Für die iPad-App des SPIEGEL werden jede Woche zahlreiche exklusive Features produziert – eines davon war die Infografik “Die Griechenland -Krise” von Roman Höfner, Jens Radü und mir (Ausgabe Nr. 24).
Vorbild für das Video war diese meines Erachtens geniale animierte Infografik zur US-Finanzkrise:
Als ich mir unser Video dann auf dem Apple iPad angeschaut habe, habe ich mich allerdings gefragt: Müssen wir in Zukunft Infografiken anbieten, die sich nicht nur bewegen, sondern die sich vielleicht sogar bewegen lassen? Würde der Leser den Griechen und die Investoren vielleicht gerne selber auf dem Touchscreen herumschubsen?
Technisch ist das (mit erheblichem Aufwand) machbar, journalistisch erscheint es mir reizvoll – aber ist das vielleicht zuviel Involvement für den Leser? Vielleicht will der sich ja auch lieber ein kurzes Video angucken und nicht so viel “selber arbeiten”. Wie beim Fernsehen, wo die interaktiven Features auch kaum jemand nutzt.
Man weiß es (noch) nicht. Die Sache steht noch ganz am Anfang, man muss einfach experimentieren und schauen, was der User goutiert.
