Das Pesto-Prinzip oder: Warum ich an der Lebensmittelindustrie verzweifle

27. Januar 2011 132 Kommentare

 

Jedes Mal, wenn es wieder einen Lebensmittelskandal gibt oder eine unappetitliche Sache ans Licht kommt, hofft man, dass es danach besser wird – dass die Produzenten von Lebensmitteln lernfähig sind. Aber leider ist das eine hoffnungslose Hoffnung. Folgendes Beispiel illustriert das.

Ich liebe Pesto. Und bin mit dieser Vorliebe ich nicht allein, im Gegenteil. Diese Nudelsoße, die vor 20 Jahren in Deutschland kaum einer kannte, hat seitdem einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Nur Tomatensoße ist populärer.

Und mit dem Siegeszug, wie das bei Lebensmitteln so oft der Fall ist, begann eine ziemlich degoutante Geschichte, leider symptomatisch für die Lebensmittelindustrie von heute.

Marcella Hazan, die Grande Dame der authentischen italienischen Küche, drückt es so aus: “Pesto may have become more popular than is good for it.”

Die genuesische Soße besteht aus wenigen Zutaten. Damit sie schmeckt, müssen diese sehr guter Qualität sein. Der Begriff “Pesto Genovese” ist zwar nicht geschützt, aber es ist halbwegs Konsens, was hineingehört. Man kann es in Hazans Standardwerk nachlesen. Die Zutaten sind:

Frisches Basilikum
Erstklassiges Olivenöl
Knoblauch
Pinienkerne
Butter
Käse (Pecorino, möglichst Fiore Sardo; ferner Parmigiano Reggiano)

Und sonst nichts. Bis ich bei Foodwatch las, dass die von mir präferierte Pesto von Bertolli kaum Olivenöl enthält (sondern … andere Öle) und außerdem Kartoffelflocken als Füllstoff, aß ich stets Fertigpesto. War praktisch, ging schnell, die perfekte Soße zu meinem hektischen Leben.

Nachdem ich dann im Supermarkt zum ersten Mal die Inhaltsangabe studierte, kaufte ich nie wieder Pesto aus dem Glas. Das war im September 2008.

Bertolli, eine Marke des Unileverkonzerns, bekam wegen dieser Nummer damals in den Medien richtig Feuer. Mich persönlich ärgerte das Ganze maßlos, ich fühlte mich als Verbraucher getäuscht. Vorne stand etwas von feinstem nativen Olivenöl drauf, hinten wurde dann erklärt, dass sich zu den 2 Prozent Olivenöl 98 Prozent unspezifiziertes “pflanzliches Öl“ gesellen.

Deshalb schrieb ich damals an Bertolli und bekam eine längliche (wenn auch vorgefertigte) Antwort. Den ganzen Text habe ich hier gepostet, die Kernaussage war:

“Ein wirklich traditionell italienisches Pesto aus frischem Basilikum, Pinienkernen, Parmesan, Salz, Knoblauch und Olivenöl in unserer angebotenen Größe (würde) zwischen 8 und 9 Euro kosten – wer soll und kann das ausgeben?”

Da ich mir seit einiger Zeit mein Pesto selber mache, habe ich gewisse Zweifel an dieser Rechnung. Die notwendigen Zutaten (preislich relevant sind ja im wesentlichen Basilikum, Öl, Pinienkerne und Käse) bekomme ich in einem normalen Supermarkt sowie beim türkischen Gemüsehändler für etwa 10 Euro.

Damit vermag ich in etwa die Menge herzustellen, die in einem handelsüblichen Pestoglas ist – eher sogar etwas mehr. Jetzt muss man aber ja wohl davon ausgehen, dass ein Riesenkonzern wie Unilever aufgrund von Großhandelspreisen und Mengenrabatten die Zutaten billiger bekommt – vielleicht für die Hälfte.

Der gesunde Menschenverstand sagt einem folglich, die Behauptung, unter 9 Euro könne man hochwertige Pesto gar nicht anbieten, nicht ganz hinkommt. (Update: Darauf deutet auch der Umstand hin, dass es durchaus bessere, preiswertere Industriepesto gibt).

Aber viel wichtiger ist folgendes, weil es zeigt, wie Lebensmittelkonzerne leider denken: Eigentlich müsste eine Firma wie Bertolli, die sich auf eine fast 150-jährige Tradition beruft, meines Erachtens an die Produktion hochwertiger Lebensmittel folgendermaßen herangehen: Unser Produkt kostet, was es eben kosten muss. Wenn es sich nur mit Schrottzutaten realisieren lässt, dann machen wir es nicht.

Tja. Das würde man tun, wenn man unbedingt dem Premiumgedanken verpflichtet ist. Bertolli hingegen argumentiert: “Wir sind ein Massenkonsumgüterhersteller und wollen daher möglichst vielen Verbrauchern bezahlbare Markenartikel anbieten.” Form follows function also, oder unfeiner gesagt: Nur der Preispunkt zählt.

Lange kaufte ich parallel zur Bertolli-Pesto auch deren Olivenöl. Ich verband mit der Marke eben irgendwie Premium. Sollte ich ja auch. Auf der Bertolli-Seite heißt es: “Das Geheimnis liegt in der Komposition der ausgesuchten Olivenöle, die mit Sorgfalt ausgewählt werden. Sie garantieren den typischen Geschmack und die hohe Qualität.”

Nach der Erfahrung mit der kartoffeligen Pesto fragte ich mich jedoch: Wenn jemandem als Nudelsoßenhersteller authentische italienische Küche wurscht zu sein scheint – kann er dann als Olivenölhersteller ein qualitätsbewusster Purist sein?

Vielleicht. Mir ist an dem Bertolli-Öl nie etwas Negatives aufgefallen. Dann kaufte ich vor zwei Jahren auf Kreta im Supermarkt Olivenöl. Es kam in einer billigen Plastikflasche daher, für 1,79 Euro, die weiße Marke der Supermarktkette Ariadne. Das Öl war eine Offenbarung, schmeckte mir um Längen besser als das 7-Euro-Öl von Bertolli – oder irgendein anderes deutsches Supermarktolivenöl.

Das gab mir erneut zu denken. Ich bin kein Gourmettester und auch keine Lebensmittelchemiker, aber zumindest nach meinem persönlichen Empfinden war die Sache damit klar: Einem Kreter kann man kein zweitklassiges Olivenöl vorsetzen und auch kein überteuertes. Einem Deutschen schon. Und er zahlt dafür auch noch richtig Geld. Im Marketing nennt man so etwas „die Konsumentenrente abschöpfen“.

Ich würde gerne mal wissen, ob sie den Leuten in Genua auch Pesto mit Kartoffelflocken verkaufen.

Nach dem medialen Furor war ich mir sicher, dass Unilever bestimmt etwas ändern würde. Über die “volle Packung Lug und Trug” (Spiegel Online) und den “Bluff im Supermarkt (Weser-Kurier) berichteten damals Dutzende Medien. Spon-Kolumnist Ulrich Fichtner erboste sich:

“Man kann in unserer Welt jeden Möbelhändler, der einem ein Plastiksofa als echte Ledercouch andreht, verklagen. Es ist selbstverständlich, dass ein Auto wirklich 100 PS haben muss, wenn der Hersteller behauptet, es habe 100 PS. Für unser Essen gilt das in vielen Fällen nicht. Der Etikettenschwindel ist die Regel.”

Wenn ich in meinem Bekanntenkreis heute Menschen frage (meist Besseresser), dann sagen sie mir, dass sie “diese widerliche Pestopampe aus dem Glas” nicht mehr kaufen. Die Aufregung hat also etwas gebracht, richtig? Und Unilever hat bestimmt die Rezeptur geändert?

Auf seiner Homepage schreibt Bertolli heute über seine Pesto:

Pesto Verde in Premiumqualität wird nach traditioneller Rezeptur nur aus erlesenen, hochwertigen Zutaten und BERTOLLI extra vergine Olivenöl zubereitet. Aromatisches Basilikum, Grana Padano Käse (italienischer Hartkäse), Pinienkerne und BERTOLLI extra vergine Olivenöl.

Diese Woche war ich im Supermarkt, und schaute mir die Bertolli-Pesto im Nudelregal an. Und siehe da – es scheint tatsächlich etwas geändert worden zu sein. Auf dem Etikett steht zum Beispiel vorne nichts mehr von Pinienkernen.

 

Aber laut dem Etikett auf der Rückseite enthält die Pesto Verde immer noch Kartoffelflocken, Cashews und 98 Prozent unspezifiziertes „pflanzliches Öl“. Um ganz sicherzugehen, habe ich nochmal bei der Pressestelle nachgefragt. Und die teilte mit:

„Die Zusammensetzung unseres Produkts Pesto Verde von Bertolli ist nach wie vor so wie bisher. Es gab und gibt für uns keinen Anlass, etwas daran zu verändern“

Update: Das Wirtschaftsmagazin WISO kommt in einem Test zu dem Ergebnis, dass Bertollis Ölivenöl kein extra vergine sei, wie auf dem Etikett behauptet (Unilever widerspricht).



132 Kommentare

  • SODL sagt:

    hmm… lecker… Aroma, Säurungsmittel und Milcheiweiß ist auch drin.
    Ich kaufe schon lange keine oder nur noch wenige „konventionelle“ Lebensmittel, sondern gehe in den Biomarkt. Alnatura, Saleva und die anderen „Bio“-Marken verwenden die von Dir genannten Zutaten für deren Pesto und der Preis liegt gleichauf (oder geringfügig höher) mit dem der bekannten Markenhersteller.
    Man kann ja fast nichts mehr von Unilever und co. kaufen ohne auf irgendwelche Zusatzstoffe zu stoßen. Joghurt, Soßen, Käse, Kekse, Müsli, Brotaufstriche usw… überall irgendein Mist drin.


  • Michael sagt:

    Ich möchte nur was zur Preisrechnung sagen. Da kommen natürlich noch viele andere Kosten hinzu ausser nur die Lebensmittel.
    Gut wäre deshalb ein Vergleich vom Preis deiner Hochwertigen Produkte mit dem Preis von den günstigen Produkten im Glas (und dem Verkaufspreis vom Glas). Dann sieht man ungefähr, wieviel die noch drauf schlagen.


  • Andreas sagt:

    Hallo Tom,

    warum wunderst du dich noch. Es ist doch mittlerweile bei fast jedem Fertigprodukt so. Ich habe mir angewöhnt alle Zutatenlisten zu lesen. Es ist erstaunlich wie wir verarscht werden. „Ohne Geschmacksverstärker“ heißt eigentlich „Mit Geschmacksverstärker“, denn wenn drauf steht „Ohne“ ist Hefeextrakt drin, der in Gegenwart von heißem Wasser wieder zu dem alt bekannten Natriumglutamat zerfällt. Am meisten habe ich mich über ganz normalen gefrorenen Rahmspinat aufgeregt. Selbst der ist bei manchen Ketten mittlerweile mit Geschmacksverstärkern versetzt. Was soll das, warum muss da Geschmacksverstärker rein? Auch mein ehemaliger Liebling-Kaokao „Immergut“ enthält neben Zucker eben auch Aspartam, Acesulfam und Cyclamat. Warum zum Teufel nicht einfach nur Zucker? Warum noch drei Süßstoffe von denen einer in den USA sogar verboten ist? Ich denke langsam, die großen Hersteller haben Langzeitverträge mit Chemieunternehmen, und müssen diesen ganzen Müll den sie produzieren wohl irgendwo loswerden. Oder denkst du, die Kartoffelflocken, das Säuerungsmittel oder Aroma in deinem Pesto kommen vom Bauern nebenan?


  • ch sagt:

    Der Geschmack von dem Zeug scheint dir egal zu sein. Und giftig sind Kartoffelflocken jetzt ja auch nicht.


  • Karsten sagt:

    Naja, nun gut, Bertolli bekommt die Zutaten für die Hälfte, also für fünf Euro (was sicher hoch angesetzt ist, da stimme ich zu). Aber dann bleiben auch bei einem Preis von acht oder neun Euro nur drei oder vier Euro für Bertolli selbst, für den Transport und als Marge für den Einzelhandel. Etwas wenig. Und deswegen kann man das zu diesem Preis eben nicht anbieten.

    Nicht, dass ich die Panscherei nun gut fände. Aber wenn man preiswerte Lebensmittel anbieten will, braucht man eben auch sehr preiswerte Zutaten. Lesen und rechnen kann dann jeder selbst.


  • Gouda sagt:

    Ja, das beste Pesto kommt aus dem heimischen Mörser. Allerdings sehe ich einen kleinen Rechenfehler. Die 2% Olivenöl beziehen sich auf die Gesamtmenge, denke ich. Dann können nicht 98% anderes Öl sein (sind ja schon 37% Basilikum).


  • Kevin sagt:

    Ich gebe zu, dass ich nicht den ganzen Text gelesen habe, was aber daran liegt, dass ich schon bei dem Absatz über die Einkaufspreise der hochwertigen Zutaten schlucken musste. Vorausgesetzt, dass die Einkaufspreise für die Firma Unilever tatsächlich bei maximal 5 Euro liegen, ist die Schlussfolgerung, dass damit der Verkaufspreis von 8-9 Euro zu hoch angesetzt ist trotzdem mehr als falsch. Natürlich könnte Bertolli das Pesto nach dieser Rechnung für 5 Euro anbieten. Dann wäre es aber notwendig, dass die Produktion, die Personalkosten, die Werbung, der Transport weltweit und die Distribution der Ware komplett kostenlos ist. Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Gesetz dem Fall, die Firma Unilever würde an dem Produkt gerne auch noch ein paar Cent verdienen, wäre ein Verkaufspreis von 9 Euro bei einem Wareneinkauf von 5 Euro noch deutlich zu niedrig angesetzt.


  • Michael Kuhn sagt:

    Es geht selbst in Deutschland anders: Zwar kein Olivenöl und nur wenig Pinienkerne, dafür aber 70% Basilikum. http://www.kaufhalle-des-ostens.de/detail/TRI0018_riesa_basilikum-pesto

    „Zutaten für Riesa Basilikum-Pesto
    Basilikum (70,5%), Sonnenblumenöl (9%), Cashewmehl, Salz, Cashewnüsse (4,1%), Granakäse (1,7%), geriebener Hartkäse, Pinienkerne, Knoblauch, natürliche Aromen, Säuerungsmittel E575.


  • Hutchinson Hatch sagt:

    Moin,Moin.
    Und die letzte Aussage „keinen Anlass, etwas daran zu verändern“ zeigt auch schon das ganze Problembewußtsein des Konzerns, wenn es um qualitativ hochwertige Produkte geht. Andere Unternehmen möchte ich in dieser Hinsicht aber auch nicht außen vor lassen. Solange der Profit stimmt und man nicht haftbar gemacht werden kann, wird verkauft was die Werbung her gibt und in der Produktion entsprechend günstig ist. Und auf die paar Menschen, die sich aufgrund von Berichten wie z.B. von foodwatch, dauerhaft ein Produkt nicht mehr kaufen, kann ein großes Lebensmittelunternehmen verzichten. Im Zweifelsfall kann mit erhöhter PR-Dosis gegengesteuert werden oder man versucht die Sache im Reich des Vergessens verschwinden zu lassen.


  • Peer sagt:

    Bei der Preis-Berechnung hast du nur die Zutaten genannt, Unilever muss aber auch die Mitarbeiter, Werbung, Media, Miete, Energie uvm. bezahlen, deshalb ist deine Berechnung unseriös. Außerdem will Edeka ja auch noch etwas verdienen, und der Lieferant auch, und das Glas gibt es auch nicht umsonst, das Logo sowwieso nicht usw.


  • Tim sagt:

    Hm … Hab ich Dich richtig verstanden: Dich ärgert also, daß in den Produkten der Massenhersteller genau das drin ist, was hinten draufsteht?


  • Genuin sagt:

    Bei ihrer Rechnung vergessen Sie allerdings die Herstellkosten, der Preis setzt sich eben nicht nur aus der Materialkosten zusammen. Geld und vor allem Mitarbeiter kosten auch. Schließlich wollen die Mitarbeiter auch Geld sehen.

    VG


  • Johannes sagt:

    Kleine Anmerkung zur Preiskalkulation: Es mag sein, dass ein großer Lebensmittelkonzern die Zutaten für 5-6 Euro bekommen kann. Allerdings sind das ja nicht die einzigen Kosten, die er hat. Hinzu kommen Transportkosten, Personalkosten, Marketingkosten… Gerade letzterer Posten dürfte nochmals einiges ausmachen.

    Ansonsten stimme ich aber zu!


  • Avatara sagt:

    „Der gesunde Menschenverstand sagt einem folglich, die Behauptung, unter 9 Euro könne man hochwertige Pesto gar nicht anbieten, nicht ganz hinkommt.“

    Du tust hier so, als würde der Preis des Endprodukts nur von seinen Zutaten abhängen. Übertrag das mal auf Cola und überleg ob dem so ist.
    Das Geld fließt natürlich in diejenige Marketingabteilung die dich dazu bringt den X-fachen Preis für die Marke eines Großkonzerns auszugeben. Darüber kann man sich ärgern, solange es funktioniert wird sich daran aber nichts ändern.


  • Lukas sagt:

    Zur Berechnung: Wenn der Wareneinsatz die von dir genannten 5 € beträgt, halte ich einen Endverbraucherpreis von 9 € für durchaus möglich. Bertolli wird sein Personal bezahlen, auch die Anlagen kosten Geld, Gewinn sollte auch übrig bleiben, der Händler möchte ebenfalls sein Scherflein und der Staat hält die Hand (mehrfach) auf. Und Transport kostet auch. Die Gläser gibt’s auch nicht umsonst.

    Ansonsten stimme ich dir aber voll zu. Wenn sich das Produkt mit der erwarteten Qualität zu angemessenen Preis nicht herstellen lässt, muss man es bleiben lassen. Aber Gewinn geht halt nun mal vor Kundeninteressen oder -gesundheit.


  • Knut sagt:

    Mag ja sein, das sie die zutaten für nur 10 euro bekommem. Bei bertolli kommen dann aber noch kosten für herstellung, marketing, transport, personal, rendite,
    usw. hinzu, weswegen ich deren angabe von 8-9 euro schon für glaubwürdig halte.


  • alter Jakob sagt:

    „Jetzt muss man aber ja wohl davon ausgehen, dass ein Riesenkonzern wie Unilever aufgrund von Großhandelspreisen und Mengenrabatten die Zutaten billiger bekommt – vielleicht für die Hälfte.“

    Ich würde sogar schätzen, dass es weniger ist. Dagegen wurde vernachlässigt, dass das Pesto nicht mehr vom Konzernchef selbst in einem Bottich mit einem Handmixer zubereitet wird, sondern dass dafür Angestellte zuständig sind, die die entsprechenden Verarbeitungsmaschinen betreiben und die Herstellungsprozesse überwachen. Den Endpreis nur auf die Zutaten zu beschränken, ist ein wenig zu kurz gedacht. Nichtsdestotrotz würde auch ich zu dem Ergebnis kommen, dass ein Glas Pesto im Supermarkt (und insbesondere das von Bertolli) einen guten Gewinn abwirft. Oder um meine Meinung klar auszudrücken: Für das, was man bekommt, ist Supermarktpesto einfach zu teuer.

    Jetzt noch schnell einen Klugscheißpunkt in Form einer Preisfrage abgreifen:

    Angenommen das Pesto enthält 2%Olivenöl und 98%pflanzliches Öl, aus wieviel % Öl besteht dann das „Pesto“?

    Tipp: In diesem Fall hat das Pesto zumindest keine 37% Basilikum…


  • Christoph sagt:

    Hallo, diese Milchmädchenrechnung bzgl. der Pesto-Herstellung ist doch wohl nicht Ihr Ernst. Sicherlich könnte Unilever die Zutaten für ein Glas Original-Pesto für 5 Euro bekommen, wahrscheinlich sogar noch billiger. Aber schon mal was von Miete, Lohnkosten, Lohnnebenkosten, Verpackungskosten, Qualitätskontrolle, Transportkosten gehört? Der Handelsvertreter kriegt auch seinen Teil. Und der Händler muss ja auch noch was dran verdienen, mindestens 30 Prozent, wahrscheinlich sogar mehr. Wie soll das funktionieren?
    Christoph


  • Max sagt:

    Qualität hat ihren Preis. Und leider bestätigst du mit deiner Rechnung die Argumentation von Unilever. Wenn du die Zutaten für dein Pesto für 10 eur bekommst, der Konzern folglich für knapp die Hälfte, dann ist das ja noch nicht der Endpreis. Produktion und Transport müssen bezahlt werden und schlussendlich wollen Unilever und dein Supermarkt ja auch noch Geld damit verdienen. Solange noch genügend Leute das billige Pesto kaufen, wird sich die Rezeptur des Bartolli-Pestos wohl nicht ändern. Leider.


  • Hilli sagt:

    @ch Wäre vielleicht irgendwie zu verschmerzen,wenn diese Fertigpesto ganz toll schmeckt. Aber mach Dir mal eine selber. Dann merkst Du, was DIr da vorgesetzt wird


  • BenZol sagt:

    Die anderen Main-Stream-Pesto-Hersteller stehen Bertolli übrigens in nichts nach. Was ich nicht verstehe ist, WARUM der deutsche Verbraucher die Lage durch seine Konsumentscheidungen nicht verbessern will. Ich glaube, wer dieses Problem löst, der kann von sich echt behaupten, sich um das deutsche Volk verdient gemacht zu haben und zwar im allerbesten Sinne. Wenn wir uns diesen Stöpsel doch bloß schon aus dem Gehirn gepopelt hätten!


  • Cedara sagt:

    Wenn ich fertiges Pesto kaufe, dann gehe ich dafür in den Naturkostladen – denen glaube ich eher. Mein Olivenöl (Marke : Bio Planete oder Marke: Rapunzel) kommt auch daher. Da gebe ich zwar dann 9 Euro für den Liter aus, aber wenn ich davon etwas nehme und Toastbrot hineintunke, dann schmeckt das Toast auch wie frische Oliven.


  • Dorthe sagt:

    Wer einmal selbst Pesto gemacht hat, was ja nun im Mixer eine Sache von fünf Minuten ist, kann eh keine Bertollipampe mehr sehen. Und wer die Selbstgemachte dann noch einfriert – im Eiswürfelbehälter in Form gebracht, der hat immer die beste Mahlzeit der Welt als „Fastfood“ griffbereit.


  • alex sagt:

    lieben dank für diesen artikel-er spricht mir aus der seele.

    ich gehe mittlerweile soweit, dass ich mir mein basilikum selbst züchte und abernte – denn auch ich liiieeeebe pesto.
    supermarkt-basilikum kennt doch gar keine erde; wurde in nährlösung gezogen und ist meist nach der 1.ernte am ende. einfach mal ausprobieren….schmeckt aus noch besser…


  • malint sagt:

    hallo!

    erstmal: mir geht es wie dir. pastasaucen werden selber gemacht, die im glas ist allenfalls leidlich ok, aber niemals ihr geld wert. besonders, wenn man _lecker_ essen möchte.

    deine rechnung aber geht nicht auf. selbst WENN unilever nur den halben preis für die zutaten zahlen würde (was schon nicht sonderlich realistisch ist), hast du noch keine verpackung, zubereitung, räumlichkeiten, transport, personal (!) und gewinn für die firma berechnet. der verbraucher, der bereit ist, für ein fertiges glas pesto 10 euro auszugeben (und damit das gleiche zahlt, wie du, der du es dir frisch zauberst), geht in der regel nicht zu edeka, sondern in den feinkostladen. da wird man bertolli aber nicht verkaufen wollen.

    schöne grüße!


  • Dorthe sagt:

    PS. Tiefgefrorener Basilikum ist sehr viel günstiger als frischer und erstaunlicher Weise genau so lecker!


  • SvenR sagt:

    Ich verstehe Deine Verzweiflung. Leider funktioniert Marktwirtschaft so. „Der Kunde“ will ein Kilo Gold, aber nur 100 Gramm Blech bezahlen. Ich nicht.

    Was Pesto angeht: Wir sind vor geraumer Zeit auf die Fattoria La Vialla gestoßen, die meiner Erinnerung nach (ich bin gerade im Büro und kann nicht aufs Glas gucken) genau die von Dir benannten Zutaten verwenden. Teuer, aber preiswert. Auch super Pasta, Tomatenauscen und Weine.

    Unseren Kaffee kaufen wir bei einer kleinen Rösterei am Ort, Wurst und Fleisch kommt beim Metzger meines Vertrauens aus der eigenen Jagd oder Höfen bei uns um die Ecke. das Brot kaufe ich beim Bäcker, der das nicht aus „Teiglingen“ aufbackt, sondern komplett selbst macht. Selbst unsere Fahrräder kaufen wir im Fachgeschäft.

    Ich habe neulich sogar Chips gefunden, deren Zutatenliste erfreulich kurz war: Kartoffeln, Bio-Rapsöl und Meersalz. Geschmeckt haben sie vorzüglich, die Packung war sehr klein und der Preis hoch. Das hilft auch gegen meine milde Adipositas.

    Das alles geht natürlich nur, wenn man ein vernünftiges Einkommen hat und sich ansonsten im Konsum ein wenig zurück hält. Wir sind eine fünfköpfige Familie und haben „nur“ einen (weder HD geschweige denn 3D) Fernseher, kein Pay-TV, keine PS/3 oder Wii, eine vergleichsweise schmalbandige Internetanbindung, ein einziges privates Mobiltelefon usw. usf.


  • AndreasM sagt:

    Solange die Hersteller selbst bestimmen können, was auf ihren Etiketten steht, wird sich da nichts ändern.
    Eigentlich wäre es sinnvoll, wenn eine Fläche bestimmter Grösse (ähnlich wie bei Zigaretten) mit unabhängiger Information beschriftet wäre, die Verbrauchern wirklich die Informationen gibt, die für eine rationale Kaufentscheidung notwendig ist.
    Für jedes Produkt, das ab einer bestimmten Produktionsmenge auf den Markt kommt, muss dann erstmal bei einer staatlichen Stelle Geld abgegeben werden. Diese würfelt dann und schickt den Auftrag (samt Geld) an ein zufälliges registriertes Testlabor. Nach der Evaluation des Produkts bestimmt das Labor, was auf der reservierten Etikettfläche zu stehen hat.

    Aber solange die Lebensmittelkonzerne so viel politische Macht haben, wird das nie kommen (siehe z.B. Lebensmittelampel).


  • Hilli sagt:

    Was die „Milchmädchenrechnung angeht“: Es gibt dazu ja leider keine belastbaren, verfügbaren Zahlen, deshalb habe ich die 5 Euro als Richtgröße genommen.

    Wenn das nur die Materialkosten deckt und nicht die Grenzkosten – okay, dann ist es evtl. schwierig, das Zeug im Laden für 8,99 anzubieten.

    Man muss sich aber vor Augen führen, dass das Unilever ist – die besitzen für viele der Zutaten entweder eine komplette Produktionskette (Speiseöle) oder kaufen riesige Mengen von Gemüse und Kräutern ein – für Bertolli, Knorr, Pfanni.

    Habe mal nachgeschaut: In 2009 Betrug der Umsatz des Gesamtkonzerns knapp 39,8 Mrd. EUR, die cost of sales lag bei 20,5 Mrd. EUR.

    http://www.unilever.com/images/ir_7_Financial_statements_AR09_tcm13-208078.pdf

    Will sagen: 5 Euro wären demnach eher die gesamten Produktionskosten


  • Yami sagt:

    Danke für diesen Bericht.
    Ich suche auch schon seit Jahren nach ordentlichem Pesto. Im deutschen Einzelhandel ist soetwas aber absolut nicht zu bekommen. Da es gottseidank hier in Berlin einen italienischen Supermarkt gibt, habe ich dort mal mein Glück versucht, und siehe da, es gab dort ein fast perfektes Pesto, und es hat nur einen Euro mehr gekostet, als die Brühe von Bertolli. Da ich aber gleichzeitig mein Leid auch meiner Mutter geklagt habe, die hervorragend italienisch sprechen und vor allem kochen kann, hat sie mir letzten Monat ein richtiges Pesto mit original Zutaten gezaubert. Vieviel es gekostet hat, kann ich nicht sagen, aber ich glaube es hielt sich im Rahmen, und es hat einfach extrem lecker geschmeckt.


  • Heiko sagt:

    @TIm: das ist weniger das Problem.
    Das Problem ist meist, das vorne was in GROOOOOOOSSS draufsteht, was die Leute mögen und das dann hinten fast garnicht mehr auftaucht (Pinienkerne, echtes Olivenöl). Oder beim Pfanner-Physalis-Drink eben (so gut) wie gar keine echten Physalisbestandteile drin sind.
    Und die allermeisten Leute lesen das Kleingedruckte hinten nicht.


  • Petra sagt:

    Bertolli kam im Jahr 2000 auf den deutschen Markt.

    Herr Hillenbrand, Sie haben also 8 Jahre lang etwas gegessen und nie die Inhaltsangabe gelesen?


  • peter brunner sagt:

    eine einzige goggle-recherche (Pesto bio) führt mich beim dritten Treffer zu:

    http://www.gerardo.de/pages/weine/pesto-genovese/bio-pesto-genovese-sommariva-mini.php

    Soviel Aufwand kann doch eigentlich sein – und ich wette, dass das nicht das einzige anständige angebot ist.


  • Sonne sagt:

    @alle Vorposter, die die unterschlagenen Herstellungskosten ansprechen: Darum ging es in dem Artikel doch gar nicht. Es ging doch viel mehr darum, dass Unilever SO TUT, als würden sie ein qualitativ hochwertiges Produkt anbieten, tatsächlich aber minderwertigen Murks zusammenrühren. Das können sie ja auch machen, aber dann sollen sie auf dem Etikett keine Begriffe wie „hochwertig“, „traditionell“ und „erlesene Zutaten“ raufschreiben.

    Eine andere Frage: Warum enthält der angegebene Parmesan Ei???


  • nurmalso sagt:

    tja, da rührt sich die bwl studentenschaft, weil sie nun gerade gelerntes freudestrahlend vorplappern kann. jaja, herstellungs- energie und transportkosten. von den marketingkosten ganz abgesehen.
    freunde der sonne, schon mal davon gehört, dass so ein transnationaler konzern wie unilever nicht nur beim einkauf der zutaten zugeständnisse seiner lieferanten erwarten kann, sondern auch bei der energie und dem transport. zumal der kram wohl in italien angerührt und dann nach deutschland importiert wird. ich weiss nicht, ob der lebensmittelchemiker in italien so gut bezahlt wird, wie es sein konkurrent in deutschland verlangen würde (obwohl, nicht einmal da bin ich mir sicher).
    um es kurz zu fassen: man darf ruhig davon ausgehen, dass unilever den preis für seine sachen durchaus senken könnte, ohne gleich am hungertuch zu nagen.
    aber leider wird soviel chemie für lebensmittel produziert (beantwortet auch die frage, warum dies oder jenes dort hineinkommt – weil es aufgebraucht werden muss), das wir noch jahre wenn nicht jahrhunderte benötigen werden, um das alles aufzuessen.


  • Daarin sagt:

    Ja, es ist scheiße, dass die Firmen vorne was suggerieren was sie dann im Kleingedruckten wieder revidieren. Aber warum Bertolli das genauso macht hat zwei Gründe:
    Erstens der Gewinn. Entweder würde er Sinken weil man mehr Geld in ein gutes Produkt investieren muss oder man würde teurer neben den Produkten anderer im Regal stehen und darum weniger ab- und umsetzen.
    Und zweitens kommt man damit durch. Es wird weder irgendwann in naher Zukunft zum Gesetz werden dass man nur Sachen versprechen darf die nicht irreführend sind noch hören die meisten Leute damit auf die angegebenen Produkte zu kaufen. Und ehrlich, wenn es schmeckt sind Kartoffelflocken nicht schädlich.

    Vor allem im Hinblick auf den letzten Aspekt kommt mir das hier auch ein bisschen merkwürdig vor. Ich meine die Bertolli-Produkte scheinen ja geschmeckt zu haben, warum denn dann jetzt nicht mehr?


  • dailyimpact sagt:

    das zeug schmeckt einfach scheiße, also wo ist das problem?


  • Knut sagt:

    @ peter brunner

    Danke für den Link. Dort gibt es anscheinend das Bio-Pesto für 50€/kg.

    Wenn Bertolli nun sagt, dass ein Glas ihres Pestos (185g) in hervorragender Qualität 9 Euro kosten würde, wären das rund 48,65€/kg. Man sieht also, dass die Angabe von Bertolli durchaus realistisch ist.


  • Tim sagt:

    @ Heike

    Und die allermeisten Leute lesen das Kleingedruckte hinten nicht.

    Weil es sie offensichtlich nicht interessiert, was aus meiner Sicht auch völlig O.K. ist. Die grundsätzliche Lebensmittelqualität in Deutschland ist nämlich so hoch wie nie zuvor.

    Wer aber an wirklich hochwertigen Lebensmitteln interessiert ist, kann sie überall problemlos finden und kaufen. Ich begreife nicht, wie man sich über Etiketten aufregen kann. Wenn ein Erwachsener nur 3 Sekunden in seine Lebensmittelauswahl investieren mag und sich später dann darüber beklagt, daß auf dem Glas vorn nicht alle Infos standen, kann die Schuld doch nicht einfach auf die Herstellerfirma abschieben. Das ist Gedankenlosigkeit des Erwachsenen!

    Leute, was habt Ihr für eine Vorstellung vom Leben? Daß wir nirgendwo über unsere Kaufentscheidungen nachdenken müssen und uns wohlgesonnene Firmen das Denken idealerweise abnehmen sollten? Wir +essen+ das Zeug, also sollten wir uns gefälligst auch darüber +informieren+, was drinsteckt.


  • McSpotnik sagt:

    Ohne Werbung machen zu wollen: Es gibt von namhaften Bionmarken (Rapunzel, LaSelva, etc.) Pestos, die sehr sehr gut schmecken 3-4 € kosten (ist allerdings auch weniger drin, man braucht aber auch weniger als z.b. bei Barilla-Pesto). Ansonsten ist selber machen sowieso immer das beste. Entfremdet einen auch nicht von den „Lebens – mitteln“ (=Mittel zum Leben). Als Student mache ich sehr viel selbst – das ist zeitaufwendig, hat aber den Nebeneffekt, dass es billiger ist, und man trotzdem gut essen kann.


  • Matthias sagt:

    In welche Richtung Unilever/Bertolli entscheidet, also Qualität oder Bezahlbarkeit, ist erstmal deren Sache.
    Der Punkt ist: Sie sollten nicht „nur aus feinstem Olivenöl“ draufschreiben dürfen, wenn 98% anderes Öl drin ist, und vielleicht sollten sie es nicht mal Pesto nennen dürfen. Dass das Unternehmen das trotzdem tut, ist doch völlig klar, weil der Verbraucher es nicht merkt / es ihm egal ist.

    Bzgl. Beschriftung hilft nur der Gesetzgeber.


  • FrankD sagt:

    @nurmalso, ich sinke in die Knie vor Deiner Weisheit – als BWLer würde ich aber eher vermuten, dass Lebensmittelchemie eingesetzt wird, weil sie günstiger ist als das Original von Mutter Natur – nicht weil sie ‚weg muss.‘ So ein Chemieunternehmen hat ebenfalls BWLer im Controlling, und die mögen es nicht, wenn man auf Halde produziert. Zu hohe Lagerkosten und wenig Spielraum beim Verkauf.

    Deine weitere Argumentation brauche ich wohl nicht auch noch zu zerlegen, das machst Du ja – bei aufmerksamem Lesen – selbst. Danke dafür.


  • Dennis R. sagt:

    Total lustig, denn ich habe damals genau wahrscheinlich genau die selbe Mail von Unilever bekommen. Ich freue mich, dass sich da um den Kunden so gut gekümmert wird.

    LG


  • Gerald sagt:

    Ich glaube, das hängt nicht nur mit den Kosten zusammen, sondern auch mit der Haltbarkeit. Wer schon einmal eine Aioli ein paar Tage (sogar im Kühlschrank) stehen gelassen hat, weiß dass sich der Knoblauch geschmacklich ungünstig verändert.
    Meine Meinung: entweder Pesto frisch zubereiten oder es lassen …
    (Anm.: das Basilikum lässt sich mit Öl und Salz ganz gut einfrieren, der Rest sollte aber unbedingt frisch gemacht sein).


  • nurmalso sagt:

    @frankd

    na schön, schon dem ersten auf die füsse getreten zu sein.

    fänden sie es auch nur fair und gerecht, wenn die hersteller solchen chemiekrams ihre produkte selber aufessen müssten? ja?
    leider funktioniert dies nicht, die mengen sind einfach überwältigend, weil diese gesellschaft frisst und frisst und frisst …
    nur vergisst sie, dass der westlich zivilisierte mensch heute nicht mehr nach 14 stündiger feldarbeit etwas nahrhaftes benötigt und problemlos die kalorienbomben verdrücken kann ….
    aber das ist eine andere geschichte oder um es mit johann lafer zu sagen: nicht so viel, dafür öfter mal was gutes.

    ach ja, sie dürfen jetzt wieder aufstehen. den knien zuliebe.


  • cwc sagt:

    Das zeigt eigentlich nur, dass Leute immer noch zu faul sind, sich die Zutatenliste anzuschauen.
    Denn das hat damals Rot-Grün durchgesetzt, dass man bei der Angabe der Zutaten nicht mehr schummeln darf. Aber, alles vergessen und die Grünen dachten auch, der Durchschnittsmensch sei intelligent genug, sich selbst zu informieren.
    Pustekuchen! Genauso wie intelligente Menschen ist Rot-Grün: kaum existent.


  • Nadine sagt:

    Wer allen Ernstes Foodwatch braucht, um auf etwas zu kommen, was eh hinten auf dem Etikett steht, sollte vielleicht erst mal sein unkritisches Konsumentenverhalten überdenken. Außerdem hinkt die Beispielrechnung, da Einzelhändlermarge, Marketing, Mitarbeiter etc ja auch finanziert werden wollen. Die meisten Verbraucher wollens hauptsache billig und praktisch und wundern sich dann, wenn’s entsprechend produziert wird. Wenn man sich so anschaut, was die meisten Leute so alles essen, scheint gesunde Ernährung, vielleicht noch in Kombination mit ethischem und sozialem Gewissen, nicht gerade das Hype-Thema der breiten Masse zu sein.


  • Claudia sagt:

    „Da ich mir seit einiger Zeit mein Pesto selber mache, habe ich gewisse Zweifel an dieser Rechnung. Die notwendigen Zutaten (preislich relevant sind ja im wesentlichen Basilikum, Öl, Pinienkerne und Käse) bekomme ich in einem normalen Supermarkt sowie beim türkischen Gemüsehändler für etwa 10 Euro.

    Damit vermag ich in etwa die 185 Gramm ml herzustellen, die in einem handelsüblichen Pestoglas sind – eher sogar etwas mehr. Jetzt muss man aber ja wohl davon ausgehen, dass ein Riesenkonzern wie Unilever aufgrund von Großhandelspreisen und Mengenrabatten die Zutaten billiger bekommt – vielleicht für die Hälfte.

    Der gesunde Menschenverstand sagt einem folglich, die Behauptung, unter 9 Euro könne man hochwertige Pesto gar nicht anbieten, nicht ganz hinkommt.“

    Das ist doch ne Milchmädchenrechnung. Selbst wenn Bertolli für 5EUR das „hausgemachte“ Pesto produziert, dann ist damit nur der Inhalt gedeckt, nicht die Kosten für Personal, für Strom, für Wasser, Verwaltung, Labor, Sensorik etc. pp. und noch nicht bedacht, dass sowohl Bertolli als auch die gesamte Handelskette, die daran beteiligt ist, auch ihre Gewinne einfahren will. Von daher halte ich 8EUR für ein Produkt, dessen reiner Produktwert 5EUR beträgt für durchaus realistisch.
    Und das man in Griechenland für günstig gutes Olivenöl kriegt, liegt wohl mitunter auch daran, dass in Griechenland eben auch Oliven wachsen und Olivenöl seit jeher ein Bestandteil der griechischen Küche ist.
    Ich finds immer witzig, dass die Leute immer irgendwelche Produkte kaufen, dafür wenig Geld bezahlen (ein Glas Bertolli-Pesto kostet nichtmal 2EUR und wo man deren Olivenöl für 6EUR kauft ist mir auch ein Rätsel, bei mir beim EDEKA um die Ecke kost dat 2,30) und erwarten, dass sie ein High-End-Produkt erhalten. Und dann jahrelang angeblich was gekauft haben und dann plötzlich kamen sie auf die Idee die Deklaration zu lesen und sind plötzlich total schockiert drüber, was sie da ewig in sich reingefressen haben. Aber Leute, das Zeug ist nicht giftig, auch wenns nicht besonders hochwertig ist. Dasselbe mit dem Erdbeerjoghurt, in dem kaum Erdbeeren drin sind und das als Betrug abgetan wird. Joah, so viele Erdbeeren gibts halt nicht um den Hunger der Leute nach Erdbeerjoghurt zu stillen, bzw. der Joghurt würde dann für den Endverbraucher viel zu teuer und er würde ihn nicht mehr kaufen. Im Endeffekt haben doch dann beide verloren. Der Hersteller, der nix mehr verdient und der Verbraucher, der seinen Joghurt nicht mehr kaufen kann. Achja, dass dann auch noch Markenprodukte damit werben besonders exklusiv zu sein und auch mehr Geld verlangen ist doch auch in anderen Sparten so. Ne No-Name Jeans kostet ja auch mehr als ne Levis, selbst wenn sie unter Umständen in derselben koreanischen Fabrik hergestellt wurden und vom selben Händler die Stoffe gekauft haben.


  • cwc sagt:

    @Peter Brunner,
    Danke, das beweist, dass Bertolli im Kundenschreiben ehrlich war.


  • UrbanLegend sagt:

    Natürlich sind die gekauften Dinger nicht so lecker wie die selbstgemachten. Das ist allerdings ein Allgemeinplatz, den man auf Hamburger, Schweinebraten und Topfkuchen ebenso anwenden kann. Die Hersteller machen für einen geringeren Preis, eine einfachere Herstellung und eine längere Haltbarkeit entsprechende Abstriche bei der Qualität. Man muß nun einfach herausfinden, wieviel Qualität man mindestens möchte und wo man die zu einem noch zahlbaren Preis findet.

    Ich esse gerne Pesto und habe daher schon diverse Produkte durchprobiert. Die Dinger von ALDI und Co kann man getrost vergessen. Die schmecken ebenso lecker wie deren „geriebener Hartkäse“ aus der 500g-Dose…bah! Früher hab ich das hingegen als lecker empfunden. Meine Ansprüche sind gestiegen, aber es gibt sicher noch genug Leute, denen das völlig reicht.

    Recht zufrieden bin ich immer noch mit Barilla-Pesto. Preis/Leistung sind für mich OK. Bertolli hingegen schmeckt mir auch nicht und die teuren Pestos von Kaktus (oder so…) konnten mich auch nicht überzeugen. Sacla macht auch gute Pestos, aber die findet man nicht überall (ich meine Real hat die noch).

    Besser schmeckt es frisch und selbstgemacht, keine Frage. Aber ich plane meine Nudelmahlzeiten nicht. Wenn ich um 23 Uhr plötzlich Appetit auf Nudeln hab, geht das eben recht schnell. Nudeln kochen, Glas auf, Käse reiben, fertig. Sicherzustellen, daß ich alle Zutaten habe und die auch noch nicht verfallen sind (kann auch mal sein, daß ich 3 Wochen kein Pesto esse), finde ich nervig. Und das fertige Pesto hält sich auch nicht ewig, friert man es ein, muß man es erst auftauen etc.

    Ich bin mir bewußt, daß ich kein Top-Produkt esse, bin aber zu diesen Konzessionen bereit.

    Und mal ehrlich: Ich vertraue dem Bio-Produkten ebensowenig wie den anderen. Wo Geld gemacht werden kann, wird es Betrüger und Lügner geben. Wenn schon Bio, dann nur aus dem eigenen Garten oder vom Bauern nebenan, bei dem man sehen konnte, wie er das Zeug erntet. Selbst auf dem Markt gehe ich davon aus, daß manche Anbieter sich ihr Gemüse heimlich aus Irgendwo liefern lassen, um es als „aus der Region“ zu verkaufen.

    UL


  • Tom sagt:

    Nun ja, ich bin nach Lektüre dieses Artikels etwas hin-und hergerissen. Grundsätzlich ärgern mich Lebensmittelskandale auch, aber speziell der Fall Bertolli und Pesto ist für mich eher ein Armutszeugnis für die, die sich aufregen.

    Wenn ich einkaufe – und ich kaufe durchaus Fertigprodukte wie dieses Pesto – dann schaue ich grundsätzlich auf die Zutatenliste, weil ich zumindest wissen will, was drin ist. Dafür wird das Ding nämlich draufgedruckt. Letztlich ist die Liste der Inhaltsstoffe nichts anderes als die AGB eines Geschäfts. Kaufe ich ein Produkt ohne die AGB / Zutaten zu studieren, akzeptiere ich, dass ich nicht weiß, was drin ist, vulgo bin ich selber schuld.

    Wir leben (leider) in einer Zeit, in der viele Menschen nicht mehr die Wahl haben, Lebensmittel nach ihrer Qualität auszuwählen. Insofern ist es irgendwie kurzsichtig auf die Massenproduktion von Lebensmitteln zu schimpfen. Ohne die ließe sich eine moderne Weltbevölkerung gar nicht mehr versorgen.

    Wenn jeder Hersteller nur die (prozentual geringe) Top-Qualität einer Rohzutat abnehmen würde, wieviel könnte dann noch produziert werden? Lebensmittelrohstoffe stammen aus der Natur und wenn es wirklich hochwertig sein soll, darf der Mensch auch nicht mit Düngern, Mastmitteln etc. eingreifen. Die Natur sorgt für’s Wachstum und zig Einflussfaktoren wirken auf das Produkt ein. Zu fordern, dass Lebensmittel samt und sonders nur aus Top-Zutaten hergestellt wird ist illusorisch. Aber es gibt ja durchaus Hersteller, die Pesto aus den „richtigen Zutaten“ herstellt – aber auch da müsste man VOR dem Kauf die Zutatenliste lesen.

    Wie schon gesagt, ich stimme voll und ganz zu, dass es unmöglich ist, wenn Lebensmittelhersteller den Kunden bescheißen und am Ende sogar gefährden. Wo ich aber bei der Lektüre dieses Artikels nur noch verständnislos den Kopf schüttel konnte, war der Abschnitt

    >>> Bis ich bei Foodwatch las, dass die von mir präferierte Pesto von Bertolli kaum Olivenöl enthält (sondern … andere Öle) und außerdem Kartoffelflocken als Füllstoff, aß ich stets Fertigpesto. War praktisch, ging schnell, die perfekte Soße zu meinem hektischen Leben. <<<

    Entschuldige bitte – was dann kommt ist für mich einfach unverständlich. Scheinbar hat dir das Pesto ja lange Zeit geschmeckt, sonst hättest Du es nicht gekauft. Und dann sagt Dir eine Organisation, was Du durch Lektüre der Zutaten schon lange hättest herausfinden können – und mal ganz ehrlich: wer sich wie Du mit Lebensmitteln beschäftigt, sollte zudem in dieser Hinsicht noch mehr sensibilisiert sein, als wir "Normalverbraucher" – und plötzlich schmeckt Dir das Pesto nicht mehr? Es ist nichts schädliches in dem Pesto, es ist nur eine vom italienischen Original abweichende Rezeptur.

    So wie Du das beschreibst, bist du für mich ein Lebensmittelsnob. Du gerierst Dich als "Besseresser", aber Du schmeckst nicht mal, dass in dem Pesto kaum Olivenöl drin ist? Du schreibst einen Lebensmittelblog und guckst nicht auf die Zutatenliste eines Produkts? Und ein Produkt, das grundsätzlich in Ordnung ist, schmeckt Dir plötzlich nicht mehr, weil Du verpennt hast, das Glas umzudrehen. Das ist für mich doppelzüngig.

    Ach ja, noch etwas: Ist es wirklich so ein Wunder, dass Olivenöl in einem Produktionsland anders schmeckt, als ein Supermarkt-Olivenöl bei uns? Die Griechen, Italiener, Türken, Spanier etc. produzieren seit Jahrtausenden Olivenöl, ja es ist sogar ein Grundnahrungsmittel. Die schmecken wahrscheilich sogar raus, ob die Olive an der Ost- oder Westseite des Baumes hing. Klar, dass die das Öl bei sich behalten und uns, die wir kein einheimisches Olivenöl und insofern auch keine Vergleichsmöglichkeit haben, die mindere Qualität geben. Bei uns ist Olivenöl doch genau genommen ein Modeprodukt, das auf der "Ars vivendi" und Gesundheitswelle zu uns geschwappt ist.

    Grundsätzlich muss uns allen klar sein, dass alle Produkte, die kartonweise im Supermarkt stehen, Massenprodukte sind – mit all den möglichen Konsequenzen. Als Verbraucher muss man sich halt die Mühe machen, die Zutatenliste zu studieren und dann zu entscheiden, ob man es sich zumuten will, oder nicht. Und wenn man das nicht will, dann muss man in ein kleines Fachgeschäft gehen und dort dann die entsprechende Summe auf den Tisch legen.

    So traurig die Feststellung ist, aber wir selber sind Schuld an den Lebensmittelskandalen und der Massenproduktion. Noch vor 100 Jahren war Fleisch die Ausnahme auf deutschen Tellern, ein Sonntags- oder Festessen. Heute ist Fleisch das Hauptgericht, der Rest Beilagen. Würden wir wie vor 100 Jahren nur einmal in der Woche Fleisch oder Wurst essen, wäre der Schritt von der Massenproduktion vielleicht möglich – aber wer will das schon.

    Zum Abschluss noch ein Beispiel zum Thema Verbrauchermacht, Top-Zutaten und Preiskalkulation, das sich auch auf Deine Pestorechnung übertragen ließe.
    Wiesenhof produziert am Tag hunderttausende von Tiefkühlhähnchen,die für wenige Euro im Supermarkt verkauft werden. Massenproduktion, Hähnchenschnellmast im Stall. Vor einiger Zeit hat Wiesenhof den Versuch gemacht auch "hochwertige" Hähnchen anzubieten – aus Zucht mit Freilauf und besserem Futter und weniger intensiver Mast. Das Endprodukt war ein paar Euro teurer – und vergammelte in den Tiefkühltruhen, weil die Verbraucher doch wieder zum
    Billighähnchen griffen.

    Wir selber sind das Problem. Wir fordern saubere Lebensmittel, wir protestieren, wenn sich in der Nachbarschaft Tiermastbetriebe ansiedeln – und dann kaufen wir den Ramsch. Ein Teil der Bevölkerung hat nicht das Geld wählerisch zu sein, und auch der Rest rennt inzwischen zu Aldi, Lidl und Co. Geiz ist immer noch geil!


  • Komunizma sagt:

    Bertolli muß neben den Zutaten auch Mitarbeiter sowie eingesetzte Maschinerie bezahlen – und nebenbei auch noch einen Profit erwirtschaften. Deswegen können sie Dir leider kein Pesto in selbstgemachter Qualität für billiger verkaufen als es dich selbst kosten würde, auch wenn das eine schöne Vorstellung wäre. Ach ja, dieses Pesto würde sich auch zwei, drei Tage im Kühlschrank halten… Nix von Wochen, nein, Monatelanger Lagerung im Supermarkt damit Du schnell die perfekte Soße für Dein hektisches Leben kaufen kannst.


  • Jens Hausherr sagt:

    Bei der Preiskalkulation der 8-9 Euro ist auch nicht zu vergessen, dass ja auch alle Beteiligten, nicht zuletzt der Supermarkt, Großhändler und andere daran verdienen wollen.

    Bei einem Ladenpreis von 8-9 Euro dürfte der Herstellungspreis (inkl. Marketing/Werbung und sonstiger Nebenkosten) für das Originalpesto eher bei 3-4 Euro liegen – hier werden *sicher* alle möglichen Großeinkaufskonditionen ausgenutzt.

    Den Endhandelspreis mit den eigenen Einkaufskosten zu vergleichen greift einfach zu kurz, das ist ja nicht das Gleiche wie der Einkauf im Hofladen beim Bauern :).

    Gruß,
    Jens


  • nurmalso sagt:

    @tom

    hättest du nur dies geschrieben, wärst du philosoph gebleiben:

    „Wir selber sind das Problem. Wir fordern saubere Lebensmittel, wir protestieren, wenn sich in der Nachbarschaft Tiermastbetriebe ansiedeln – und dann kaufen wir den Ramsch. Ein Teil der Bevölkerung hat nicht das Geld wählerisch zu sein, und auch der Rest rennt inzwischen zu Aldi, Lidl und Co. Geiz ist immer noch geil!“

    dass sich die „moderne“ weltbevölkerung nicht anders versorgen ließe, musst du mir erst einmal beweisen. der berüchtigte butterberg und die milchseen lassen grüssen.

    zum thema „es steht ja alles hinten in der zutatenliste drauf“:
    weisst du, was für ein eiertanz es war/immer noch ist, die hersteller dazu zu bringen, dort vernünftige und ehrliche angaben zu machen? ohne organisationen wie foodwatch wüsste der autor dieses artikel hier vielleicht nicht einmal heute, dass in seinem gekauften pesto statt „feinstem olivenöl“ nur pressrückstände der rapsbauern enthalten ist. am liebsten würden die nämlich gar nichts dort hinschreiben.


  • GroberUnfug sagt:

    Habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber beim Querlesen fällt auf, dass fast jeder sich an der womöglich falschen Reiskalkulation aufhängt. Daran zeigt sich doch, dass es den meisten um den Preis geht. Was bekomme ich für wieviel?
    Liebe Leute: geht einfach mal davon aus, dass ihr von 90% der Lebensmittelkonzerne von vorn bis hinten an der Nase herumgeführt werdet. Wer keinen Mist konsumieren möchte, muss einen enormen Aufwand betreiben und kleinlichst auf alles achten, was er kauft. Gesunde Ernährung erfordert heute schon einen Uni-Abschluss in Chemie. Die Zahl der Zusatzstoffe, deren unterschiedliche Bezeichnungen, deren Wirkungen und Spätfolgen kann kein normaler Mensch mehr im Auge behalten.
    Die Konzerne leben vom Vertrauen des Verbrauchers in die jeweiligen Marken. Vertrauen ersetzt Kontrolle. Kontrolle durch den Verbraucher aber verlangt Zeit, Geld und ist mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. Daher greift der Verbraucher gerne zu Altbewährtem.


  • AL sagt:

    Ehrlich gesagt habe mich beim Lesen mehrmals gefragt, wie kann jemand über einen langen Zeitraum dieses sogenannte Pesto aus dem Glas essen, ohne dass ihm auffällt, dass es nicht mal annähernd nach auch nur einer einzigen der enthaltenen Zutaten schmeckt, sondern lediglich nach dem, was es ist: eine undefinierbare, grau- grüne Pampe. Wer auch nur ein wenig Anspruch an das Essen, das man zu sich nimmt, hat, würde sich doch bereits nach dem ersten Probieren über den befremdlichen Geschmack wundern.
    Und jetzt, wo das Pesto selbst gemacht wird, heißt es, das Bertolli- Zeug ist Mist, weil nicht genug Olivenöl etc. drin ist und obendrein auch noch Kartoffelflocken, Säuerungsmittel u.ä. enthalten sind. Jeder, der von sich selbst behauptet, auf seine Ernährung zu achten, sollte doch schon allein anhand des Geschmacks erkennen können, dass das Pesto von Bertolli & Co. – entschuldigt den Ausdruck – in Gläser abgefüllte Scheiße – ist.
    Ich schätze die Arbeit von Foodwatch sehr, aber ich denke nicht, dass man als geistig normal entwickelter Verbraucher erst einen Hinweis von Foodwatch braucht, um zu merken, dass Fertigprodukte aus dem Supermarktregal minderwertig und voll von unnötigen Zu – bzw. Ersätzen sind, da man in der Lage sein sollte, Ihre Qualität im Verhältnis zum frischen Produkt beurteilen zu können. Insofern ist der Gehalt dieses Artikels in meinen Augen ziemlich belanglos.

    P.S. Die Rechnung zum 9,00 € Pesto von Bertolli möchte ich hier nicht kommentieren, was mir allerdings aufgefallen ist: Der Autor macht sein eigenes Pesto und benötigt für in etwa die selbe Menge, die ein Bertolli- Glas enthält, Zutaten im Wert von 10,00 €. 10,00 EURO für knapp 200 Gramm Pesto??? Wenn man für ZEHN EURO Pesto- Zutaten kauft, kann man daraus erheblich mehr als nur 200 g herstellen. Was ja allein schon durch das Gewicht der einzelnen Zutaten bedingt ist…


  • Tropha sagt:

    Das Problem an der Sache ist, dass sich immer noch zu wenig Menschen Gedanken darüber machen, was sie da eigentlich essen, geschweige denn die Zutatenlisten lesen. Wenn vorne drauf steht, das ist gesund, das hat suuuper Qualität, das hilft beim Abnehmen wird blind gekauft, ohne mal zu recherchieren warum dieses Produkt denn jetzt besser sein soll als jenes oder warum es denn jetzt so super gesund usw. ist.
    Ist doch klar, Firmen wollen ihr Produkt verkaufen. Natürlich schreiben die vorne drauf, dass ihr Produkt das Beste ist. Und dabei darf man sich auch nicht darauf verlassen, dass Marken immer besser sind!

    Klar, Kartoffelflocken und Co bringen mich nicht um. Aber allein der Begriff „Kartoffelflocken“ müsste mich doch schon stutzig machen. Was ist das eigentlich?? Hhhm wohl irgendwas, was früher mal eine Kartoffel gewesen ist. Ich frage mich da nur, wie das ganze hergestellt wurde. Wie viele sog. „Hilfsstoffe“ wurden für die Produktion von Kartoffelflocken wohl verwendet?? Und müssen danach noch nicht einmal deklariert werden!!

    Um jetzt mal zum eigentlichen Thema zu kommen!
    Wer weiß denn eigentlich, was in einer echten italienischen Pesto drin ist (außer dem Italiener selbst!)?? Hier in Deutschland wohl kaum jemand!
    Dann, müssen wir zugeben, dass das Lesen des Etiketts nicht wirklich weiter hilft.
    Trotzdem müssten mich Begriffe wie „Zucker, Kartoffelflocken, Milcheiweiß, .., Aroma“ beunruhigen. Wieso sind da diese komischen Zutaten drin??
    Und diese Zutaten sind ja nicht nur im Pesto. Es gibt ja noch viel schönere und „wohlklingendere“ Zutaten, die mich glauben lassen, ich stehe in einem Chemielabor. Leider kann man heutzutage kaum noch Lebensmittel kaufen, in denen kein Zusatzstoff drin ist!

    Deswegen: Kauft eure Lebensmittel so unverarbeitet wie möglich!! Macht euch eure Pfannkuchen, eurer Kartoffelpüree, euren Salatdressing und euer Pesto selbst!! Eignet euch Küchenkompetenzen an! Und scheut nicht davor für die richtige (!) Qualität etwas mehr zu bezahlen!

    Und bevor ich mich jetzt weiter hier in Rage rede und vom Hölzchen auf nen ganzen Urwald komme, verabschiede ich mich jetzt!

    Gruß! Und Guten Appetit!

    Eins noch:
    Essen ist Lebensgrundlage! Wir sollten ihr mehr Beachtung schenken!


  • Thomas sagt:

    Freitzeit-Enthüllungs-Wutbürger-Blog. Gähn.


  • SILen(e sagt:

    An die, die hier „laut“ schreiben, dass es mit den 5 Euro für die Zutaten noch nicht getan wäre:
    Bei Amazon.de, die definitiv nicht der günstigste Anbieter von Lebensmitteln sind, gibt es Bertolli Pesto Rosso und Verde in der typischen Größe gerade für 3,74€.
    Da ich die Einschätzung, dass die Zutaten im Großhandel wohl maximal 5 Euro kosten werden teile, ergibt sich nun für diejenigen, die auf der Einrechnung der Herstellungs- und Vertriebskosten beharren folgendes Dilemma:
    Bertolli schafft es ein (um evtl. Abmahnungen zu entgehen halt diese Formulierung) nicht ganz original italienisches Pesto für unter 4 Euro abzuliefern, Zutaten und Herstellung, Vertrieb und Händlermarge bereits enthalten.
    Laut diverser ciao.de Rezensionen gibts das aber auch teilweise schon für 2-3 Euro und diverse Discountermarken (wo dann halt nicht Bertolli draufsteht) gibts auch für unter 2 Euro, so extrem teuer kann die Herstellung also eh nicht sein und Betolli ist ja, da es auch fern von „original italienisch“ ist, nicht wirklich teurer in der Herstellung, eher teuer im Markennamen.

    Das alles mit einbezogen, scheint ein Preis von 7 Euro für ein traditionelleres Pesto (sofern Zutatenkosten von 5 Euro stimmen, aber ich halte es für realistisch und auch hier wird dem Punkt ja eigentlich nie widersprochen) absolut realistisch.

    Ansonsten ein schöner Post 🙂


  • Tim sagt:

    @ Tom

    Exzellente Darstellung der Sachlage. „Lebensmittelsnob“ ist ein sehr schöner Begriff. In der Tat sind Lebensmittel ja längst ein Mittel der sozialen Distinktion geworden.


  • Ulysses sagt:

    komisch, anscheinend hat dir das pesto doch geschmeckt, bis foodwatch mit den zutatenlisten in den medien hausieren ging.. ich will garnicht abstreiten das konzerne wie unilever mit werbung und produktaufmachung verbrauchertäuschung betreiben, nur scheinen mir die meisten verbraucher ganz zufrieden damit, solange sie niemand mit der nase hinein stösst.. zugegeben, ich bin koch und habe diesbezüglich einen ganz anderen zugang zu solchen themen, aber grade das doch sehr salzige pesto von bertolli, mit dieser ungesunden hellgrünen farbe und der breiigen konsistenz.. da muss einem doch klar sein das es eben nicht nach der alten genovesichen familienrezeptur hergestellt ist.. zumindest wenn man wenigstens einmal pesto selbstgemacht hat, oder mal selbstgemachtes probiert hat.. wobei es vermutlich ohnehin schwierig sein dürfte, eine klassisches pesto für die industrielle verarbeitung und den globalen verkauf herzustellen.. ich persönlich werfe leuten wie ihnen da durchaus eine gewisse naivität vor, wenn sie von lebensmittelkonzernen hausmannskost wie bei muttern erwarten.. und ich glaube auch, das die meisten mit der lüge von der „Premiumqualität nach traditioneller Rezeptur nur aus erlesenen, hochwertigen Zutaten“ besser leben können und wollen als im regal nur „mittelmässiger pamps aus kartoffelflocken und rapsöl mit irgendwelchen kräuterstrünken aromatisiert“ vorzufinden.. mit deinem selbstgemachten pesto für 10 euro (arbeitszeit, geräteanschaffung, strom & wasserverbauch mal nicht mitgerechnet) hast du dir die frage, warum bertolli nicht einfach premiumqualität für einsfüffzich ins regal stellt, m.m. nach selbst beantwortet..


  • veganzombie sagt:

    Ganz ehrlich: der durchschnittliche Deutsche bekommt einfach genau das was er eben nun mal verdient. Er will beschissen und belogen werden…

    So finde ich es auch ein wenig lustig, dass man sich hier über den Preis und die Kartoffelflocken wundert aber es nicht seltsam findet, dass in einem „natürlichen“ Pesto Zucker, Aroma und Milcheiweiß enthalten ist.

    Zudem muss man sich einfach mal nur anschauen was noch auf der Packung steht: Unilever.

    Vielleicht sollte man nicht beim Pesto mal auf die Inhaltsstoffe achten sondern auch bei den anderen Produkten des täglichen Lebens – da wird sich dieses Pesto noch als harmlos outen.

    Wer echtes Pesto möchte der macht es sich selber oder holt sich im Notfall ein Pesto aus dem Bio-Laden für 3,50 € bis 4 €. Da ist dann auch kein Aroma, Zucker, Milcheiweiß, Kartoffelflocken etc. enthalten sondern nahezu die gleichen Inhaltsstoffe wie bei der selfmade Pesto.


  • Sirko sagt:

    Ja, wir werden verarsch. Aber wir wollen es ja nicht anders. So eine Scheinheiligkeit hier…..

    Mal abgesehen von der finanziellen Seite (darauf wurde genug rumgeritten: Es ist nicht machbar) ist doch wohl absolut klar, das niemals ein rein hausgemachtes, einzigartiges Produkt in einem Konservenglas stecken kann!? Das Zeug würde binnen weniger Tage schlecht werden. Hinzu kommt der Punkt, das in dem besagten Pesto weniger Kartoffelflocken stecken als Zucker! Hallo?? Daran stört sich nun auch wieder keiner, das hier einfach mal wieder Zucker reingeschmissen wurde um den deutschen Massen-Geschmack zu bedienen. Laut dem Rezept gehört da KEIN Zucker rein, aber über geschmacksneutrale Kartoffelflocken, die vermutlich nur als Füll- & Verdickungsmittel (bei anderen kommen Sachen wie Guarkernmehl und dergleichen rein) dienen, wird sich hier masslos (sinnlos) aufgeregt. Da sind mir die Kartoffeln 10x lieber als der Zucker.
    Desweiteren könnte das pflanzliche Öl dennoch Olivenöl sein. Natives Öl ist lecker, teuer aber auch kaum haltbar. Raffiniertes Öl hingegen hält sehr lang und ist billiger. Schonmal drüber nachgedacht, das es sich bei den 98% also auch um raffiniertes O-Öl handeln könnte? Und wenn nicht, dann ist es vermutlich Sonnenblumenöl, um (wiedermal) den deutschen Massen-Geschmack besser zu treffen. Aber…. lassen wir das.

    Um mich meinem Vorredner anzuschließen:
    Es hat ja anscheinend jahrelang geschmeckt und keiner hat’s gemerkt. Auch Du nicht! Aber kaum sagt „Foodwatch“ es ist eklig, meckern plötzlich alle rum, man fühle sich betrogen! Dabei klebte das Etikett schon immer auf dem Glas, nur lesen wollte es keiner. Im M-markt Prospekt steht ja auch, das der PC 123 der schnellste und billigste ist, warum sollte ich also auch noch nachschauen, welcher Prozessor wirklich verbaut wurde….tzzz…


  • Lappi sagt:

    Alnatura Pesto Rosso oder Pesto verde. Hammergeschmack für knapp 3 Euro – das Basilikumpesto ist sogar bei 2,50. Auf den Preis kommt man ungefähr auch für ein Bio-Pesto, wenn man es selbst macht. Bei den Pinienkernen muss man aber suchen, die sind z.T. sehr überteuert!


  • Lappi sagt:

    Aber es ist süß zu glauben, dass Markenprodukte bessere Qualität liefern (müssen). Ein bisschen naiv, wenn man weiß, was Werbung kostet.


  • Kat sagt:

    Kritisches Konsumentenverhalten ist ja gut und schön, aber es ist ziemlich zeitaufwendig, bei jedem einzelnen Produkt erstmal hinten das Kleingedruckte zu lesen, dann noch zu überprüfen, ob die Angaben bei den angeblich vergleichbaren Kilo-/etc-Preisen auch wirklich stimmen (regelmäßig nicht – als könnten die Kaufleute keinen Dreisatz…) und dann auch noch zu prüfen, ob das, was im Regal als Preis ausgezeichnet ist, an der Kasse auch korrekt abgerechnet wird.

    Wenn man das mal eine Weile macht, stellt man fest, dass sowohl die Hersteller als auch die Händler einen Großteil ihrer Energie darauf verschwenden, mich als Verbraucher über den Tisch zu ziehen und mich zu betrügen. Es ist nicht drin, was drauf steht und es wird alles getan, um den Verbraucher zu täuschen. So arbeiten Betrüger und sonstige Kriminelle, aber von Lebensmittelproduzenten und -herstellern sollte man in einem modernen Staat, der die Interessen der Bürger stärker gewichtet als die von habgierigen Panschern, und im schlimmsten Fall sogar Giftmischern, schon ein bisschen mehr erwarten können.


  • Andreas Roedl sagt:

    32.5 % Basilikum, 31 % Olivenöl (extra nativ), 25 % Nüsse (Walnüsse, Cashewnüsse, Pinienkerne, letztendlich in diesem Falle egal), 6.6 % Hartkäse (Pecorino, Parmesan), Meersalz, Knoblauch:

    http://i.imgur.com/iEdGw.jpg

    Das für 2.50 Euro.


  • ubarto sagt:

    aus den Originalzutaten hergestelltes Pesto wird nach 2-3 Tagen schlecht? So einen Quatsch habe ich ja noch nie gehhört!
    Mein selbstgemachtes Pesto halt sich im Kühlschrank mehrere Wochen, man muss halt drauf achten dass es oben gut mit Öl bedeckt ist.
    Bei den Supermarktpestos ärgert mich ja auch immer dass statt Pinienkernen Cashewnüsse drin sind, das gibt einen echt leckeren Beigeschmack nach Erbrochenem *würg*. Bei den Fertigpestos habe ich bisher nur eins gefunden dass ich als halbwegs essbar erachte, und das ist von Kattus (Achtung, da gibts zwei grüne Pestos, ich meine das OHNE Cashews!)

    Für ein fertiges echtes Pesto aus echten Originalzutaten (plus meinetwegen etwas zur Konvervierung und längeren Haltbarkeit, da bin ich ja bereit Zugeständnisse zu machen) würde ich übrigens liebend gerne 8€ bezahlen!


  • Stefan sagt:

    Wenn du der Meinung bist, dass sich ein Pesto mit frischen Originalzutaten günstig genug herstellen lässt um es mit Profit zu verkaufen, warum machst du es dann nicht einfach? Das soll hier nicht das bekannte „Wenn du es selbst nicht besser kannst halt die Fresse“ Argument niederbeten, aber mir scheint fast so als wäre dir selber bewusst, dass dies eben nicht ganz so einfach ist.

    Tatsache ist, dass die meisten erst auf den Preis schauen und selbst denjenigen denen Qualität den Mehrpreis wert ist, müsste man das ja erst einmal glaubwürdig weismachen, was wiederum einen Riesenaufwand bedeutet. Wenn du wirklich daran glaubst dass sich das ganze mit Profit oder zumindest ohne rote Zahlen in Massenfertigung produzieren lässt, dann wäre es doch einfacher das einfach zu machen, anstatt darauf zu hoffen, dass die da oben ihre Lektion schon irgendwann lernen werden.


  • Somebody sagt:

    „Bis ich bei Foodwatch las, dass die von mir präferierte Pesto von Bertolli kaum Olivenöl enthält (sondern … andere Öle) und außerdem Kartoffelflocken als Füllstoff. […] Lange kaufte ich parallel zur Bertolli-Pesto auch deren Olivenöl. Ich verband mit der Marke eben irgendwie Premium.“

    Welch kindliche Naivität. Und Du willst Wirtschaftsjournalist sein?

    Aus irgendeinem Grund wirst Du ja die Fertig-Pesto von Bertolli „präferiert“ und aus einem anderen unerfindlichen Grund hast Du in all den Jahren nie auf das Etikett geschaut haben. Ich habe das Gefühl, dass Du Dich mit diesem Artikel als Journalist disqualifiziert hast.


  • Aldi-esser sagt:

    Pesto alla Genovese von Aldi Süd (Billigprodukt, 190g):
    Basilikum 33%, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Grana Pardano 6%, Cashew, Kartoffelstärke, Salz, Pecorino 2%, Zucker, Pinienkerne, Säureregulator: Milchsäure, Knoblauch

    Pesto Alle Genovese (aus Frankreich, Billigprodukt, 190g):
    Sonnenblumenöl 50%, Basilikum 21%, Cashewkerne, Käse, Salz, Kartoffelstärke, Knoblauch, Säuerungsmittel: Milchsäure, Pinienkerne

    Ersteres schmeckt besser.


  • Sanníe sagt:

    Erschütternd, mit welcher Selbstverständlichkeit die meisten hier es völlig in Ordnung finden, beschissen zu werden.


  • Stefan sagt:

    Bei Renate gab es gutes Pesto, wenn auch etwas teurer. http://www.mattwagner.de/2008/08/der-gestoppte-countdown.htm


  • Somebody sagt:

    @Sannie: Wir werden nicht beschissen, denn wir lesen die Zutatenliste. Wir verwenden auch nicht das Wort „Etikettenschwindel“, weil es kein Schwindel ist. Dort wird genau das aufgelistet, was enthalten ist.

    Und genau deshalb kauft man sich ein Gläschen Pesto, das eben genau das enthält, was traditionell eine Pesto ausmacht. Diese gibt es (siehe bisherige Kommentare) und sind in der Regel sogar preislich günstiger als der Bertolli-Dreck.

    Wenn man allerdings jahrelang diese Bertolli-Pampe kauft und nur aufgrund eines Foodwatch-Artikels darauf aufmerksam wird (und nicht etwa durch das Lesen des Etiketts oder der unnatürlich hellen Farbe), dass da Dinge drin sind, die nicht drin sein sollten, dann ist das gelinde gesagt naiv.


  • Magggus sagt:

    Auch die Pestos von Jamie Oliver haben KEINE Pinienkerne! JAMIE OLIVER, man ziehe sich das rein!


  • Sanníe sagt:

    Wenn ich eine Puten-Salami kaufe, dann erwarte ich , daß sie aus Pute gemacht ist und nicht zur Hälfte aus Schwein. Kaufe ich ein Pesto Genovese, dann erwarte ich die Zutaten eines Pesto Genovese und nicht Ersatzstoffe, die für Bertolli billiger sind. Wenn allein die Zutatenliste relevant ist, dann kann man ja auf irreführende Bezeichnungen künftig verzichten.

    Es ist korrekt, was der Spiegel-Redakteur in oben erwähntem Zitat sagt. Und es ist empörend.


  • Somebody sagt:

    @Sannie: Wenn Du Dir mal das erste Bild dieses Artikels ansehen würdest…

    (ich warte so lange hier…)

    Ist Dir aufgefallen, dass da gar nicht „Pesto Genovese“ draufsteht? Gut. Ihm nämlich jahrelang auch nicht. „Verde“ ist italienisch für „grün“ und kann somit alles sein. Alleine diese Tatsache entzieht seinem Artikel jegliche Grundlage.

    Es stand auch übrigens nie „Pesto Genovese“ drauf. Das hätte sich Bertolli auch nie getraut. Da hat jemand halt einfach mal wieder nicht darauf geachtet, was er sich in den Einkaufswagen gelegt hat und erst lange Zeit später ging ihm ein Licht auf. Peinlich, mehr nicht.


  • superlupo sagt:

    „Ich würde gerne mal wissen, ob sie den Leuten in Genua auch Pesto mit Kartoffelflocken verkaufen“
    definitiv: JA
    wer Gelegenheit hat, einfach mal italienische TV-Werbung gucken: was der überwiegenden Masse v. Volk der Besseresser und Genießer mittlerweile aufs panino geschmiert wird, unterscheidet sich nur noch im höheren Preis vom deutschen (europäischen) Konzernfraß, selbes Bild übrigens in Frankreich oder Spanien.
    Und in den noch erschwinglichen Restaurante & Trattorie in Italien (Frankreich, Spanien…) wirds rohstofftechnisch sehr bald nicht mehr viel anders ausschaun wie in der „gutbürgerlichen“ MaggiFix- Knödelfabrik auf dem deutschen Land.


  • Sanníe sagt:

    Ich kenne das Pesto selbst nicht, denn ich kaufe keine Markenartikel, aber die Pute war übrigens echt falsch. Und ich finde es kein bißchen peinlich, nicht bei jedem Artikel auf die Zutatenliste zu schauen, ja nicht einmal für einen Journalisten.

    Deine Rechthaberei geht mir auf den Keks. Ich will einfach nur nicht verarscht werden, nicht von der Lebensmittelindustrie und schon gar nicht von urllosen Kommentatoren, die mit großer Aggressivität das Recht, andere zu täuschen, verteidigen.


  • Harry sagt:

    @somebody:

    Endlich sagt es mal jemand. Keiner von den vielen Kommentatoren hat es bisher gemerkt und der Autor offensichtlich schon gar nicht! Da prangt auf einem Glas die Bezeichnung „Grüne Paste“ und dann muß da, ungeachtet des Preises, pesto genovese drin sein! Vielleicht ist das ja wirklich ein Trick, dass man dem Kunden das suggerieren will, aber es ist schon lustig, wie leicht sich manche Leute reinlegen lassen. Wenn es Flaschen gäbe mit der Aufschrift „Roter Saft“, würden die wahrscheinlich auch nicht genauer hingucken, ob es Trauben-, Tomaten-, Rote Bete- oder sonst was für Saft ist. Dafür steht’s doch hinten drauf, was drin ist! Da sollte man immer nachsehen.
    Für irreführende Bezeichnungen gibt es viele Beispiele, dieses ist keins!
    Der ganze Artikel ist außerdem auch peinlich wegen der Milchmädchenrechnung mit den Zutaten und mit den 2% Oliven- und 98% Pflanzenöl.


  • URS sagt:

    Zur Haltbarkeit von Pesto:

    Gutes, kalt gepresstes Öl hält sich ein Jahr. Auch, wenn das Gefäß häufiger geöffnet wird. Nach zwei Jahren wird das Öl langsam ranzig.

    Nüsse/Pinienkerne halten sich ein Jahr. Je weniger Luftaustausch vorhanden ist, desdo besser. In Öl eingelegte Nüsse haben keinen Luftkontakt und halten dadurch länger. Irgendwann werden die Nüsse ranzig.

    Käse: Je länger ein Käse im Laib reift, desdo länger hält er nach dem Anschnitt. Im Laib wird er durch die Salz-Einreibung geschützt, und nach dem Anschnitt ist eher Schimmel, der durch die Luft kommt, eine Gefahr. In Öl eingelegter Käse sollte sich lange halten.

    Basilikum könnte ein Problem sein. An der Pflanzen halte die Blätter einige Wochen. Für’s Pesto werden sie gepflückt, also können sie keine Lebensstoffe mehr aufnehmen. Außerdem werden sie zerhackt, haben dadurch eine größer Oberfläche und verderben noch schneller. Andererseits sind sie unter Öl recht gut geschützt und bekommen keinen Luftsauerstoff, halten also länger.

    Das ganze erklärt, warum bei mir ein angebrochenes Glas echtes Pesto im Kühlschrank nach einem halben Jahr immer noch genießbar war.
    Voraussetzungen: obenauf schwimmt eine dicke Ölschicht, und der Kühlschrank steht auf 4°C.

    Übrigens: das Rezept für echtes, italienisches Pesto kommt aus einer Zeit, in der es keine Kühlschränke gab. Unter Öl halten sich Lebensmittel nun mal länger.


  • ChristophKK sagt:

    Nicht jedes Pesto aus dem Glas ist mist! Guckst du hier:

    http://www.gourmondo.de/g/product/1000889201/Pesto-Genovese-Basilikumpesto+Cascina-San-Giovanni.jsf

    Sehr feines Pesto! Es gibt noch ein paar mehr die munden, einfach mal bei den den Feinkostversändern dieser Welt vorbeischauen.


  • Somebody sagt:

    @Sannie: ich verteidige hier keine Täuschung. Ich verteidige hier höchstens den gesunden Menschenverstand.

    Er hat sich eine grüne Sosse gekauft und war im Irrglauben, es müsste „Pesto Genovese“ sein. Wenn man sich im Regal vergreift und sich dann darüber beschwert, sich das falsche Produkt gekauft zu haben, dem kann man auch nicht mehr helfen.

    Das, was er eigentlich haben wollte steht ebenfalls im Regal und ist sogar günstiger.

    Wie ein anderer Kommentator schon schrieb: er würde mit Sicherheit auch ein Produkt mit der Bezeichnung „Rote Flüssigkeit“ kaufen und dann schwer enttäuscht sein, wenn es kein Rotwein ist.


  • Turtle sagt:

    Ich habe mir angewoehnt von jedem Pesto mit Basilikium dass ich in irgendeinem Lebensmittelladen sehe, das Etikett zu lesen. Egal ob ganz billig oder ganz teuer. Auch wenn ich gar kein Pesto auf dem Einkaufszettel stehen habe.
    Bis jetzt habe ich genau eine Sorte gefunden wo nur Basilikum, Pinienkerne, Olivenoel, Parmesan (sowie etwas Kartoffelflocken und Sauerestabilisator) drin ist, kein billiges Oel, Cashews oder sonst. Das kommt von Rewe Feine Welt und kostet (glaube ich) knapp 3 Euro.
    Das kauf ich, da beim Pestoselbermachen der Aufwand anstaendiges Basilikum zu bekommen einfach zu sehr nervt.


  • Zap sagt:

    Naja, das steht hier alles schon seit September 2008:

    http://www.abgespeist.de/bertolli_pesto_verde/index_ger.html

    Schlimm, dass sich nichts ändert….

    Zap


  • fisch sagt:

    neben allem was schon genannt wurde: wie kommt eigentlich das Ei in den Käse??


  • Jana sagt:

    Noch mehr authentisches Pesto unter 9 EURO:
    http://www.pestodealerberlin.de/4-home.html


  • Anna sagt:

    Hm. Ich bin da mittlerweile wirklich schwer im Dilemma. Ja, alle schreien über Massentierhaltung und Dioxin im Fleisch (etc. pp.) – aber der Anteil Biofleisch am Fleischmarkt beträgt 1%. 99% der Verbraucher kaufen KEIN Biofleisch. Das finanzielle Argument zieht hier übrigens nur sehr bedingt, denn jeden Tag Fleisch müsste wirklich nicht sein – das esse nicht mal ich als überzeugte Carnivore. 🙂

    Mein Fazit ist also (leider): Der Verbraucher will besch*ssen werden. Anders kann ich es mir beim besten Willen nicht erklären. Anstatt selber auf’s Etikett zu schauen und schlichtweg beim Einkaufen AUSZUWÄHLEN und den berühmten Druck auszuüben auf Hersteller und Verkäufer wird stattdessen nach Vater Staat geschrieen – der soll doch gefälligst Ampeln aufdrucken, Nährwertangaben aufkleben und immer neue Gesetze erlassen. Mit „mündigem“ Verbraucher bzw. Bürger hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. Es ist eben doch anstrengender, selber zu tun als tun zu lassen. Bei so mancher aktuellen Debatte bekommt man ja fast das Gefühl, als wäre einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung auch die Rückkehr zur Monarchie ganz Recht… Demokratie ist de facto anstrengender.

    Oh, what to do. Ganz verzagen möcht‘ ich nicht, aber nach dem x-ten Lebensmittelskandal ist man fast gewillt, es zu tun. Nicht nur die Hersteller und Verkäufer ändern nichts – die VERBRAUCHER ändern nichts!


  • hiro sagt:

    Als Allergiker bin ich gezwungenermaßen fleißiger Student der Zutatenliste. Unbegreiflich, wo man zum Beispiel überall Milchzucker oder -eiweiß findet – übrigens auch im oben abgebildeten „Pesto“. Oder auch „kann Spuren von xyz enthalten“ – daran kann man meist recht gut erkennen, was der Hersteller noch so durch seine Maschinen pumpt und wie sehr er der Reinigung zwischendurch vertraut.

    Besonderes Highlight sind immer unangekündigte Rezepturänderungen. Ich meine nicht die „jetzt noch besser“-Werbung auf der Vorderseite, mit der der höhere Preis für das kleinere Glas gerechtfertigt werden soll, sondern die klammheimlichen Änderungen am Arsch der Zutatenliste. Bedeutet für Allergiker, daß man immer bei allem auf die Zutaten in gut lesbarer 3-Punkt-Schrift gucken muß.

    Übrigens werden Zutatenlisten tatsächlich nicht lesbarer, wenn man die einzelnen Zutaten auch noch erklärt, wie auf obigem Pesto-Glas. Da hat man sich bei „Bertolli“ allerdings wirklich Mühe gegeben, dem Verbraucher das Leben nochmal extra schwer zu machen – solche Verschleierungs-Taktiken sieht man wirklich selten.

    Oft kann man schon an der Länge der Zutatenliste die Qualität erkennen. „Lang“ enthält fast immer Hefeextrakt (das Glutamat des neuen Jahrtausends …), Milchzucker, „Aroma“ (enthält: Milch, Senf, Erdnüsse, Weizen, gemahlene Knochen, Gülle).

    „Kurz“ sind zum Beispiel Discounter-Chips: Kartoffeln, Salz, Öl.


  • Chuck sagt:

    Hmmm,

    ich kaufe meine Genueveser Pesto auf dem heimischen Wochenmarkt beim Spezialitätenhändler mit heimischer Pestoschmiede. Schmecken tut sie um Längen besser als Glaspesto aus dem Supermarkt. Das 300-400ml Schälchen kommt mich jede Woche so an die 5 Euro; fairer Preis dafür, dass wirklich nur Basilikum, Olivenöl und Pinienkerne etc. reinkommen.


  • Frau Elk sagt:

    Die ändern doch nichts dran, solange es noch jemand kauft…
    BTW: Wenn du mal Fertigpesto kaufen willst, warum nicht in Bio-Qualität?
    Danke für den Kommentat & bon appetit 😉


  • horch sagt:

    bei einigen leuten könnte man fast denken, sie halten es für angemessen, wenn bei allem, wo nicht „bio“ drauf steht, der letzte scheiss drin sein darf – schliesslich steht „bio“ ja für gutes essen… was für bullshit, in mehrfacher hinsicht

    auch jemand, der das billigste lebensmittel einer kategorie kauft, sollte – auch wenn es nicht geschmacklich überragend ist – sich zumindest nicht damit vergiften… andererseits:

    http://www.youtube.com/watch?v=LydSP1eTuhE


  • Stefan W. sagt:

    Ja, 3 Anmerkungen.

    a) Natives Olivenöl gibt es schon für 3€/l. Das macht auf 200ml also 60¢, wenn man annimmt, es bestünde zu 100% aus Olivenöl, und das Dioxinverseuchte Rapsöl welches sonst drin ist, sei umsonst. Also um mehr als 0,6€ kann so ein Glas nicht teurer werden duch Verwendung eines – zugegeben billigen, aber reinen, nativen Olivenöls. Ja richtig – das ist hier wie dort der Konsumenten-, nicht der Einkaufspreis, es ist also jeweils eine Gewinnmarge drin, sowie alle Kosten.

    Gemessen am Gewicht deutlich teurer ist der Parmesan, und noch teurer die Pinienkerne.

    Am besten aber ist, dass beim geizigen Deutschen das 190g-Glas ein halbes Jahr halten muss. Ja, kein Wunder, dass es mit Salz und schlimmeren gestreckt wird bis Norwegen!
    Mensch, so ein Glas sollte eine Mahlzeit für 4 Personen, oder 2 Portionen für einen Single ergeben.

    Wenn man aber einen Mixer im Haus hat, und das ist ja nun wirklich machbar, dazu Parmesan, Pinienkerne und Olivenöl, sowie einen Blumentopf Basilikum – auch der gehört übrigens in 2 Portionen gegessen, und nicht über den Winter gebracht – dann hat man ruck-zuck ein Pesto selbstgemacht, und es ist nicht billiger, aber besser, und wenn man sich dran gewöhnt hat, dann macht man eben Zucker rein, und Kartoffelchips mit Ei. 🙂

    Frisches Basilkum kann rasch schimmeln, das ist schon richtig, und sorgfältig all die Blättchenfutzel unters Öl zu drücken ist auch nicht jedermanns Sache.

    Einfach keine Fertigprodukte kaufen, sondern immer nur 100% Zucker, 100% natives Olivenöl, reines Speisesalz, Paremesan wie gewachsen und eine kl. Monokultur Basilikum. Wenn Besuch kommt mit Spinat und Petersilie strecken, und Wal- oder Cash-Nuss.


  • Marenlin sagt:

    Wir (das heißt meine Eltern) kaufen schon seit je her unser Pesto über einen schweinisch teuren Importeur, der alle seine Sachen direkt aus Italien holt. Da zahlen wir ca. 6 Euro für ein Glas. Als ich das zum erstem Mal gehört hab, musste ich auch ganz schön schlucken. Dann bin ich aber zum Studieren ausgezogen und weil ich auf den Geschmack von Pesto nicht verzichten wollte (und selber machen doch ziemlich viel Aufwand ist), hab ich angefangen, nach leckerem preiswerteren Pesto zu suchen.
    Was soll ich sagen? Das gibt es nicht. Wenn man ein Pesto haben will, in dem nicht mehr Konservierungsstoffe drin sind als nötig (man will das Zeug ja schon ne Weile lagern können) mit allen leckeren Zutaten, die in so ein Pesto eben rein gehören, dann muss man dafür eine ganze Stange Geld hinlegen.
    Inzwischen esse ich Pesto nur zu Hause mit meiner Familie. Da ist das Glas oder die selbstgemachte Soße schnell leer und nichts verschimmelt. Und Spaghetti mit Pesto sind für uns immer wieder ein Festessen. Teuer aber wirklich lecker.


  • Ando sagt:

    Richtige Pesto hält sich auch einige Zeit, sie muss nur von Olivenöl bedeckt sein. Wenn ein Hersteller dann noch die Luft aus dem Glas zieht, kann man das ohne Weiteres in den Einzelhandel schicken. 10 Euro für die Zutaten zu einem Glas scheinen mir auch hoch: Basilikum 2,-, Pinienkerne anteilig ca. 1,-, Käse 1,-, Salz und Knoblauch noch ein paar Cent. Ein Hersteller bekommt das alles noch viel günstiger, aber ich sehe keinen Grund, warum irgendjemand das herstellen sollte: Alles zusammen in den Mixer, ein paar Mal drücken, schon ist’s fertig. Das Lesen der Etiketten dauert sicher länger. 🙂


  • Ando sagt:

    Ok, ich habe das Öl vergessen: Noch ein Euro. 🙂


  • kami sagt:

    Zutaten hin oder her, Hauptsache es schmeckt!

    Mir schmeckt das Zeug mit teilweise über 50% Öl nicht, ich kaufe meistens das Pesto-verde von Riesa, da sind 70% Basilikum drinn und das schmeckt man!


  • Mile sagt:

    Ich finde es schon etwas merkwürdig, dass man sich über die Wertigkeit von Lebensmittel beschwert und dann gleichzeitig von einem Billigöl schwärmt, dessen Grundbestandsteile ganz bestimmt nicht hochwertige Oliven sein können.


  • chriskunze sagt:

    Sorry, aber als ich diesen Beitrag gelesen habe musste ich doch sehr grinsen.
    Da isst du eben über lange Zeit eben dieses Gruselpesto (Ich habe es noch nie gekauft) und dann kommt es negativ in die Medien und plötzlich magst du es nicht mehr. Komisch… Hat sich doch geschmacklich nicht verändert oder?

    Ich esse so gut wie keine Fertigprodukte. Der Aufwand ist gar nicht so groß wie viele vielleicht meinen. Eine Ausnahme stellen ab und zu Produkte von Frosta dar, weil die sehr genau deklarieren was sie verwenden und grundsätzlich ohne AROMA arbeiten.

    Die Kostenkalkulation für das Pesto finde ich „gelindegesagt“ kindlich naiv.
    Ich selber produziere viele leckere Sachen in der Küche wie z.B. die verschiedensten Marmeladen, Saucen Pesto etc. Bin allerdings noch nie auf die Idee gekommen diese zu verkaufen, da mir klar ist, dass sie deutlich teurer würden als die industriell produzierten Waren.

    So koche, brate und backe ich also mit natürlichen Zutaten und freue mich wenn mir etwas gelingt. Wem die Industrieprodukte schmecken der soll sie doch essen und sich nicht von irgendwelchen Berichten davon abhalten lassen. Die meiste Menschen schmecken meiner Erfahrung nach ohnehin nicht sehr viel. Wie erklärt sich sonst der Erfolg von Milka, McDonalds, Pringles und Co? Vielleicht sind diese Menschen auch schon so „aromaverseucht“?

    Es gibt so viele Beispiele von so vielen Produkten, die vorgeben etwas anderes zu sein als sie wirklich sind. Aber die Werbung für diese Dinge scheint alles zu übertünchen. Wenn ich mir z.B. die Werbung für die aus Teig hergestellten Formchips Pringles anschauen, dann wird man von denen fröhlich und hat Freunde. Wer´s glaubt…. Aber die Dinger sind für mich nicht mal Kartoffelchips. Das ist aus Kartoffelpüree zusammengepresstes Gebäck mit Aroma. Und statt glücklich und beliebt wird man wohl eher fett und einsam.

    Wie soll die Lebensmittel Industrie lernen, wenn es doch so wie es ist prima klappt?

    Grüße


  • PizzaSpezialmitKäseundSardellen sagt:

    Jedes Kind lernt doch:

    „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“

    Also wer nur vertraut und nicht kontrolliert ist selbst Schuld.

    Sorry. Mir geht dieses ganze geheule: Ich habe gekauft, aber mir nicht durchgelesen, was ich kaufe, sowas von auf die Eier.

    Egal, ob es Lebensmittel sind, Handyverträge, Klingeltonabos usw.

    Wer über 18 Jahre alt ist, und nicht unter Betreuung steht ist mündig, und damit für seine Entscheidungen rein selbstverantwortlich. Und wer einem Verkäufer (und was anderes ist ein Werbemensch auch nicht) blind vertraut, der sollte dringend darüber nachdenken, ob er seine Mündigkeit wirklich verdient hat.

    Die Zutatenliste zu lesen dauert keine 30 sek, wenn man etwas nicht versteht, läßt man es stehn, und fertig. Dann kocht man halt was anderes.


  • Christian sagt:

    Ich finde es ja mal wieder lustig, wie manche die Chance nutzen, auf die pösen, pösen Chemiker zu schimpfen. Selbst, wenn sogar die Milchsäure biotechnologisch gewonnen wird und somit nicht ein einziger Stoff in der grünen Paste „künstlich“ hergestellt wird, aber hauptsache man kann sein Feindbild aufrecht erhalten.

    Dass der Körper eh nix davon merkt, ob ein Molekül jetzt enzymatisch von irgendwelchen Hefen oder im Labor von Chemikern hergestellt wurde, weil beide identisch sind, da will ich gar nicht erst von anfangen. Solange man irgendwelche billigen Parolen über die Chemie raushauen kann, ist alles in Ordnung…


  • saabi sagt:

    3 Regeln für die gute Ernährung:

    1. Nicht kaufen, wenn mehr als 5 Positionen auf der Zutatenliste stehen

    2. Nicht kaufen, wenn ein oder mehrere Begriffe auf der Zutatenliste unaussprechlich sind

    3. Nicht kaufen wenn eine Comic-Figur auf der Packung ist (gilt auch bei „Bio“)


  • okrinom sagt:

    Jaja, die Besseresser, Öko-Einkaufer, Slowfoodler und Verfechter der Konsumrevolution regen sich mal wieder über die böse Lebensmittelindustrie, Natur und Ingenieurswissenschaften im Allgemeinen und Chemie im Speziellen, die dummen nur auf den Preis achtenden Verbraucher und die Welt im Großen und Ganzen auf.

    Es ist so lächerlich, aus den aufgedruckten Eigenschaften eines Produktes einen Skandal machen zu wollen, diese Ganze Foodwatch Bewegung mit ihren übertriebenen, überkandidelten Skandalmeldungen geht mir extrem auf die Nerven.

    Kauft euren Bio-Kram, produziert von mir aus 10 Stunden am Tag aus selbst angebauten Zutaten biodynamisches Edelpesto, aber hört auf zu nerven!


  • moe sagt:

    Also ich unterstütze dein Anliegen total, wir müssen mehr darauf schauen, was wir essen.
    Allerdings ist deine Rechnung mit dem selbst gemachten Pesto so nicht ganz richtig. Natürlich bekommt ein Konzern wie Unilever seine Zutaten günstiger als du im Supermarkt. Aber das Pesto muss hergestellt werden. Diese Kosten müssen natürlich dazugerechnet werden. Außerdem verdirbt ein Pesto ohne Konservierungsstoffe sehr viel schneller. Das heißt, es muss gekühlt gelagert und transportiert werden und wird trotzdem höchstens 14 Tage halten.
    Das heißt ein hoher Ausschuss muss mitgetragen werden. Auch der schlägt sich im Preis nieder.
    Das muss man auch immer berücksichtigen. Daher denke ich die 9 € für ein Glas sind schon realistisch.

    lg
    moe


  • Stefan sagt:

    @okrinom: Du plädierst also dafür, dass Lebensmittelkonzerne weiter Lügen und Täuschen dürfen, weil du ein Recht darauf hast dumm zu bleiben?
    Das mag sein, dass du es hast, aber so eine Einstellung geht mir auf die Nerven. Wenn ich ein Glas Pesto für 2-3 EUR kaufe und es steht Olivenöl vorne drauf, erwarte ich dass da auch Olivenöl drin ist und nicht nur 2%. Wenn du an der Tankstelle Super tankst, willst du auch kein Diesel im Tank und würdest dich sicher aufregen. Hier geht es aber nicht um dein Auto, sondern um Geschmack und evtl. um Gesundheit.

    Ich guck mir aber Grundsätzlich das Kleingedruckte an und hab‘ die hier erwähnte Marke noch nie gekauft, da wie im Artikel beschrieben, keine Kartoffelflocken und Pflanzenöl in Pesto gehören.


  • Dirk sagt:

    Du hast vergessen zu erwähnen, dass das Pesto inzwischen auch Glutamat enthält, hier getarnt als „Aroma mit Milch“ im Zuge einer weiteren „Geschmacksverbesserung“.
    Dirk


  • Frau Müller sagt:

    Ich muss mich da einigen Kommentaren anschließen: Wie kann man so lange ein bestimmtes Produkt kaufen, ohne auch nur einmal auf die Liste der Inhaltsstoffe geschaut zu haben? Ich mag da pingelig sein, aber ich tue das durchaus oft und sei es nur, um darüber zu grinsen, wie viel Zucker in meiner Salami steckt.

    Andererseits: Wir wollen schmackhaftes Essen für wenig Geld, wollen es nach Möglichkeit nicht mehr selbst zubereiten müssen und haltbar sollte es auch sein. Und dann wundert man sich über die ganzen Mittelchen, die zu oben genanntem beitragen? Das gilt auch für o.g. Kartoffelflocken.

    Ich fand Ihren Artikel lesenswert, aber über den Schreck, dass in Fertigessen mehr und vor allen Dingen etwas anderes drin ist, als Großmutters Rezeptbuch hergibt, musste ich dann doch schmunzeln.

    Grüße,
    Frau Müller


  • Fluch sagt:

    Ein Grund mehr, auf alternative Produkte umzusteigen, vor allen Dingen dann, wenn „verbesserte Rezeptur“ angepriesen wird.

    okrinom, du bist jedenfalls ein ganz lustiger. 🙂 Mach weiter so, es ist immer nett zu sehen, wie GERNE sich die Leute verarschen lassen, wenn Großkonzerne ihre „Premium“-Produkte für den Massenmarkt konzipieren!


  • olfinger sagt:

    ähm… nur mal so kurz ne korinthe kacken: wenn da drauf steht, dass da 2% olivenöl drin sind, bedeutet nicht, dass die restlichen 98% aus anderem öl bestehen. so lässt sich ja deutlich erkennen, dass zum beipsiel 37% basilikum drin sind. wie hoch der anteil des olivenöls am gesamten öl ist, ist da einfach nicht abzulesen.


  • mort76 sagt:

    …in deiner Rechnung fehlen nicht nur die Kosten für die Zubereitung- die Gewinnspanne für Hersteller und Einzelhandel kommt auch noch drauf, außerdem kommen noch die Transportkosten dazu, sowie die Personalkosten und die Kosten für die Werbung.
    Wir reden hier ja nicht über Hobbyköche, sondern über die Industrie.


  • Hilli sagt:

    @michael nach Kenntnisnahme der G&V würde ich wie gesagt davonausgehen, dass 5 Euro eher die Grenzkosten sind.

    http://www.netzfundbuero.de/2011/01/27/das-pesto-prinzip-oder-warum-ich-an-der-lebensmittelindustrie-verzweifle/comment-page-1/#comment-10782


  • Hildegunst sagt:

    Das ganze ist vor allem eine Qualitätsfrage und eine von Gewinnspannen. Die Zielgruppe von Bertolli Pesto ist sicher nicht der Bewusste Käufer und Italien-Freund, der viel Wert darauf legt, dass er ‚gute‘ Pesto bekommt. Dieser traut nämlich ohnehin keinem Produkt auf dessen Zutatenliste er nicht gesehen hat.

    Soll das heißen, ich würde niemals Bertolli Pesto kaufen? Nein. Wenn ich Bertolli Pesto kaufe, dann kauf‘ ich sie, weil sie (verhältnismäßig) billig ist und ich mir die Zeit spare, selbst Pesto zu machen. Erwarte ich wirklich gutes Pesto? Nein – denn dann würde ich es selbst machen – und das tu ich auch, wenn ich Zeit und genügend Restgeld für die Woche habe (Studentendarsein *räusper*).

    Werbesprache ist sehr trügerisch. Solange Unilever nicht behauptet, nur ganz tolles Olivenöl, Pinienkerne und erstklassigen Käse zu verwenden, kann man ihnen schlecht vorwerfen, dass sie es nicht tun. Natürlich suggerieren sie mit der Verpackung, dass das der Fall sei – aber ist das heute noch Grund genug sich über das Biegen der Wahrheit in dieser Form aufzuregen?

    Regt sich heute irgend jemand noch darüber auf, wenn nach der Wahl nicht alles so toll ist, wie’s auf den Wahlplakaten suggeriert wurde? Vermutlich nicht – schließlich setzt jeder voraus, dass man sich vor dem Wählen über die Parteien bildet, die man wählt. Gleiches sollte für Produkte im Supermarkt gelten. Ich kaufe nie ein neues Produkt ohne die Zutatenliste durchzugehen – schließlich will ich wissen, was ich zu mir nehme.

    Ich finde Marketing ist in ganz anderen Fällen viel fataler. Warum darf jemand auf seinen Verpackungen Kühe auf grünen Wiesen abbilden, wenn sie nur in Hallen stehen? So etwas verstört mich viel mehr – denn dort kann ich (oder jemand anderes) nicht einfach die Verpackung umdrehen und sehen, wie die Tiere tatsächlich gehalten werden.

    Am Ende des Tages ist es wohl doch eher so, dass die überwiegende Mehrheit der Unilever-Käufer sich entweder nicht all zu sehr für den Inhalt dessen, was sie kaufen interessieren, oder aber mit den Zutaten so wie sie sind zufrieden sind.


  • Orangenschinderhannes sagt:

    Das ist aber eine ganzschöne Milchmädchenrechnung.
    Bertolli mag die Zutaten zwar für die Hälfte bekommen, aber Herstellung, Verpackung, Vertrieb etc. sind auch nicht umsonst. Und dann bist du schnell bei 7€ oder so. Und das gibt wohl kaum jemand für Pesto aus…


  • genova sagt:

    Lustig: genau dieses Pesto-Glas von Bertolli hatte ich gestern im Supermarkt in der Hand und dann ähnliche Gedanken im Kopf. Unglaublich, dass Bertolli auf dem Etikett auch noch hervorhebt, dass die nur zwei Prozent Olivenöl reintun. Das beste herkömmliche Pesto bei Edeka ist übrigens meiner Meinung nach das billigste, nämlich das der Hausmarke. Das ist auch das mit dem höchsten Olivenölanteil.

    Eigentlich dürfte das Zeugs gar nicht als Pesto verkauft werden, eher als Pesto-Ersatz oder so.

    Andererseits kann man den Deutschen jeden Schrott als Lebensmittel verkaufen. Verkauft Bertolli seinen Scheiß denn auch in Italien? Die exakt gleichen Produkte? Wäre interessant zu erfahren.


  • Andreas Jensen sagt:

    Dieses Zeug Pesto zu nennen ist Betrug.
    Betrug ist ein Grundprinzip der Lebensmittelindustrie.
    Selber Schuld, wer es frisst, z.B. um sich schneller den neuen BMW leisten zu können (und damit bei McDrive anzugeben). Arme Kochanalphabeten.


  • Kati sagt:

    Das einzige Pesto (auch im Bioladen), das ich bisher gefunden habe und das tatsächlich das (und NUR das) enthält, was m.M.n. in ein Pesto gehört ist das Pesto ligure von Rapunzel: Basilikum 48%, natives Olivenöl extra 30%, Pinienkerne 14%, Meersalz, Parmesan 3%, Knoblauch. Kostenpunkt: ca. 3,99 für120g. Mir schmeckts.



  • Auch die Bio-Lebensmittelindustrie hat den Faden schon fast durchweg verloren, isoliert sie doch jeden Stoff und jedes Agrarprodukt aus dem Zusammenhang. Die Welt als großes Kaufhaus: wenn niemand mehr weiß was (nicht nur in den Lebensmitteln) woher kommt und unter welchen Umständen produziert wurde, wieviel Leid und Freude da drin steckt – wie kann da Bezug stattfinden? Da werden Lebensmittel nur noch durch ihre Zusammensetzung definiert. Brauchen wir nicht mehr als nur eine Summe wissenschaftlich nachweisbarer Bestandteile? Sicher, da kommen dann auch Schlagwörter wie „fair“, „regional“, „traditionell“ usw. auf. Wünschen wir Eine Welt, in der (auch und gerade) Kinder darauf vertrauen können, daß wir für sie nur das Beste wollen? Dann sollten wir damit aufhören, uns auf dieser Erde ohne Rüksicht auf soziale und ökologische Zusammenhänge an ihren Rohstoffen zu bedienen, um sie dann wahllos zusammenzumixen, hauptsache billig!….es geht eben um mehr, um viel mehr als nur um Profit, Geschmack, Rezepte, Chemie, Garnitur usw.
    Wir brauchen wieder den Bezug, den großen Zusammenhang zum Sein und Wirken, und vielleicht den kleinen „persönlichen“ Bezug zu einer Landschaft, zu Menschen….und vor allem – Liebe und Transparenz.



  • hi!,I really like your writing very much! percentage we communicate extra about your post on AOL? I require a specialist on this house to resolve my problem. May be that’s you! Having a look ahead to peer you.


  • JustMe sagt:

    Moin,
    hab hier was, dass euch interessieren könnte:

    http://www.my-pesto.de/

    LG
    Me


  • bbg pkv sagt:

    Verkennt bei weitem nicht die technischen Ideen des menschlichen Geistes! Ferner zensiert fix voran.



  • Hi Tom,

    mir gehts / ging es genau wie Dir – was haben
    „Kartoffelflocken, Cashews und 98 Prozent unspezifiziertes “pflanzliches Öl”“ und minderwertige Zutaten im Pesto verloren??? – NIX

    Meine Antwort darauf ist mein Project „My-Pesto“, dabei handelt es sicht nicht um eine Art mass-customizing nach der „My-Müsli“ Idee, sondern um MEIN Pesto, welches ich selber und aus besten Zutaten OHNE Aromen und Konservierungsstoffe, herstelle 🙂

    Verkauft wird es in Hamburg auf dem Winterhuder Marktplatz für 10 EUR pro 200 g Glas – Ist zwar ein teurer Spaß, aber die Leute sind begeistert vom Geschmack! Klar: Gute Zutaten kosten Geld, doch das schmeckt man auch!!!! (Und mich kosten alleine die Zutaten pro Glas ca. 6-7 EUR ;)) Aber ich liebe Pesto – und nur mit Qualität kommt man gegen diese Matschepampe von Bertolli an!

    Schau gern mal rum: http://www.my-pesto.de
    Grüße
    Andreas Hoppe



  • Hi Tom,

    hier noch ein kleines Update:

    Ich bin jede 2te Woche auf dem Winterhuder Marktplatz (in Hamburg) mit einem kleinen Stand vertreten und verkaufe 2 Pesti; Basilikum (klassisch mit: Basilikum (33%), Olivenöl, Parmesan, Pinienkerne, Knobi, Salz und Pfeffer) und Tomate mit getrockneten Tomaten (30%), Olivenöl, Parmesan, Mandeln, Pinienkerne, Knobi, Chilli, Salz und Pfeffer)

    200 g Gläser waren vielen Marktkunden zu groß, daher gibt es nun 100 g Gläser (was für mich aufwendiger ist, aber dafür freuen sich die Singels oder Omis über die „schaffbare“ Portion 🙂

    Wer mehr wissen will schaue hier:

    http://de-de.facebook.com/pages/My-Pesto/212478522113717

    Herzliche Grüße und weiterhin guten Geschmack und guten Appetit!!!
    Andreas


  • Fine sagt:

    Man sehe mal genau hin, wem Unilever, Nestlé (incl. Kraft Foods) und andere Großfirmen gehören. Es geht lange nicht mehr um Lebensmittel, sondern nur noch um Nahrungsmittel – Hauptsache satt und ruhig!
    Wer noch mehr wissen möchte, guggle mal nach Monsanto, Cargill und Syngenta, sowie nach deren Eigentümern.
    Hinter den Kulissen sind es stets die Gleichen, die nahezu die ganze Welt kontrollieren und beherrschen.
    Wer bereits etwas wacher ist und Fragen hat, bitte schön:

    http://lupocattivoblog.wordpress.com

    Im Blogroll echts unten gehts um Krankheiten und um das, was wir dafür gezielt täglich zu „fressen“ bekommen. Denn die Pharmamafia will schließlich auch leben, und zwar mehr als gut!


  • Jörg sagt:

    Das Problem ist, dass dieser ganze Billigmüll und Nahrungsersatz der Lebensmittelindustrie ja nur deshalb existiert, weil dieselben Leute, die Einschaltquote bei RTL, Pro7 SAT1 (also im allgemeinen auch „Unterschichtenfernsehen“ genannten Bereich) diesen kriminellen Dreck kritiklos nachfragen und kaufen, anstatt sich frische Zutaten zu besorgen und selbst zu kochen, das wäre aber sowohl billiger als auch 2000% gesünder!

    Die Industrie stellt ihre Produkte (Lebensmittel darf man das eigentlich gar nicht nennen) ja in der Hauptsache aus 5 Bestandteilen her: Fett, Zucker, Abfälle (wahlweise Fleisch oder Obst/Gemüse), chemisch hergestellte Aromastoffe (vorzugsweise aus Abfallprodukten oder Schimmelpilzen) und Konservierungsmittel her (mit kleinen Variationen und Ergänzungen), weil das die billigsten Dinge sind, die auf dem Weltmarkt zu bekommen sind.

    Dann heisst es, „die Leute können sich das ja sonst nicht leisten“ – BUllSHIT. Ich behaupte, dass sich 90% aller Fertiggerichte aus frischen Zutaten billiger herstellen lassen als sie von der Industrie mit Müllbestandteilen angeboten werden, die Konsumenten sind nur zu DUMM oder zu FAUL zum einkaufen und selber kochen!

    Auch ein klassisches Pesto lässt sich sicherlich auch für 4-5 Euro/200g herstellen, das müsste ich nochmal nachrechnen..wenn man die Zutaten nicht gerade in Düsseldorf auf dem Karlsplatz kauft…

    „Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich manchmal kotzen möchte..“ (Zitatursprung ist mir leider entfallen)


  • Jörg sagt:

    Eigentlich dürfte Bertolli das auch gar nicht Pesto genovese nennen, dafür gibt es nämlich im Grunde ein definiertes Rezept (so wie in einen Martini Cocktail auch keine Silberzwiebeln gehören – YUCK!)

    Bei der METRO gibt es im Feinkostregal (nicht bei den Industriepestos) übrigens tatsächlich ein Pesto das nur aus den korrekten Zutaten inm richtigen Mischungsverhältnis besteht, da kosten 180g so 3,99 (ungefähr)….es geht also…ist aber keiner der grossen Industriehersteller, eine kleine italienische Marke.

    SO, wenn ich mir dazu dann für 4 Personen noch so 500-600g pasta mache (die gute von deCecco für 1,20 500g), dann habe ich mit 4 Personen mit hochwertigen und gesunden Zutaten für ca 1,50€ pro person gegessen…wenn ich 2 Glas Pesto nehme (was ich ein bissel viel finde) dann sinds 2,50€/Nase…wer will mir erzählen er könne sich das nicht leisten???


  • Christoph sagt:

    Du sprichst mir aus dem Herzen! Um bei Fertig-Pestos die Spreu vom Weizen zu trennen, habe ich eine Website erstellt, auf der man seine Pesto-Erfahrungen teilen kann. Vielleicht findest Du damit wieder Freude an den Pestos aus dem Glas. Es gibt nämlich durchaus auch gute Produkte! http:www.pestorama.de


  • Christian sagt:

    Leider sehr schlecht argumentiert!!!

    Die Rechnung mit den 10 Euro geht so nicht auf, wie in anderen Kommentaren schon erwähnt. Ebenso ist es einfach falsch, dass in anderen Branchen (z.B. Automobilbranche) weniger geschummelt wird. Das mit dem Öl auf Kreta glaube ich dir sogar, aber so wie du es schreibst ist das ein rein subjektiver Eindruck. Das könnte genau so gut dein „Geschmack“ sein oder schlicht Einbildung.

    Ich empfinde das Bertolli Pesto nicht als Täuschung. Niemand zwingt dich das Fertig-Pesto zu essen. Kauf dir ein anderes oder mach es halt selbst.


    • Tom sagt:

      Ich verweise noch mal auf diesen Post hier. Diese Metro-Pesto bringt das Kunststück fertig, ohne Kartoffelflocken und Cashewbruch auszukommen – und das für unter zwei Euro (wenn man den Preis auf das Füllvolumen von Bertolli umrechnet).


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