Mein Sohn konnte zuerst Mama sagen, dann Papa. Soweit, so gut. Aber heute morgen hat er “Gugl!” gerufen. Au Mann.
Bis das Googlephone (also Handys mit dem Betriebssystem Android) auf den Markt kommen, wird es noch dauern – im HIer und Jetzt mausert sich aber der Blackberry immer stärker zu einem alternativen Googlephone.
Gmail, Google Maps und viele andere mobile Applikationen funktionieren nur auf wenigen Handys (Maps zum Beispiel nicht auf Nokia-Geräten) – auf der Brombeere laufen sie jedoch alle:
Gmail: Gibt es für viele Handys, für den Blackberry gibt es jedoch eine spezielle Version, die alle Nachrichten im Hintergund lädt und bei neuen Nachrichten eine Benachrichtigung sendet.
Google Maps 2.0: Erkennt auch ohne GPS den eigenen Standort
Google Calendar: Für den Kalender gibt es seit einigen Tagen ein kleines Programm namens Google Sync, dass den Blackberry-Kalender over the air mit dem Google Calendar synchronisiert – und zwar in beide Richtungen. Funktioniert mit keinem anderen Handy.
Google Updater: Es gibt auch eine spezielle Software, die die ganzen Anwendungen automatisch aktualisiert.
Das ist zumindest ein Dreiviertel GPhone. Funktionierte im Test alles makellos und ohne Abstürze.
Die Google-Boys sind mit ihrer Suchmaschine wohl nicht ganz ausgelastet: DaUnternehmen hat jetzt die Gründung eines Forschungsprojekts zu erneuerbaren Energien angekündigt. In die Initiative mit dem Namen “Renewable Energy Cheaper Than Coal” sollen zunächst 2008 mehrere zehn Millionen Dollar investiert werden.
Auf lange Sicht seien Investitionen von Hunderten Millionen Dollar für Energieprojekte geplant, die einen Durchbruch auf dem Gebiet darstellten. Zur Zeit würden Energie-Experten und Ingenieure angeworben, teilte Google weiter mit. Sie konzentrierten sich zunächst auf die Solarwärme. Weiter solle die Forschung in Windkraft und Erdwärme vorangetrieben werden.
Brin und Page sind ja bereits privat als Investoren in diesem Bereich unterwegs,etwa bei Elektroautos. Aber als Google-Aktionär wäre ich jetzt irritiert. Was kommt als nächstes Gentechnik?
Mit dem Update von Gmail hat Google einen veritablen Bock geschossen. Zunächst einmal ist auffällig, dass die neue Version mitunter ruckelt und man des öfteren in einem leeren Fenster verendet und ganz neu laden muss. Dann nervt Gmail mich jetzt mit Mouseover-Chat-Fensterchen. Kann man die ausschalten? Anscheinend nicht. Sinnvolle neue Funktionen habe ich auch keine gefunden, außer dem Befehl “Filter für ähnliche Nachrichten einrichten”.
Andere erhoffte Features vermisse ich weiterhin schmerzlich, zum Beispiel: Wenn ich aus einem Mail heraus einen Google-Calendar-Event einrichte, ist dieser immer noch nicht mit dem Mail verknüpft. Und Todo-Listen gibt es auch keine. Und keine unterschiedlichen Maileinfärbungen. Und was sonst so Standard ist, heutzutage. Da benutze ich lieber weiter die alte Version, die läuft wenigstens stabil. Ist nicht nur meine Meinung …
Die Gründer von Google, Paypal und konsorten versuchen die Valley-Version einer Autofirma auf die Beine zu stellen. Tesla heißt sie und baut Roadster. George Clooney hat einen bestellt, Arnold Schwarzenegger reservierte gleich zwei: Der Wagen gilt als heißestes Elektroauto der Welt. Kurz vor dem Verkaufsstart gerät der kalifornische Hersteller des Sportwagens ins Schlingern – Dotcoms funktionieren eben anders als Autos. Weiterlesen …
Nach einem Bericht der New York Times ist Googles Mobilfunkentwicklerteam fast fertig und wird das Ergebnis seiner Bemühungen im Laufe des Jahres präsentieren. Oder anders gesagt: Binnen der kommenden zwei Monate. Das ist interessant, der zuständige NYT-Mann ist auch immer gut informiert – aber leider schweigt sich der Artikel darüber aus, was genau denn da entwickelt wurde. Eine Googleversion von Yahoo Go? Ein Telefon? Ein Rückenmarkimplantat mit GPS?
Da hilft nur spekulieren – das Netzfundbuero hat sich Gottseidank bereits sein eigenes Gphone ausgedacht.
Aus Uservideos von Google zusammengeschnippelt:
Googles webbasierte Software-Programme für Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (Google Docs) sind ja angeblich das Schlimmste, was Microsoft passieren konnte, da diese Gratissoftware die Office-Umsätze gefährde. Das ist natürlich Quatsch, denn Redmonds Haupterlösquelle sind größere Unternehmen. Und die werden nie und nimmer irgendeine komische von Google kontrollierte Websoftware verwenden, um ihre hochsensiblen Daten zu verwalten.
Bitter für Microsoft könnte hingegen IBMs neue Initiative werden. Big Blue hat angekündigt, Software für Dokumente,
Tabellen und Präsentationen in einem Paket mit dem Namen Lotus Symphony anzubieten. Diese webbasierte Office-Software dürfte den Sicherheitsfanatikern in den EDV-Abteilungen weitaus sympathischer sein als das Google Pendant – zumal, wenn sie bereits Notes (IBMs Outlook & Access) am Laufen haben.
Vor sowas muss sich Microsoft fürchten. Und Google vielleicht auch, wenn IBM irgendwann einmal seine verschiedenen Suchmaschinen-Projekte (hier, hier) vorantreibt.
Google Maps lassen sich jetzt einfach auf Webseiten einbauen. Größe frei wählbar.
Das hier dürfte die Spekulation um das Googlephone mächtig anheizen: Google-Boss Schmidt hat der FCC (der US-Version der Bundesnetzagentur) dargelegt, unter welchen Umständen der Suchmaschinenkonzern Funknetzlizenzen erwerben würde. Immer wieder erstaunlich finde ich dabei den Stil dieses Unternehmens: Normalerweise legt der Auktionator fest, wie so etwas abläuft. Google jedoch legt der Aufsichtsbehörde schriftlich die Bedingungen dar, unter denen das Unternehmen sich zu einer Teilnahme an der FCC-Auktion durchringen könnte. In einem offenen Brief. Sehr diplomatisch.
