernünftige Kamera
Kein Multitasking
Synchronisieren ist Glückssache (Kontakte, Kalender abgleichen ist Grütze – trotz me.com)
Keine Themes (siehe MobileCrunch)
Part of an ongoing series …
Bis das Googlephone (also Handys mit dem Betriebssystem Android) auf den Markt kommen, wird es noch dauern – im HIer und Jetzt mausert sich aber der Blackberry immer stärker zu einem alternativen Googlephone.
Gmail, Google Maps und viele andere mobile Applikationen funktionieren nur auf wenigen Handys (Maps zum Beispiel nicht auf Nokia-Geräten) – auf der Brombeere laufen sie jedoch alle:
Gmail: Gibt es für viele Handys, für den Blackberry gibt es jedoch eine spezielle Version, die alle Nachrichten im Hintergund lädt und bei neuen Nachrichten eine Benachrichtigung sendet.
Google Maps 2.0: Erkennt auch ohne GPS den eigenen Standort
Google Calendar: Für den Kalender gibt es seit einigen Tagen ein kleines Programm namens Google Sync, dass den Blackberry-Kalender over the air mit dem Google Calendar synchronisiert – und zwar in beide Richtungen. Funktioniert mit keinem anderen Handy.
Google Updater: Es gibt auch eine spezielle Software, die die ganzen Anwendungen automatisch aktualisiert.
Das ist zumindest ein Dreiviertel GPhone. Funktionierte im Test alles makellos und ohne Abstürze.
Nach einem Bericht der New York Times ist Googles Mobilfunkentwicklerteam fast fertig und wird das Ergebnis seiner Bemühungen im Laufe des Jahres präsentieren. Oder anders gesagt: Binnen der kommenden zwei Monate. Das ist interessant, der zuständige NYT-Mann ist auch immer gut informiert – aber leider schweigt sich der Artikel darüber aus, was genau denn da entwickelt wurde. Eine Googleversion von Yahoo Go? Ein Telefon? Ein Rückenmarkimplantat mit GPS?
Da hilft nur spekulieren – das Netzfundbuero hat sich Gottseidank bereits sein eigenes Gphone ausgedacht.
Das hier dürfte die Spekulation um das Googlephone mächtig anheizen: Google-Boss Schmidt hat der FCC (der US-Version der Bundesnetzagentur) dargelegt, unter welchen Umständen der Suchmaschinenkonzern Funknetzlizenzen erwerben würde. Immer wieder erstaunlich finde ich dabei den Stil dieses Unternehmens: Normalerweise legt der Auktionator fest, wie so etwas abläuft. Google jedoch legt der Aufsichtsbehörde schriftlich die Bedingungen dar, unter denen das Unternehmen sich zu einer Teilnahme an der FCC-Auktion durchringen könnte. In einem offenen Brief. Sehr diplomatisch.
Google-Schmidtchen hat seine kleine Suchfirma auf der gestrigen Hauptversammlung ein bisschen umpositioniert. Die Corporate Tagline (also: der Slogan) lautet fortan “Search, Ads and Apps”. Eric Schmidt hat jetzt somit endlich zugegeben, was wir alle schon seit Jahren wissen und was Google früher oft dementiert hat: Dass das Unternehmen nicht nur eine Suchmaschine ist, sondern auch eine Softwarefirma und in direktem Wettbewerb mit der Bestie von Redmond steht. Zudem hat Schmidt gesagt, Milliardenzukäufe seien denkbar (ach was, echt?).
Ein bisschen interessanter ist da schon die Einlasung, dass Handys Googles größter Wachstumsmarkt werden dürften.
“Many people in the next five to 10 years, their first experience in the Internet will be through a mobile phone,” Chief Executive Officer Eric Schmidt said at a press briefing today before its annual shareholder meeting. He said mobile is “mathematically” the largest new opportunity the company faces.
Das gibt nicht nur den Googlephone-Gerüchten neue Nahrung. Es wirft auch die Frage auch, warum Google bei mobiler Sucher derart erbärmlich aufgestellt ist, wenn der Markt tatsächlich so wichtig wird (redaktionelle Netzfundbüro-Bloglinie: Oh boy, es wird verdammt wichtig). Im Vergleich zu Yahoo Go ist Googles Handy-Portfolio eine traurige Angelegenheit – zugegeben, das könnte sich schnell ändern. Eine nette Branchenspekulation der vergangenen Tage ist, dass Google Sun Microsystems neue Handysoftware-Plattform JavaFX verwenden könnte.
In der “Financial Times Deutschland” von heute stwht eine längere Analyse zum Thema, das mich seit Längerem umtreibt.
Am Ende war das Wort
Von Thomas Hillenbrand, Helene Laube und Arndt Ohler
Ausgefeilte neue Software zur Spracherkennung macht Gesprochenes und Geschriebenes austauschbar. Eine neue Chance für Google & Co. – in Zukunft werden sich selbst Telefonate durchsuchen lassen.
Wenn es um das schnelle Schreiben von Texten geht, tippt Ben Cook normalerweise außer Konkurrenz. Der US-Teenager hat es als schnellster SMS-Texter der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Vergangenen Herbst musste Cook jedoch eine schmachvolle Niederlage einstecken: 42 Sekunden brauchte er bei einem Wettbewerb für den Satz “Mit ihren rasiermesserscharfen Zähnen sind die Piranha-Arten Serrasalmus und Pygocentrus die aggressivsten Süßwasserfische der Welt. Tatsächlich greifen sie Menschen aber nur selten an.” Cooks Gegner, eine Spracherkennungssoftware des US-Unternehmens Nuance Communications, transkribierte den Zungenbrecher in nur 16 Sekunden. “So geschlagen zu werden lehrt einen Demut”, sagt Cook.
Seit Jahren verspricht die IT-Industrie perfekt arbeitende Spracherkennungssoftware. Nun scheint der Durchbruch gelungen zu sein: Neue, leistungsfähige Programme können Gespräche nahezu fehlerfrei in Text umwandeln – das gesprochene und das geschriebene Wort werden damit weitgehend austauschbar. Die neue Technologie hat das Potenzial, die Telekommunikation und das Internet auf den Kopf zu stellen.
Diktiersoftware wie Dragon Naturally Speaking (Nuance) ist nur der Anfang. Mehrere Firmen bieten jetzt erste Sprach-Text-Konvergenzprodukte. Der US-Dienst Simulscribe etwa wandelt alle auf der Handy-Mailbox eingehenden Nachrichten automatisch in E-Mails um. Die kann der Nutzer dann zum Beispiel während eines Meetings auf dem Laptop lesen. Alte Nachrichten speichert Simulscribe als Text- und Audiodatei in einem durchsuchbaren Archiv ab.
Das ist erst der Anfang. Bald schon könnten Dienste auf den Markt kommen, die ganze Telefonate automatisch transkribieren, archivieren und indexieren. Ähnlich wie Textdokumente wären dann Telefongespräche, Radiobeiträge oder TV-Shows jederzeit per Google- oder Yahoo-Suche auffindbar.
Ein Beispiel: Das US-Startup Callwave arbeitet an einem Programm namens Vtext, das Spracherkennungs- und Suchtechnologie kombiniert. Ähnlich wie bei Simulscribe werden Mobilbox-Nachrichten verschriftet. Zusätzlich erstellt die Software jedoch ein Kurzprotokoll – mit Name und Anliegen des Anrufers. “Viel beschäftigte Geschäftsleute wollen vor allem wissen, ob sie gleich zurückrufen müssen oder ob es Zeit hat”, sagt Callwave-Chef David Hofstatter.
Inzwischen arbeiten auch die Dickschiffe der Suchindustrie fieberhaft an eigenen Diensten. Google startete vergangene Woche eine komplett computergesteuerte Telefonauskunft. Der Nutzer spricht seine Frage bei Google 411 in den Hörer, Software wandelt sie in eine Sucheingabe um. Auch Googles Konkurrent Yahoo hat das Thema auf dem Radar. “Wir werden ebenfalls Spracherkennung haben”, sagt Jeff Bonforte, zuständiger Manager des US-Internetportals. Es gebe, meint der Yahoo-Stratege, “lediglich zwei Unternehmen, die ausreichend intelligente Suchsysteme besitzen, um dies zu verwirklichen” – Google und Yahoo.
Möglicherweise hat Bonforte die Rechnung ohne Microsoft gemacht. Der Windows-Konzern investiert seit Jahren in Spracherkennung. Vergangenen Monat kaufte der weltgrößte Softwarehersteller für mehr als 800 Mio. $ den kalifornischen Spezialisten Tellme Networks. Der betreibt sprachgesteuerte Hotlines für UPS oder American Airlines.
Tellmes Technologie dürfte demnächst auch in Microsoft-Produkten auftauchen. Besonders vielversprechend scheint der Ansatz, Telekommunikationsdienste in Outlook zu integrieren: Die Bürosoftware könnte Telefonate und Sprachnachrichten ebenso archivieren wie E-Mails.
Während am heimischen PC wohl noch einige Zeit getippt wird, wird sich Spracherkennung bei mobilen Geräten zügig durchsetzen, glaubt Tellmes Co-Gründer Mike McCue. “Sprache ist für mobile Anwendungen das, was die Maus für den PC ist”, sagt er.
Laut einem kürzlich den USA eingereichten Dokument will sich der Handykonzern Nokia eine „Methode zum Kategorisieren vom Bildern und Videoclips gemäß ihrer semantischen Bedeutung“ schützen lassen. Klingt verschwurbelt, heißt aber im Klartext: Internetnutzer sollen künftig per Handy Suchanfragen durchführen können – ohne Text eingeben zu müssen. Stattdessen genügt es, die Kameralinse des Telefons auf ein Objekt zu richten, um weitere Informationen zu erhalten.
Das Projekt „Semantische Visuelle Suchmaschine“ (Nokia-Patentantrag) zeigt, dass sich der weltgrößte Handyhersteller zunehmend als Anbieter von mobilen Diensten zu positionieren versucht. Der finnische Konzern erwirtschaftet derzeit 80 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf von Mobiltelefonen. Weil die Margen im Gerätegeschäft jedoch sinken, sucht Nokia neue Geschäftsfelder – und kommt dabei zunehmend etablierten Anbietern wie Yahoo oder Google ins Gehege.
Ein Problem, das Nokias Suchmaschine lösen soll: Einmal abgespeicherte Multimediadateien lassen sich nur schwer wiederfinden. Handys wie Nokias neues Flaggschiffprodukt N95 können zwar Hunderte hochauflösender Fotos speichern – der Nutzer muss seine digitalen Schätzchen jedoch fein säuberlich beschriften, wenn sie nicht im Orkus des Handyspeichers verschwinden sollen. Nokias Software soll laut dem Patentantrag sämtliche Dateien automatisch indexieren. So könnte die Software beispielsweise ein Auto auf einem Foto erkennen können und würde das Bild dann entsprechend („roter BMW“) beschriften.
Noch ist unklar, ob der Telekomausrüster als Internet- und Medienfirma reüssieren kann. Frühere Entwicklungen wie Nokia Sensor, eine Art Dodgeball-Klon, haben sich nicht durchgesetzt. Fraglich ist auch, ob die 70 000-Mann-Firma wendig genug ist, um mit Startups mitzuhalten. So bietet etwa das kalifornische Unternehmen Riya bereits eine Software an, die Fotos mit ähnlichen Motiven automatisch sortiert. Die Firma 23half startete kürzlich den mobilen Dienst Thrrum. Der erlaubt es, Informationen zu per Handykamera fotografierten Texten im Netz zu suchen.
Langversion bei der FT Deutschland
Für das Mobiltelefon gibt es einige neue Dienste wie SimulScribe, die Nachrichten auf der Mobilbox automatisch in Text umwandeln. Man kann also beispielsweise seine Voicemails auf dem Blackberry lesen,ohne irgendwo anrufen zu müssen – und es ist auch nicht notwendig, die Nachrichte in irgendeiner festgelegten Reihenfolge abzufragen (David Pogue hat das Ganze ausgiebig getestet).
Natürlich kann man die Nachrichten auch durchsuchen – und die Voicemails sind vermutlich erst der Anfang. Alle Telefongespräche, die man führt, werden inzwischenals Datenpakete durchs IP-Netz gejagt und lassen sich folglich problemlos als Soundfiles archivieren und von einem Server im Hintergrund in Texte umwandeln.
Insofern ist es nur eine Frage der Zeit, bis jeder seine gesamte Gesprächshistorie indexiert auf der Platte hat und diese durchgooglen kann. Ebenfalls wahrscheinlich ist, dass zumindest im Unternehmensbereich mittelfristug eine Querindexierung mit Outlook erfolgt. Anhand der Kontakte und des Kalenders wird man nachschauen können, wer mit wem wann was besprochen hat.
Es klingt etwas gruselig, aber das Telefonarchiv wäre äußerst nützlich. und darum wird es kommen. Ich würde schätzen, spätestens um 2010 herum wird sich das zügig auszubreiten beginnen. So ein Feature wäre meines Erachtens auch etwas, das das lange erwartete Google-Telefon (Googlephone) einzigartig machten könnte (siehe Feature-List)
Update, passend zum Thema: Google startet eine sprachbasierte Suche per Telefon (nur in den USA, über 1800-GOOG-411. Aus der Beschreibung von Google 411:
Using this service, you can:
* search for a local business by name or category.
You can say “Giovanni’s Pizzeria” or just “pizza”.
* get connected to the business, free of charge.
* get the details by SMS if you’re using a mobile phone.
Just say “text message”.
Nachdem sich alle monatelang wegen Apples iPhone die Finger fusselig geschrieben haben, ist das mutmaßliche Googlephone jetzt das nächste große Blogosphören-Geekjournalisten-Spekulations-Ding. Es gibt sogar schon (vermutlich gefakte) Bilder von Prototypen. Schon seit längerem weisen Google-Watcher darauf hin, dass die Suchmaschinenfirma in den letzten Jahren alle möglichen Firmen aus dem Mobilbereich gekauft hat, darunter Android, die Firma des Danger-Gründers Andy Rubin (Danger stellt das ziemlich coole Chat/Internet/Email-Telefon Sidekick/Hiptop her). Ebenfalls interessant ist, dass Google das Unternehmen Dodgeball geschluckt hat, einen Anbieter ortsbezogener Buddylists, die über das Mobiltelefon Bekannte in umliegende Kneipen aufspüren.
Google könnte so ein Telefon dringend brauchen. Denn der Aktienkurs schwächelt, seit vielen Investoren klar wird, dass das Super-Startup aus Mountain View möglicherweise nur ein one trick pony ist. Googles bisherige Versuche, in Spezialsuchen vorzudringen
oder sich neue (eigentlich alte) Medien (TV, Radio,Print) für Anzeigen zu erschließen, waren bisher wenig erfolgreich.
Beim mobilen Internet ist die Lage inzwischen meines Erachtens sogar richtiggehend bedrohlich: Wer sich einmal Yahoos neue Handy-Software Yahoo Go angeschaut und diese mit Googles mittelmäßigen mobilen Anwendungen vergleicht, der ahnt, dass der Marktführer in diesem wichtigen Bereich schlichtweg ins Hintertreffen geraten ist. Stattdessen bastelt Google an drittrangigen Anwendungen wie einem farbigen Hintergrund für seine Suchseite herum.
Anbei habe ich mal eine kleine Liste der Funktionen gemacht,über die das Googlephone verfügen sollte. Ich taufe es Googlething, denn mit einem Telefon hat es nicht mehr viel zu tun:
Googlething-Spezifikationen:
Das Googlething würde viele disparate Dienste zusammenbinden und außerdem die Nutzer an Google ketten.
Gebt es zu, Ihr würdet das Ding kaufen ;)


