Ein US-Gericht versucht Google zurzeit zur Offenlegung von Daten zu zwingen, mit Verweis auf Gesetzgebung zum Kinderschutz. Während sich das Unternehmen dagegen mit Zähnen und Klauen wehrt, scheinen andere Anbeter weniger Berührungsängste zu haben. Nach einem Bericht der britischen Times ist die amerikanische Regierung mit einer ähnlichen Forderung auch an Yahoo und andere Suchmaschinenbetreiber herangetreten.
Datenschützer bezeichnen die eher explorative Datenerhebung der US-Behörden (nach dem Motto: mal sehen, was sich alles finden lässt) als eine typischen “Angelausflug”. Yahoo entsprach laut Times den Forderungen der Richter. Welche anderen Suchmaschinen die Hosen runter ließen, ist unklar – MSN sagt lediglich, man arbeite Recht und Gesetz entsprechend mit den Behörden zusammen.
Das alles ist gruselig. Zumal ja wohl kaum gegen alle Nutzer konkrete Verdachtsmomente in Sachen Kinderpornographie vorliegen. Klingt sehr unverhältnismäßig. Langsam wird es Zeit für ein paar klare Worte zum Thema Datenspeicherung – vielleicht sollten Google & Yahoo ein Opt-out ermöglichen: Eine Checkbox auf der Startseite die sagt “Ich will, dass alle Nutzerdaten, auch anomysierte, binnen einer Woche gelöscht werden”.