Tom Hillenbrand’s Netzfundbüro

If Google built cars

26 February 2009 — Google, Suchmaschinen, Debatte, Greentech, Autos, Abgewürgt, EV/Elektroauto

Jeff Jarvis seems to think that every company, organization, manager and spaniel on the planet should think more like Google - not least of all those ailing car companies. He has a point.

But back in 1997, someone published a humorous list called “If Microsoft built cars”. So if Google built cars, what would they be like?

Here are some ideas:

1. The dashboard would be all white, without any odometer, speedometer or other controls.

2. All your road trip data, as well as your fuel consumption information would be collected in a Google database.

3. The commercials on your car radio would be targeted to you.

4. You could ask your car to take you to the next grocer or to the next store that sells orange flare bell bottoms in 33.

5. After entering your destination in the navigation computer, you could just cross your arms and say “I’m feeling lucky”.

6. One day at around 0930 AM GMT all Google cars in the word would suddenly stop working for a couple of hours.

Mercedes hässlicher SUV-Zwerg - designt auf LSD?

24 February 2009 — News, Debatte, Autos

Der Mercedes GLK ist eine fürchterliche, rollende Handtasche - ein Auto, bei dem mir sofort übel wird. Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr mir das Design stinkt. Glücklicherweise ist Dan Neil von der Los Angeles Times nicht ganz so sprachlos. Hier die schönsten Auszüge aus seinem Verriss:

“The exterior is a veritable food fight of odd angles and curious proportions, fender swells and dissonant accent lines, and all of it buttoned by a hilariously oversized, nay, desperate grille.

The GLK suggests nothing less than a Dadaist collage of the company’s styling portfolio pasted onto a matchbox.”

“I understand Gorden Wagener was trying to synthesize the blustery outdoor looks of the vast GL and the C-class compact sedan, upon which the GLK is mechanically based. I say leave the synthesizing to Dr. Hofmann.”

“Acura RDX, Infiniti EX35, Land Rover LR2, the new VW Tiguan … Any and all are prettier than the GLK, in the way Einstein was smarter than his dog.”

Mehr davon hier

Tipps vom Fachmann: Trump empfiehlt GM Insolvenz

20 February 2009 — News

Bei Letterman hat “The Donald”, dem geade seine Casinokette abgeschmiert ist, GM zur Insolvenz geraten.

“And frankly that’s what General Motors should be doing instead of asking for money. They should go into bankruptcy and work that stuff out in a deal.”

Das sind Donny und ich ja wieder mal einer Meinung.

Via Wheels Und hier das Video.

In Memoriam Saab

20 February 2009 — News, Autos, Carmageddon


Kindle Economics: Wie die Printpresse ihre große Chance verpatzt

19 February 2009 — Debatte, Medienmassaker, Wirtschaft, Werbung, Printen

Ich will sofort einen Kindle - denn mit dem E-Book könnte ich meine Zeitungs- und Zeitschriftenkosten radikal reduzieren. Alleine mein FT-Abo würde es rausreißen,denn das kostet laut Amazon auf dem Kindle monatlich nur 9,99 $ - entspricht 94,80 Euro im Jahr. Da sparte ich gegenüber dem Printabo unglaubliche 481,40 Euro - könnte mir also den Kindle kaufen und hätte noch Geld übrig.

Die anderen Kindle-Abos sind ähnlich absurd bepreist (Übersicht bei Amazon). Magazine wie Fortune oder Newsweek gibt es für 1,49 $, was etwa einem Viertel des (bereits rabattierten) US-Abopreises der Printausgabe entspricht.

Bei der FT beträgt die Differenz sogar 83 Prozent zum Print. Nun kann es ja sein, dass die Verlage wegen der digitalen Distribution Vertriebs- und Produktionskosten in signifikanter Höhe sparen (ich schätze 60%) - und die zusätzlichen Grenzkosten für einen Vertrieb über den Kindle gehen vermutlich gegen Null.

Aber das ist doch kein Grund, das Zeug dem Leser zu Ramschpreisen in den Rachen zu werfen. Wo war denn da das Marketing? Hallo, Konsumentenrente? Auch wenn die FT auf dem Kindle nur halb so teuer wäre wie auf Papier, würde ich sie trotzdem elektronisch abonnieren.

Die Verlage versauen sich auf diesem interessanten neuen Vertriebsweg von Anfang an den Preis - mir ist schleierhaft, wie sie nach Abgabe geschätzter 40 Prozent der Umsatzerlöse an Amazon überhaupt irgendetwas verdienen wollen. Ist ja auch keine Werbung drin.

Erst jammern, dass die Leute für Content nix zahlen wollen -und dann bei einer Gelegenheit, diesen Trend umzukehren, gleich eine Ramschstrategie fahren.

Ökonomie eines Blutbads: Ein paar unerfreuliche Zahlen zur Medienkrise

17 February 2009 — Debatte, Medienmassaker, Wirtschaft, Werbung, Printen

Dieser Blogpost von Henry “piece of shit” Blodget lässt mir keine Ruhe. Der Ex-Analyst hat unlängst ausgerechnet, dass die NYT jedem ihrer Abonnenten einen Kindle schenken könnte, wenn sie das Blatt nicht mehr druckte. Das ist freilich eine Milmädchensubtraktion, die dem Blatt wenig hilft.

Ich habe mir ein paar Zahlen zur Kostenstruktur deutscher Tageszeitungen besorgt und ein wenig herumgeexcelt. Das Ergebnis finde ich ebenso interessant wie deprimierend. Auf Basis der durchschnittlichen prozentualen Kostenverteilung habe ich eine (stark simplifizierte) Kostenrechnung für den fiktiven “Dödelsberger Boten” erstellt.

Dieses qualitätsjournalistische Blatt machte in den guten alten Zeiten 120 Mio. Umsatz p.a., bei Vollkosten von 100 Mio. Dann kam die Medienkrise und die Anzeigenerlöse (70% des Gesamtumsatzes) schmierten um 60% ab. Damit war die einstmals hochprofitable Zeitung plötzlich tiefrot. Die Dödeldorfer erhöhten daraufhin ihren Copypreis um 10%, was ihnen aber nicht viel geholfen hat.

Das Elend sieht buchhalterisch dann folgendermaßen aus:

Die Internetausgabe Dödel.de läuft doch bestimmt besser? Liegt alles nur am Toter-Baum-Vertieb? Nicht wirklich. Ich habe mal angenommen, dass die Onlineausgabe 25 % des Werbeumsatzes der Printausgabe erwirtschaftet (optimistisch), 10% der Vertriebskosten der Printausgabe hat, 25 % der Anzeigenkosten und 25% der Verwaltungskosten. Dödel.de ist trotzdem tiefrot.

Selbst wenn das Webangebot sich das gesamte Backoffice mit der Printausgabe teilt, ist es defizitär:

Ich habe länger mit der Excel-Tabelle herumgespielt - das einzige wovon ich die Finger gelassen habe, sind die Redaktionskosten - die journalistische Qualität soll ja erhalten bleiben, egal ob bei Print oder Online. Doch selbst, wenn man “Dödeldorfer Bote” und Dödel.de kombiniert und die Printredaktion alle Onlinebeiträge nebenbei mitschreiben lässt (unrealistisch), kommt immer noch ein Fehlbetrag heraus.

Was ich damit sagen will? Keine Ahnung - vielleicht, dass es alles nicht so einfach ist, wie Henry Blodget glaubt. Hier ist übrigens meine Tabelle - wer also mal Costcutter spielen will - viel Spaß.

Und hier nochmal als Grafik.

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Time to kick Facebook in the face

16 February 2009 — News, Debatte, Medienmassaker, Wirtschaft, Social Media

Angesichts dieser Meldung bin ich heilfroh, meinen Facebook-Eintrag unlängst komplett eingeäschert zu haben (war mühsam):

“Facebook lässt sich von seine Nutzern weltweite, immerwährende Rechte einräumen, jeden vom Nutzer generierten Inhalt “nutzen, kopieren, veröffentlichen, streamen, speichern, aufbewahren, öffentlich aufführen oder zeigen, ausstrahlen, scannen, umformatieren” zu dürfen.”

Mensch, Zuckerberg, wie kann man mit 24 Jahren schon so gierig sein? Du hast doch schon den ganzen Schrank voller Adiletten.

Der Traktor-SUV

16 February 2009 — Autos, Abgewürgt

Mehrere Leser haben mich nach meiner letzten Kolumne über wunderliche Crossover-Modelle darauf hingewiesen, dass meine Fantasie zu beschränkt ist: Der Leichenwagen-Sportler - gab es schon bei Harold und Maude. Der Lifestyle-Trecker - wurde ebenfalls schon gebaut.

Die Rede ist vom Lanz Eil-Bulldog, einem funkigen Ackerpflüger mit Cabriodach und zehn Litern Hubraum. Einzylindermotor. Fünf Tonnen Leergewicht. Fantastisch. Wo kann man einen Testwagen bestellen?

Im Bild: Eil-Bulldog-Modelle von Brekina

Porträt von Chris Bangle (Kinderkrakelkreide auf Papier)

11 February 2009 — Debatte, Autos

Kursiert im Web … hat jemand eine Idee, wo das herkommt?

Daimler holt sich einen Sanierer

10 February 2009 — News, Autos, Wirtschaft, Carmageddon

Naja, nicht irgendeinen: Kostenfräse Wolfgang Bernhard kehrt zu Daimler zurück. Er war bereits von 1994 bis 2004 für den Autobauer tätig, ist vor allem als Chrysler-Sanierer bekannt, später sollte er auch bei VW den Speck rausschneiden. Und mitten in der schlimmsten Autokrise seit Menschengedenken kauft Stuttgart diesen Mann wieder ein und … macht ihn zum Leiter des Unternehmensbereichs Mercedes-Benz Vans. Hä? Bernhard und Kleinbusse? Na wenn da mal nicht jemand nur vorübergehend geparkt ist.