Der Server für die Abwrackprämien-Reservierung ist immer noch am Rauchen - die Seite ist kaum zu erreichen. Das zuständige BAFA empfiehlt, des nächtens upzuloaden: “Wir bitten Antragsteller, soweit möglich auf Zeiten mit geringerem Auslastungsgrad auszuweichen (z. B. spätere Abendstunden).”
Auf diesen Artikel hin habe ich relativ viele Mails erhalten, die an die gute alte Mehrwertssteuer erinnern: Weil bei jedem Autokauf 19 Prozent fällig werden, so die Argumentation, finanziere sich die Abwrackprämie im Prinzip von selbst. Sobald ein Auto mehr als 15.000 Euro koste, mache der Staat gar ein Plus.
So argumentieren auch die Autolobbyisten und VW-Chef Winterkorn. Die Sache hat nur zwei kleine Haken.
Erstens: Nach bisherigem Kenntnisstand kauft kaum jemand im Zusammenhang mit der Abwrackprämie ein Auto für 15.000 Euro - es sind eher Kleinwagen unter 10.000 Euro, die gut gehen. In diesem Betrag ist dann in der Regel auch schon der Abwrackbonus erhalten. Bei 7500 Euro fallen gerade Mal 1425 Euro MwSt an.
Zweitens: Den Umsatzsteuererlös bekommt nicht “der Staat” sondern zu Teilen Bund und Länder. Das Konjunkturpaket II wird aber vom Bund bezahlt. Der MwSt-Anteil des Bundes liegt meines Wissens etwas unter 50 Prozent. Das hieße, dass der Bund bei einem Neuwagen mit Verkaufspreis von 10.000 Euro gerade einmal 700 Euro einstriche.
“”Herzlichst Gluckwuensch zu gemutlicher Weihnachtzkerze Kauf. Mit sensazionell Modell GWK 90191 (ein beleuchtbarer Anstecker). Sie bekomen nicht teutonische Gemutlichkeit fuer trautes Heim nur, auch Erfolg als moderner Mensch bei anderes Gesleckt nach Weihnachtsganz aufgegessen und laenger, weil Batterie viel Zeit gut lange. Zu erreischen Gluckseligkeit unter finsterem Tann”.