Jedes Mal, wenn es wieder einen Lebensmittelskandal gibt oder eine unappetitliche Sache ans Licht kommt, hofft man, dass es danach besser wird – dass die Produzenten von Lebensmitteln lernfähig sind. Aber leider ist das eine hoffnungslose Hoffnung. Folgendes Beispiel illustriert das.
Ich liebe Pesto. Und bin mit dieser Vorliebe ich nicht allein, im Gegenteil. Diese Nudelsoße, die vor 20 Jahren in Deutschland kaum einer kannte, hat seitdem einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Nur Tomatensoße ist populärer.
Und mit dem Siegeszug, wie das bei Lebensmitteln so oft der Fall ist, begann eine ziemlich degoutante Geschichte, leider symptomatisch für die Lebensmittelindustrie von heute.
Marcella Hazan, die Grande Dame der authentischen italienischen Küche, drückt es so aus: “Pesto may have become more popular than is good for it.”
Die genuesische Soße besteht aus wenigen Zutaten. Damit sie schmeckt, müssen diese sehr guter Qualität sein. Der Begriff “Pesto Genovese” ist zwar nicht geschützt, aber es ist halbwegs Konsens, was hineingehört. Man kann es in Hazans Standardwerk nachlesen. Die Zutaten sind:
Frisches Basilikum
Erstklassiges Olivenöl
Knoblauch
Pinienkerne
Butter
Käse (Pecorino, möglichst Fiore Sardo; ferner Parmigiano Reggiano)
Und sonst nichts. Bis ich bei Foodwatch las, dass die von mir präferierte Pesto von Bertolli kaum Olivenöl enthält (sondern … andere Öle) und außerdem Kartoffelflocken als Füllstoff, aß ich stets Fertigpesto. War praktisch, ging schnell, die perfekte Soße zu meinem hektischen Leben.
Nachdem ich dann im Supermarkt zum ersten Mal die Inhaltsangabe studierte, kaufte ich nie wieder Pesto aus dem Glas. Das war im September 2008.
Bertolli, eine Marke des Unileverkonzerns, bekam wegen dieser Nummer damals in den Medien richtig Feuer. Mich persönlich ärgerte das Ganze maßlos, ich fühlte mich als Verbraucher getäuscht. Vorne stand etwas von feinstem nativen Olivenöl drauf, hinten wurde dann erklärt, dass sich zu den 2 Prozent Olivenöl 98 Prozent unspezifiziertes “pflanzliches Öl” gesellen.
Deshalb schrieb ich damals an Bertolli und bekam eine längliche (wenn auch vorgefertigte) Antwort. Den ganzen Text habe ich hier gepostet, die Kernaussage war:
“Ein wirklich traditionell italienisches Pesto aus frischem Basilikum, Pinienkernen, Parmesan, Salz, Knoblauch und Olivenöl in unserer angebotenen Größe (würde) zwischen 8 und 9 Euro kosten – wer soll und kann das ausgeben?”
Da ich mir seit einiger Zeit mein Pesto selber mache, habe ich gewisse Zweifel an dieser Rechnung. Die notwendigen Zutaten (preislich relevant sind ja im wesentlichen Basilikum, Öl, Pinienkerne und Käse) bekomme ich in einem normalen Supermarkt sowie beim türkischen Gemüsehändler für etwa 10 Euro.
Damit vermag ich in etwa die Menge herzustellen, die in einem handelsüblichen Pestoglas ist – eher sogar etwas mehr. Jetzt muss man aber ja wohl davon ausgehen, dass ein Riesenkonzern wie Unilever aufgrund von Großhandelspreisen und Mengenrabatten die Zutaten billiger bekommt – vielleicht für die Hälfte.
Der gesunde Menschenverstand sagt einem folglich, die Behauptung, unter 9 Euro könne man hochwertige Pesto gar nicht anbieten, nicht ganz hinkommt. (Update: Darauf deutet auch der Umstand hin, dass es durchaus bessere, preiswertere Industriepesto gibt).
Aber viel wichtiger ist folgendes, weil es zeigt, wie Lebensmittelkonzerne leider denken: Eigentlich müsste eine Firma wie Bertolli, die sich auf eine fast 150-jährige Tradition beruft, meines Erachtens an die Produktion hochwertiger Lebensmittel folgendermaßen herangehen: Unser Produkt kostet, was es eben kosten muss. Wenn es sich nur mit Schrottzutaten realisieren lässt, dann machen wir es nicht.
Tja. Das würde man tun, wenn man unbedingt dem Premiumgedanken verpflichtet ist. Bertolli hingegen argumentiert: “Wir sind ein Massenkonsumgüterhersteller und wollen daher möglichst vielen Verbrauchern bezahlbare Markenartikel anbieten.” Form follows function also, oder unfeiner gesagt: Nur der Preispunkt zählt.
Lange kaufte ich parallel zur Bertolli-Pesto auch deren Olivenöl. Ich verband mit der Marke eben irgendwie Premium. Sollte ich ja auch. Auf der Bertolli-Seite heißt es: “Das Geheimnis liegt in der Komposition der ausgesuchten Olivenöle, die mit Sorgfalt ausgewählt werden. Sie garantieren den typischen Geschmack und die hohe Qualität.”
Nach der Erfahrung mit der kartoffeligen Pesto fragte ich mich jedoch: Wenn jemandem als Nudelsoßenhersteller authentische italienische Küche wurscht zu sein scheint – kann er dann als Olivenölhersteller ein qualitätsbewusster Purist sein?
Vielleicht. Mir ist an dem Bertolli-Öl nie etwas Negatives aufgefallen. Dann kaufte ich vor zwei Jahren auf Kreta im Supermarkt Olivenöl. Es kam in einer billigen Plastikflasche daher, für 1,79 Euro, die weiße Marke der Supermarktkette Ariadne. Das Öl war eine Offenbarung, schmeckte mir um Längen besser als das 7-Euro-Öl von Bertolli – oder irgendein anderes deutsches Supermarktolivenöl.
Das gab mir erneut zu denken. Ich bin kein Gourmettester und auch keine Lebensmittelchemiker, aber zumindest nach meinem persönlichen Empfinden war die Sache damit klar: Einem Kreter kann man kein zweitklassiges Olivenöl vorsetzen und auch kein überteuertes. Einem Deutschen schon. Und er zahlt dafür auch noch richtig Geld. Im Marketing nennt man so etwas “die Konsumentenrente abschöpfen”.
Ich würde gerne mal wissen, ob sie den Leuten in Genua auch Pesto mit Kartoffelflocken verkaufen.
Nach dem medialen Furor war ich mir sicher, dass Unilever bestimmt etwas ändern würde. Über die “volle Packung Lug und Trug” (Spiegel Online) und den “Bluff im Supermarkt (Weser-Kurier) berichteten damals Dutzende Medien. Spon-Kolumnist Ulrich Fichtner erboste sich:
“Man kann in unserer Welt jeden Möbelhändler, der einem ein Plastiksofa als echte Ledercouch andreht, verklagen. Es ist selbstverständlich, dass ein Auto wirklich 100 PS haben muss, wenn der Hersteller behauptet, es habe 100 PS. Für unser Essen gilt das in vielen Fällen nicht. Der Etikettenschwindel ist die Regel.”
Wenn ich in meinem Bekanntenkreis heute Menschen frage (meist Besseresser), dann sagen sie mir, dass sie “diese widerliche Pestopampe aus dem Glas” nicht mehr kaufen. Die Aufregung hat also etwas gebracht, richtig? Und Unilever hat bestimmt die Rezeptur geändert?
Auf seiner Homepage schreibt Bertolli heute über seine Pesto:
Pesto Verde in Premiumqualität wird nach traditioneller Rezeptur nur aus erlesenen, hochwertigen Zutaten und BERTOLLI extra vergine Olivenöl zubereitet. Aromatisches Basilikum, Grana Padano Käse (italienischer Hartkäse), Pinienkerne und BERTOLLI extra vergine Olivenöl.
Diese Woche war ich im Supermarkt, und schaute mir die Bertolli-Pesto im Nudelregal an. Und siehe da – es scheint tatsächlich etwas geändert worden zu sein. Auf dem Etikett steht zum Beispiel vorne nichts mehr von Pinienkernen.
Aber laut dem Etikett auf der Rückseite enthält die Pesto Verde immer noch Kartoffelflocken, Cashews und 98 Prozent unspezifiziertes “pflanzliches Öl”. Um ganz sicherzugehen, habe ich nochmal bei der Pressestelle nachgefragt. Und die teilte mit:
“Die Zusammensetzung unseres Produkts Pesto Verde von Bertolli ist nach wie vor so wie bisher. Es gab und gibt für uns keinen Anlass, etwas daran zu verändern”
Update: Das Wirtschaftsmagazin WISO kommt in einem Test zu dem Ergebnis, dass Bertollis Ölivenöl kein extra vergine sei, wie auf dem Etikett behauptet (Unilever widerspricht).
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Ich finde es ja mal wieder lustig, wie manche die Chance nutzen, auf die pösen, pösen Chemiker zu schimpfen. Selbst, wenn sogar die Milchsäure biotechnologisch gewonnen wird und somit nicht ein einziger Stoff in der grünen Paste “künstlich” hergestellt wird, aber hauptsache man kann sein Feindbild aufrecht erhalten.
Dass der Körper eh nix davon merkt, ob ein Molekül jetzt enzymatisch von irgendwelchen Hefen oder im Labor von Chemikern hergestellt wurde, weil beide identisch sind, da will ich gar nicht erst von anfangen. Solange man irgendwelche billigen Parolen über die Chemie raushauen kann, ist alles in Ordnung…
3 Regeln für die gute Ernährung:
1. Nicht kaufen, wenn mehr als 5 Positionen auf der Zutatenliste stehen
2. Nicht kaufen, wenn ein oder mehrere Begriffe auf der Zutatenliste unaussprechlich sind
3. Nicht kaufen wenn eine Comic-Figur auf der Packung ist (gilt auch bei “Bio”)
Jaja, die Besseresser, Öko-Einkaufer, Slowfoodler und Verfechter der Konsumrevolution regen sich mal wieder über die böse Lebensmittelindustrie, Natur und Ingenieurswissenschaften im Allgemeinen und Chemie im Speziellen, die dummen nur auf den Preis achtenden Verbraucher und die Welt im Großen und Ganzen auf.
Es ist so lächerlich, aus den aufgedruckten Eigenschaften eines Produktes einen Skandal machen zu wollen, diese Ganze Foodwatch Bewegung mit ihren übertriebenen, überkandidelten Skandalmeldungen geht mir extrem auf die Nerven.
Kauft euren Bio-Kram, produziert von mir aus 10 Stunden am Tag aus selbst angebauten Zutaten biodynamisches Edelpesto, aber hört auf zu nerven!
Also ich unterstütze dein Anliegen total, wir müssen mehr darauf schauen, was wir essen.
Allerdings ist deine Rechnung mit dem selbst gemachten Pesto so nicht ganz richtig. Natürlich bekommt ein Konzern wie Unilever seine Zutaten günstiger als du im Supermarkt. Aber das Pesto muss hergestellt werden. Diese Kosten müssen natürlich dazugerechnet werden. Außerdem verdirbt ein Pesto ohne Konservierungsstoffe sehr viel schneller. Das heißt, es muss gekühlt gelagert und transportiert werden und wird trotzdem höchstens 14 Tage halten.
Das heißt ein hoher Ausschuss muss mitgetragen werden. Auch der schlägt sich im Preis nieder.
Das muss man auch immer berücksichtigen. Daher denke ich die 9 € für ein Glas sind schon realistisch.
lg
moe
@okrinom: Du plädierst also dafür, dass Lebensmittelkonzerne weiter Lügen und Täuschen dürfen, weil du ein Recht darauf hast dumm zu bleiben?
Das mag sein, dass du es hast, aber so eine Einstellung geht mir auf die Nerven. Wenn ich ein Glas Pesto für 2-3 EUR kaufe und es steht Olivenöl vorne drauf, erwarte ich dass da auch Olivenöl drin ist und nicht nur 2%. Wenn du an der Tankstelle Super tankst, willst du auch kein Diesel im Tank und würdest dich sicher aufregen. Hier geht es aber nicht um dein Auto, sondern um Geschmack und evtl. um Gesundheit.
Ich guck mir aber Grundsätzlich das Kleingedruckte an und hab’ die hier erwähnte Marke noch nie gekauft, da wie im Artikel beschrieben, keine Kartoffelflocken und Pflanzenöl in Pesto gehören.
Du hast vergessen zu erwähnen, dass das Pesto inzwischen auch Glutamat enthält, hier getarnt als “Aroma mit Milch” im Zuge einer weiteren “Geschmacksverbesserung”.
Dirk
Ich muss mich da einigen Kommentaren anschließen: Wie kann man so lange ein bestimmtes Produkt kaufen, ohne auch nur einmal auf die Liste der Inhaltsstoffe geschaut zu haben? Ich mag da pingelig sein, aber ich tue das durchaus oft und sei es nur, um darüber zu grinsen, wie viel Zucker in meiner Salami steckt.
Andererseits: Wir wollen schmackhaftes Essen für wenig Geld, wollen es nach Möglichkeit nicht mehr selbst zubereiten müssen und haltbar sollte es auch sein. Und dann wundert man sich über die ganzen Mittelchen, die zu oben genanntem beitragen? Das gilt auch für o.g. Kartoffelflocken.
Ich fand Ihren Artikel lesenswert, aber über den Schreck, dass in Fertigessen mehr und vor allen Dingen etwas anderes drin ist, als Großmutters Rezeptbuch hergibt, musste ich dann doch schmunzeln.
Grüße,
Frau Müller
Ein Grund mehr, auf alternative Produkte umzusteigen, vor allen Dingen dann, wenn “verbesserte Rezeptur” angepriesen wird.
okrinom, du bist jedenfalls ein ganz lustiger. :-) Mach weiter so, es ist immer nett zu sehen, wie GERNE sich die Leute verarschen lassen, wenn Großkonzerne ihre “Premium”-Produkte für den Massenmarkt konzipieren!
ähm… nur mal so kurz ne korinthe kacken: wenn da drauf steht, dass da 2% olivenöl drin sind, bedeutet nicht, dass die restlichen 98% aus anderem öl bestehen. so lässt sich ja deutlich erkennen, dass zum beipsiel 37% basilikum drin sind. wie hoch der anteil des olivenöls am gesamten öl ist, ist da einfach nicht abzulesen.
…in deiner Rechnung fehlen nicht nur die Kosten für die Zubereitung- die Gewinnspanne für Hersteller und Einzelhandel kommt auch noch drauf, außerdem kommen noch die Transportkosten dazu, sowie die Personalkosten und die Kosten für die Werbung.
Wir reden hier ja nicht über Hobbyköche, sondern über die Industrie.
@michael nach Kenntnisnahme der G&V würde ich wie gesagt davonausgehen, dass 5 Euro eher die Grenzkosten sind.
http://www.netzfundbuero.de/2011/01/27/das-pesto-prinzip-oder-warum-ich-an-der-lebensmittelindustrie-verzweifle/comment-page-1/#comment-10782
Das ganze ist vor allem eine Qualitätsfrage und eine von Gewinnspannen. Die Zielgruppe von Bertolli Pesto ist sicher nicht der Bewusste Käufer und Italien-Freund, der viel Wert darauf legt, dass er ‘gute’ Pesto bekommt. Dieser traut nämlich ohnehin keinem Produkt auf dessen Zutatenliste er nicht gesehen hat.
Soll das heißen, ich würde niemals Bertolli Pesto kaufen? Nein. Wenn ich Bertolli Pesto kaufe, dann kauf’ ich sie, weil sie (verhältnismäßig) billig ist und ich mir die Zeit spare, selbst Pesto zu machen. Erwarte ich wirklich gutes Pesto? Nein – denn dann würde ich es selbst machen – und das tu ich auch, wenn ich Zeit und genügend Restgeld für die Woche habe (Studentendarsein *räusper*).
Werbesprache ist sehr trügerisch. Solange Unilever nicht behauptet, nur ganz tolles Olivenöl, Pinienkerne und erstklassigen Käse zu verwenden, kann man ihnen schlecht vorwerfen, dass sie es nicht tun. Natürlich suggerieren sie mit der Verpackung, dass das der Fall sei – aber ist das heute noch Grund genug sich über das Biegen der Wahrheit in dieser Form aufzuregen?
Regt sich heute irgend jemand noch darüber auf, wenn nach der Wahl nicht alles so toll ist, wie’s auf den Wahlplakaten suggeriert wurde? Vermutlich nicht – schließlich setzt jeder voraus, dass man sich vor dem Wählen über die Parteien bildet, die man wählt. Gleiches sollte für Produkte im Supermarkt gelten. Ich kaufe nie ein neues Produkt ohne die Zutatenliste durchzugehen – schließlich will ich wissen, was ich zu mir nehme.
Ich finde Marketing ist in ganz anderen Fällen viel fataler. Warum darf jemand auf seinen Verpackungen Kühe auf grünen Wiesen abbilden, wenn sie nur in Hallen stehen? So etwas verstört mich viel mehr – denn dort kann ich (oder jemand anderes) nicht einfach die Verpackung umdrehen und sehen, wie die Tiere tatsächlich gehalten werden.
Am Ende des Tages ist es wohl doch eher so, dass die überwiegende Mehrheit der Unilever-Käufer sich entweder nicht all zu sehr für den Inhalt dessen, was sie kaufen interessieren, oder aber mit den Zutaten so wie sie sind zufrieden sind.
Das ist aber eine ganzschöne Milchmädchenrechnung.
Bertolli mag die Zutaten zwar für die Hälfte bekommen, aber Herstellung, Verpackung, Vertrieb etc. sind auch nicht umsonst. Und dann bist du schnell bei 7€ oder so. Und das gibt wohl kaum jemand für Pesto aus…
Lustig: genau dieses Pesto-Glas von Bertolli hatte ich gestern im Supermarkt in der Hand und dann ähnliche Gedanken im Kopf. Unglaublich, dass Bertolli auf dem Etikett auch noch hervorhebt, dass die nur zwei Prozent Olivenöl reintun. Das beste herkömmliche Pesto bei Edeka ist übrigens meiner Meinung nach das billigste, nämlich das der Hausmarke. Das ist auch das mit dem höchsten Olivenölanteil.
Eigentlich dürfte das Zeugs gar nicht als Pesto verkauft werden, eher als Pesto-Ersatz oder so.
Andererseits kann man den Deutschen jeden Schrott als Lebensmittel verkaufen. Verkauft Bertolli seinen Scheiß denn auch in Italien? Die exakt gleichen Produkte? Wäre interessant zu erfahren.
Dieses Zeug Pesto zu nennen ist Betrug.
Betrug ist ein Grundprinzip der Lebensmittelindustrie.
Selber Schuld, wer es frisst, z.B. um sich schneller den neuen BMW leisten zu können (und damit bei McDrive anzugeben). Arme Kochanalphabeten.
Das einzige Pesto (auch im Bioladen), das ich bisher gefunden habe und das tatsächlich das (und NUR das) enthält, was m.M.n. in ein Pesto gehört ist das Pesto ligure von Rapunzel: Basilikum 48%, natives Olivenöl extra 30%, Pinienkerne 14%, Meersalz, Parmesan 3%, Knoblauch. Kostenpunkt: ca. 3,99 für120g. Mir schmeckts.
Auch die Bio-Lebensmittelindustrie hat den Faden schon fast durchweg verloren, isoliert sie doch jeden Stoff und jedes Agrarprodukt aus dem Zusammenhang. Die Welt als großes Kaufhaus: wenn niemand mehr weiß was (nicht nur in den Lebensmitteln) woher kommt und unter welchen Umständen produziert wurde, wieviel Leid und Freude da drin steckt – wie kann da Bezug stattfinden? Da werden Lebensmittel nur noch durch ihre Zusammensetzung definiert. Brauchen wir nicht mehr als nur eine Summe wissenschaftlich nachweisbarer Bestandteile? Sicher, da kommen dann auch Schlagwörter wie “fair”, “regional”, “traditionell” usw. auf. Wünschen wir Eine Welt, in der (auch und gerade) Kinder darauf vertrauen können, daß wir für sie nur das Beste wollen? Dann sollten wir damit aufhören, uns auf dieser Erde ohne Rüksicht auf soziale und ökologische Zusammenhänge an ihren Rohstoffen zu bedienen, um sie dann wahllos zusammenzumixen, hauptsache billig!….es geht eben um mehr, um viel mehr als nur um Profit, Geschmack, Rezepte, Chemie, Garnitur usw.
Wir brauchen wieder den Bezug, den großen Zusammenhang zum Sein und Wirken, und vielleicht den kleinen “persönlichen” Bezug zu einer Landschaft, zu Menschen….und vor allem – Liebe und Transparenz.
hi!,I really like your writing very much! percentage we communicate extra about your post on AOL? I require a specialist on this house to resolve my problem. May be that’s you! Having a look ahead to peer you.
Moin,
hab hier was, dass euch interessieren könnte:
http://www.my-pesto.de/
LG
Me
Verkennt bei weitem nicht die technischen Ideen des menschlichen Geistes! Ferner zensiert fix voran.
Hi Tom,
mir gehts / ging es genau wie Dir – was haben
“Kartoffelflocken, Cashews und 98 Prozent unspezifiziertes “pflanzliches Öl”” und minderwertige Zutaten im Pesto verloren??? – NIX
Meine Antwort darauf ist mein Project “My-Pesto”, dabei handelt es sicht nicht um eine Art mass-customizing nach der “My-Müsli” Idee, sondern um MEIN Pesto, welches ich selber und aus besten Zutaten OHNE Aromen und Konservierungsstoffe, herstelle :)
Verkauft wird es in Hamburg auf dem Winterhuder Marktplatz für 10 EUR pro 200 g Glas – Ist zwar ein teurer Spaß, aber die Leute sind begeistert vom Geschmack! Klar: Gute Zutaten kosten Geld, doch das schmeckt man auch!!!! (Und mich kosten alleine die Zutaten pro Glas ca. 6-7 EUR ;)) Aber ich liebe Pesto – und nur mit Qualität kommt man gegen diese Matschepampe von Bertolli an!
Schau gern mal rum: http://www.my-pesto.de
Grüße
Andreas Hoppe
Hi Tom,
hier noch ein kleines Update:
Ich bin jede 2te Woche auf dem Winterhuder Marktplatz (in Hamburg) mit einem kleinen Stand vertreten und verkaufe 2 Pesti; Basilikum (klassisch mit: Basilikum (33%), Olivenöl, Parmesan, Pinienkerne, Knobi, Salz und Pfeffer) und Tomate mit getrockneten Tomaten (30%), Olivenöl, Parmesan, Mandeln, Pinienkerne, Knobi, Chilli, Salz und Pfeffer)
200 g Gläser waren vielen Marktkunden zu groß, daher gibt es nun 100 g Gläser (was für mich aufwendiger ist, aber dafür freuen sich die Singels oder Omis über die “schaffbare” Portion :)
Wer mehr wissen will schaue hier:
http://de-de.facebook.com/pages/My-Pesto/212478522113717
Herzliche Grüße und weiterhin guten Geschmack und guten Appetit!!!
Andreas
Man sehe mal genau hin, wem Unilever, Nestlé (incl. Kraft Foods) und andere Großfirmen gehören. Es geht lange nicht mehr um Lebensmittel, sondern nur noch um Nahrungsmittel – Hauptsache satt und ruhig!
Wer noch mehr wissen möchte, guggle mal nach Monsanto, Cargill und Syngenta, sowie nach deren Eigentümern.
Hinter den Kulissen sind es stets die Gleichen, die nahezu die ganze Welt kontrollieren und beherrschen.
Wer bereits etwas wacher ist und Fragen hat, bitte schön:
http://lupocattivoblog.wordpress.com
Im Blogroll echts unten gehts um Krankheiten und um das, was wir dafür gezielt täglich zu “fressen” bekommen. Denn die Pharmamafia will schließlich auch leben, und zwar mehr als gut!
Das Problem ist, dass dieser ganze Billigmüll und Nahrungsersatz der Lebensmittelindustrie ja nur deshalb existiert, weil dieselben Leute, die Einschaltquote bei RTL, Pro7 SAT1 (also im allgemeinen auch “Unterschichtenfernsehen” genannten Bereich) diesen kriminellen Dreck kritiklos nachfragen und kaufen, anstatt sich frische Zutaten zu besorgen und selbst zu kochen, das wäre aber sowohl billiger als auch 2000% gesünder!
Die Industrie stellt ihre Produkte (Lebensmittel darf man das eigentlich gar nicht nennen) ja in der Hauptsache aus 5 Bestandteilen her: Fett, Zucker, Abfälle (wahlweise Fleisch oder Obst/Gemüse), chemisch hergestellte Aromastoffe (vorzugsweise aus Abfallprodukten oder Schimmelpilzen) und Konservierungsmittel her (mit kleinen Variationen und Ergänzungen), weil das die billigsten Dinge sind, die auf dem Weltmarkt zu bekommen sind.
Dann heisst es, “die Leute können sich das ja sonst nicht leisten” – BUllSHIT. Ich behaupte, dass sich 90% aller Fertiggerichte aus frischen Zutaten billiger herstellen lassen als sie von der Industrie mit Müllbestandteilen angeboten werden, die Konsumenten sind nur zu DUMM oder zu FAUL zum einkaufen und selber kochen!
Auch ein klassisches Pesto lässt sich sicherlich auch für 4-5 Euro/200g herstellen, das müsste ich nochmal nachrechnen..wenn man die Zutaten nicht gerade in Düsseldorf auf dem Karlsplatz kauft…
“Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich manchmal kotzen möchte..” (Zitatursprung ist mir leider entfallen)
Eigentlich dürfte Bertolli das auch gar nicht Pesto genovese nennen, dafür gibt es nämlich im Grunde ein definiertes Rezept (so wie in einen Martini Cocktail auch keine Silberzwiebeln gehören – YUCK!)
Bei der METRO gibt es im Feinkostregal (nicht bei den Industriepestos) übrigens tatsächlich ein Pesto das nur aus den korrekten Zutaten inm richtigen Mischungsverhältnis besteht, da kosten 180g so 3,99 (ungefähr)….es geht also…ist aber keiner der grossen Industriehersteller, eine kleine italienische Marke.
SO, wenn ich mir dazu dann für 4 Personen noch so 500-600g pasta mache (die gute von deCecco für 1,20 500g), dann habe ich mit 4 Personen mit hochwertigen und gesunden Zutaten für ca 1,50€ pro person gegessen…wenn ich 2 Glas Pesto nehme (was ich ein bissel viel finde) dann sinds 2,50€/Nase…wer will mir erzählen er könne sich das nicht leisten???