16 April 2007 — News, Suchmaschinen, Debatte, Mobile Suche, Voice Control
In der “Financial Times Deutschland” von heute stwht eine längere Analyse zum Thema, das mich seit Längerem umtreibt.
Am Ende war das Wort
Von Thomas Hillenbrand, Helene Laube und Arndt Ohler
Ausgefeilte neue Software zur Spracherkennung macht Gesprochenes und Geschriebenes austauschbar. Eine neue Chance für Google & Co. - in Zukunft werden sich selbst Telefonate durchsuchen lassen.
Wenn es um das schnelle Schreiben von Texten geht, tippt Ben Cook normalerweise außer Konkurrenz. Der US-Teenager hat es als schnellster SMS-Texter der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Vergangenen Herbst musste Cook jedoch eine schmachvolle Niederlage einstecken: 42 Sekunden brauchte er bei einem Wettbewerb für den Satz “Mit ihren rasiermesserscharfen Zähnen sind die Piranha-Arten Serrasalmus und Pygocentrus die aggressivsten Süßwasserfische der Welt. Tatsächlich greifen sie Menschen aber nur selten an.” Cooks Gegner, eine Spracherkennungssoftware des US-Unternehmens Nuance Communications, transkribierte den Zungenbrecher in nur 16 Sekunden. “So geschlagen zu werden lehrt einen Demut”, sagt Cook.
Seit Jahren verspricht die IT-Industrie perfekt arbeitende Spracherkennungssoftware. Nun scheint der Durchbruch gelungen zu sein: Neue, leistungsfähige Programme können Gespräche nahezu fehlerfrei in Text umwandeln - das gesprochene und das geschriebene Wort werden damit weitgehend austauschbar. Die neue Technologie hat das Potenzial, die Telekommunikation und das Internet auf den Kopf zu stellen.
Diktiersoftware wie Dragon Naturally Speaking (Nuance) ist nur der Anfang. Mehrere Firmen bieten jetzt erste Sprach-Text-Konvergenzprodukte. Der US-Dienst Simulscribe etwa wandelt alle auf der Handy-Mailbox eingehenden Nachrichten automatisch in E-Mails um. Die kann der Nutzer dann zum Beispiel während eines Meetings auf dem Laptop lesen. Alte Nachrichten speichert Simulscribe als Text- und Audiodatei in einem durchsuchbaren Archiv ab.
Das ist erst der Anfang. Bald schon könnten Dienste auf den Markt kommen, die ganze Telefonate automatisch transkribieren, archivieren und indexieren. Ähnlich wie Textdokumente wären dann Telefongespräche, Radiobeiträge oder TV-Shows jederzeit per Google- oder Yahoo-Suche auffindbar.
Ein Beispiel: Das US-Startup Callwave arbeitet an einem Programm namens Vtext, das Spracherkennungs- und Suchtechnologie kombiniert. Ähnlich wie bei Simulscribe werden Mobilbox-Nachrichten verschriftet. Zusätzlich erstellt die Software jedoch ein Kurzprotokoll - mit Name und Anliegen des Anrufers. “Viel beschäftigte Geschäftsleute wollen vor allem wissen, ob sie gleich zurückrufen müssen oder ob es Zeit hat”, sagt Callwave-Chef David Hofstatter.
Inzwischen arbeiten auch die Dickschiffe der Suchindustrie fieberhaft an eigenen Diensten. Google startete vergangene Woche eine komplett computergesteuerte Telefonauskunft. Der Nutzer spricht seine Frage bei Google 411 in den Hörer, Software wandelt sie in eine Sucheingabe um. Auch Googles Konkurrent Yahoo hat das Thema auf dem Radar. “Wir werden ebenfalls Spracherkennung haben”, sagt Jeff Bonforte, zuständiger Manager des US-Internetportals. Es gebe, meint der Yahoo-Stratege, “lediglich zwei Unternehmen, die ausreichend intelligente Suchsysteme besitzen, um dies zu verwirklichen” - Google und Yahoo.
Möglicherweise hat Bonforte die Rechnung ohne Microsoft gemacht. Der Windows-Konzern investiert seit Jahren in Spracherkennung. Vergangenen Monat kaufte der weltgrößte Softwarehersteller für mehr als 800 Mio. $ den kalifornischen Spezialisten Tellme Networks. Der betreibt sprachgesteuerte Hotlines für UPS oder American Airlines.
Tellmes Technologie dürfte demnächst auch in Microsoft-Produkten auftauchen. Besonders vielversprechend scheint der Ansatz, Telekommunikationsdienste in Outlook zu integrieren: Die Bürosoftware könnte Telefonate und Sprachnachrichten ebenso archivieren wie E-Mails.
Während am heimischen PC wohl noch einige Zeit getippt wird, wird sich Spracherkennung bei mobilen Geräten zügig durchsetzen, glaubt Tellmes Co-Gründer Mike McCue. “Sprache ist für mobile Anwendungen das, was die Maus für den PC ist”, sagt er.
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16 April 2007 — News
Thomas Hillenbrand, Helene Laube und Arndt Ohler
Finnacial Times Deutschland, 16.04.2007
Ausgefeilte neue Software zur Spracherkennung macht Gesprochenes und Geschriebenes austauschbar. Eine neue Chance für Google & Co. – in Zukunft werden sich selbst Telefonate durchsuchen lassen.
Wenn es um das schnelle Schreiben von Texten geht, tippt Ben Cook normalerweise außer Konkurrenz. Der US-Teenager hat es als schnellster SMS-Texter der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Vergangenen Herbst musste Cook jedoch eine schmachvolle Niederlage einstecken: 42 Sekunden brauchte er bei einem Wettbewerb für den Satz „Mit ihren rasiermesserscharfen Zähnen sind die Piranha-Arten Serrasalmus und Pygocentrus die aggressivsten Süßwasserfische der Welt. Tatsächlich greifen sie Menschen aber nur selten an.“ Cooks Gegner, eine Spracherkennungssoftware des US-Unternehmens Nuance Communications, transkribierte den Zungenbrecher in nur 16 Sekunden. „So geschlagen zu werden lehrt einen Demut“, sagt Cook.
Seit Jahren verspricht die IT-Industrie perfekt arbeitende Spracherkennungssoftware. Nun scheint der Durchbruch gelungen zu sein: Neue, leistungsfähige Programme können Gespräche nahezu fehlerfrei in Text umwandeln – das gesprochene und das geschriebene Wort werden damit weitgehend austauschbar. Die neue Technologie hat das Potenzial, die Telekommunikation und das Internet auf den Kopf zu stellen.
Diktiersoftware wie Dragon Naturally Speaking (Nuance) ist nur der Anfang. Mehrere Firmen bieten jetzt erste Sprach-Text-Konvergenzprodukte. Der US-Dienst Simulscribe etwa wandelt alle auf der Handy-Mailbox eingehenden Nachrichten automatisch in E-Mails um. Die kann der Nutzer dann zum Beispiel während eines Meetings auf dem Laptop lesen. Alte Nachrichten speichert Simulscribe als Text- und Audiodatei in einem durchsuchbaren Archiv ab.
Das ist erst der Anfang. Bald schon könnten Dienste auf den Markt kommen, die ganze Telefonate automatisch transkribieren, archivieren und indexieren. Ähnlich wie Textdokumente wären dann Telefongespräche, Radiobeiträge oder TV-Shows jederzeit per Google- oder Yahoo-Suche auffindbar.
Ein Beispiel: Das US-Startup Callwave arbeitet an einem Programm namens Vtext, das Spracherkennungs- und Suchtechnologie kombiniert. Ähnlich wie bei Simulscribe werden Mobilbox-Nachrichten verschriftet. Zusätzlich erstellt die Software jedoch ein Kurzprotokoll – mit Name und Anliegen des Anrufers. „Viel beschäftigte Geschäftsleute wollen vor allem wissen, ob sie gleich zurückrufen müssen oder ob es Zeit hat“, sagt Callwave-Chef David Hofstatter.
Inzwischen arbeiten auch die Dickschiffe der Suchindustrie fieberhaft an eigenen Diensten. Google startete vergangene Woche eine komplett computergesteuerte Telefonauskunft. Der Nutzer spricht seine Frage bei Google 411 in den Hörer, Software wandelt sie in eine Sucheingabe um. Auch Googles Konkurrent Yahoo hat das Thema auf dem Radar. „Wir werden ebenfalls Spracherkennung haben“, sagt Jeff Bonforte, zuständiger Manager des US-Internetportals. Es gebe, meint der Yahoo-Stratege, „lediglich zwei Unternehmen, die ausreichend intelligente Suchsysteme besitzen, um dies zu verwirklichen“ – Google und Yahoo.
Möglicherweise hat Bonforte die Rechnung ohne Microsoft gemacht. Der Windows-Konzern investiert seit Jahren in Spracherkennung. Vergangenen Monat kaufte der weltgrößte Softwarehersteller für mehr als 800 Mio. $ den kalifornischen Spezialisten Tellme Networks. Der betreibt sprachgesteuerte Hotlines für UPS oder American Airlines.
Tellmes Technologie dürfte demnächst auch in Microsoft-Produkten auftauchen. Besonders vielversprechend scheint der Ansatz, Telekommunikationsdienste in Outlook zu integrieren: Die Bürosoftware könnte Telefonate und Sprachnachrichten ebenso archivieren wie E-Mails.
Während am heimischen PC wohl noch einige Zeit getippt wird, wird sich Spracherkennung bei mobilen Geräten zügig durchsetzen, glaubt Tellmes Co-Gründer Mike McCue. „Sprache ist für mobile Anwendungen das, was die Maus für den PC ist“, sagt er.
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12 April 2007 — News, Suchmaschinen, Mobile Suche
Laut einem kürzlich den USA eingereichten Dokument will sich der Handykonzern Nokia eine „Methode zum Kategorisieren vom Bildern und Videoclips gemäß ihrer semantischen Bedeutung“ schützen lassen. Klingt verschwurbelt, heißt aber im Klartext: Internetnutzer sollen künftig per Handy Suchanfragen durchführen können – ohne Text eingeben zu müssen. Stattdessen genügt es, die Kameralinse des Telefons auf ein Objekt zu richten, um weitere Informationen zu erhalten.
Das Projekt „Semantische Visuelle Suchmaschine“ (Nokia-Patentantrag) zeigt, dass sich der weltgrößte Handyhersteller zunehmend als Anbieter von mobilen Diensten zu positionieren versucht. Der finnische Konzern erwirtschaftet derzeit 80 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf von Mobiltelefonen. Weil die Margen im Gerätegeschäft jedoch sinken, sucht Nokia neue Geschäftsfelder – und kommt dabei zunehmend etablierten Anbietern wie Yahoo oder Google ins Gehege.

Ein Problem, das Nokias Suchmaschine lösen soll: Einmal abgespeicherte Multimediadateien lassen sich nur schwer wiederfinden. Handys wie Nokias neues Flaggschiffprodukt N95 können zwar Hunderte hochauflösender Fotos speichern – der Nutzer muss seine digitalen Schätzchen jedoch fein säuberlich beschriften, wenn sie nicht im Orkus des Handyspeichers verschwinden sollen. Nokias Software soll laut dem Patentantrag sämtliche Dateien automatisch indexieren. So könnte die Software beispielsweise ein Auto auf einem Foto erkennen können und würde das Bild dann entsprechend („roter BMW“) beschriften.
Noch ist unklar, ob der Telekomausrüster als Internet- und Medienfirma reüssieren kann. Frühere Entwicklungen wie Nokia Sensor, eine Art Dodgeball-Klon, haben sich nicht durchgesetzt. Fraglich ist auch, ob die 70 000-Mann-Firma wendig genug ist, um mit Startups mitzuhalten. So bietet etwa das kalifornische Unternehmen Riya bereits eine Software an, die Fotos mit ähnlichen Motiven automatisch sortiert. Die Firma 23half startete kürzlich den mobilen Dienst Thrrum. Der erlaubt es, Informationen zu per Handykamera fotografierten Texten im Netz zu suchen.
Langversion bei der FT Deutschland
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11 April 2007 — News
11 April 2007
Financial Times Deutschland
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Wenn die Telekom ihre Eigenständigkeit bewahren will, muss sie sich rasch einen Partner suchen. Eine Allianz mit Russlands Sistema birgt Risiken, ist aber die beste Option. Von Thomas Hillenbrand
Gern weisen Manager der Deutschen Telekom darauf hin, was für ein dicker Fisch ihr Unternehmen ist. Trotz Kundenexodus - der Konzern ist einer den zehn größten Dax-Werte und nach Umsatz immer noch Europas führender Telefonkonzern. Die Zahlen täuschen jedoch darüber hinweg, dass die Bonner im weltweiten Maßstab zunehmend bedeutungslos sind. Nach Börsenwert ist die Telekom mit mickrigen 56 Mrd. Euro nur noch der neuntgrößte Telekommunikationsanbieter der Welt. In den Wachstumsmärkten Indien, Russland, Südamerika oder China sind die Deutschen überhaupt nicht vertreten. Zehn Jahre nach dem Börsengang ist die Telekom kein Global Player, sondern ein angeschlagener europäischer Spieler mit US-Außenstelle.
Hunger ist gut
Während Spaniens Telefónica oder der US-Riese AT&T in den letzten Jahren auf Zukäufe setzten, hielten sich die Bonner vornehm zurück. Das war, wie sich jetzt herausstellt, ein Fehler: Die Börse goutierte die Strategie der aggressiven Akquisiteure mit hohen Bewertungen. AT&T etwa hat heute eine Marktkapitalisierung von schwindelerregenden 183 Mrd. Euro. Die Telekom dagegen wurde von den Investoren für ihr Festhalten am Status quo abgestraft - und hat jetzt Probleme, die T-Aktie als Akquisitionswährung einzusetzen.
Vorstandschef René Obermann muss jetzt zügig handeln. Mittelfristig wird nur eine deutlich größere Telekom als eigenständiges Unternehmen überleben. Die Gefahr ist real, dass der Konzern von einem Konkurrenten geschluckt wird. Wie schnell so etwas gehen kann, zeigt der Fall Telecom Italia, bei der AT&T einsteigen will. Noch vor wenigen Wochen hätten die meisten in der Branche darauf gewettet, dass die Amerikaner auf ihrer Seite des Atlantiks bleiben. Doch AT&T-Chef Ed Whitacre, der bereits eine Shoppingtour im Umfang von 150 Mrd. $ absolviert hat, will nach Europa expandieren. Inzwischen erscheint denkbar, dass auch der US-Konzern Verizon (Börsenwert 82 Mrd. Euro), China Mobile (Börsenwert 136 Mrd. Euro) oder andere Nichteuropäer hierzulande aktiv werden.
Die Telekom ist aus der Ferne betrachtet einer der interessantesten Übernahmekandidaten in Europa: Ihr Aktienkurs liegt am Boden. Sie verfügt über ein stabiles Kerngeschäft. Der Käufer bekäme in den drei Schlüsselmärkten Deutschland, Großbritannien, USA einen Fuß in die Tür. Obermanns Möglichkeiten, einem derartigen Albtraumszenario zuvorzukommen, sind begrenzt. Er kann entweder in Schwellenländern zukaufen oder eine “Fusion unter Gleichen” mit einem der anderen Europäer anstreben. Unklugerweise hat der neue Telekom-Chef seinen Spielraum zuletzt selbst eingeengt, indem er die zweite Option kategorisch ausgeschlossen hat. Im Ausland will Obermann nach eigenen Aussagen höchstens Mobilfunker kaufen; Ex-Monopolisten oder Festnetzanbieter kommen nicht in Betracht.
Also die Schwellenländer. Dummerweise hat der Rest der Branche bereits vor Jahren begriffen, dass Handynetzbetreiber in Indien und anderswo hohes Wachstum versprechen. Der Markt ist weitgehend leer gekauft, ein später Einstieg wäre teuer.
Damit bleiben realistischerweise nur der Nahe Osten und Russland. So könnte sich die Telekom bei Ägyptens Orascom einkaufen. Das Unternehmen ist in etlichen arabischen und afrikanischen Ländern aktiv. Dadurch gewönne Obermann 46 Millionen Kunden hinzu. Allerdings hat die Telekom in dieser Region keinerlei Erfahrung. Zudem wäre das Unterfangen mit erheblichen Risiken verbunden: Orascom betreibt Netze in Algerien und im Irak, da sind starke Nerven gefragt.
Als optimale Fortführung der bisherigen Telekom-Auslandsstrategie erscheint hingegen ein Bündnis mit Russlands Sistema. Dem Mischkonzern gehört MTS, der mit über 60 Millionen Kunden größte Mobilfunker des Landes. Da die Telekom bereits in Polen, Ungarn und auf dem Balkan aktiv ist, würde ein Bündnis mit MTS gut passen. Mit rund 140 Millionen Handykunden stiege der deutsche Konzern zum führenden Mobilfunkanbieter vom Atlantik bis zum Ural auf - eine Story, die auch an der Börse gut ankäme.
Auf nach Osten
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Russenoption: Sistemas Hauptaktionär, der Oligarch Wladimir Jewtuschenkow, ist ganz versessen auf ein Zusammengehen mit den Deutschen. Mehrfach haben seine Legaten bereits in Bonn und Berlin vorgesprochen. Jewtuschenkow würde sich zudem in T-Aktien auszahlen lassen und auf Bargeld verzichten. Wenn die Russen im T-Boot säßen, würde zudem die Wahrscheinlichkeit sinken, dass jemand anderes bei der Telekom einsteigt. Ein Kreml-naher Oligarch im Aufsichtsrat schreckt Angreifer besser ab als jede mühsam ersonnene Poison Pill.
Im Kanzleramt herrscht Unbehagen angesichts der Vorstellung, ein russischer Milliardär könne Großaktionär bei der Telekom werden. Angesichts der politischen Entwicklungen in Russland ist die Skepsis verständlich. Doch Obermann und sein staatlicher Haupteigner müssen sich überlegen, was schlimmer ist: eine freundliche Beteiligung der Russen - oder eine feindliche Attacke der Amerikaner oder Chinesen.
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7 April 2007 — News, Google, Debatte, Mobile Suche, Voice Control
Für das Mobiltelefon gibt es einige neue Dienste wie SimulScribe, die Nachrichten auf der Mobilbox automatisch in Text umwandeln. Man kann also beispielsweise seine Voicemails auf dem Blackberry lesen,ohne irgendwo anrufen zu müssen - und es ist auch nicht notwendig, die Nachrichte in irgendeiner festgelegten Reihenfolge abzufragen (David Pogue hat das Ganze ausgiebig getestet).
Natürlich kann man die Nachrichten auch durchsuchen - und die Voicemails sind vermutlich erst der Anfang. Alle Telefongespräche, die man führt, werden inzwischenals Datenpakete durchs IP-Netz gejagt und lassen sich folglich problemlos als Soundfiles archivieren und von einem Server im Hintergrund in Texte umwandeln.
Insofern ist es nur eine Frage der Zeit, bis jeder seine gesamte Gesprächshistorie indexiert auf der Platte hat und diese durchgooglen kann. Ebenfalls wahrscheinlich ist, dass zumindest im Unternehmensbereich mittelfristug eine Querindexierung mit Outlook erfolgt. Anhand der Kontakte und des Kalenders wird man nachschauen können, wer mit wem wann was besprochen hat.
Es klingt etwas gruselig, aber das Telefonarchiv wäre äußerst nützlich. und darum wird es kommen. Ich würde schätzen, spätestens um 2010 herum wird sich das zügig auszubreiten beginnen. So ein Feature wäre meines Erachtens auch etwas, das das lange erwartete Google-Telefon (Googlephone) einzigartig machten könnte (siehe Feature-List)
Update, passend zum Thema: Google startet eine sprachbasierte Suche per Telefon (nur in den USA, über 1800-GOOG-411. Aus der Beschreibung von Google 411:
Using this service, you can:
* search for a local business by name or category.
You can say “Giovanni’s Pizzeria” or just “pizza”.
* get connected to the business, free of charge.
* get the details by SMS if you’re using a mobile phone.
Just say “text message”.
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5 April 2007 — News, Google, Suchmaschinen
Die Suchmaschine Ask.com (früher Ask Jeeves) hat eine Werbekampagne gestartet, in der fiktive Internetrevolutionäre Googles Suchmonopol anprangern. Die Webpage heißt Information Revolution. Nice try, aber den meisten Nutzern ist das vermutlich schniepepiepe. Details hat das Wall Street Journal.
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3 April 2007 — News, Google, SEO/Suchmarketing
Lange erwartet, nun geht es los: Google wird in den Markt mit TV-Werbespots einsteigen. Zusammen mit dem Satelliten-TV-Betreiber EchoStar werde die Suchmaschine einen ersten bundesweiten Test starten, kündigte das Unternehmenan. EchoStar betreibt das DISH-Netzwerk, auf dem rund 120 TV-Sender von insgesamt 13,1 Millionen Zuschauern empfangen werden können.
Mehr beim Spiegel.
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