29 January 2006 — News, Yahoo!
Wie mir bei der Wochenendlektüre eben erst aufgefallen ist, hat Yahoo sich offiziell vom Ziel verabschiedet, die Nummer eins der Suche zu werden. Meldet Bloomberg:
Yahoo! Inc., one of the first Internet search companies, has capitulated to Google Inc. in the battle for market dominance.
“We don’t think it’s reasonable to assume we’re going to gain a lot of share from Google,” Chief Financial Officer Susan Decker said in an interview. “It’s not our goal to be No. 1 in Internet search. We would be very happy to maintain our market share.”
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29 January 2006 — Google, Yahoo!, MSN, Debatte
Der großartige, gnadenlose Flashcartoonist Mark Fiore hat sich des Themas “Suchmaschinen” in China angenommen. Hier klicken (mit Sound).
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25 January 2006 — Google, Debatte
Heute ging Google.cn
live. Die chinesische Version der Suchmaschine ist zensiert, d.h, sie verzichtet auf Treffer, der Chinas Regime sauer aufstoßen könnten.
Meine 20 Cents dazu: Googles Motto ist “Don’t be evil”. Wenn es nicht böse ist, einem faschistoiden Regime eine Suchmaschine zu basteln, die dessen Sicht der Webrealität abbildet, dann weiss ich auch nicht. Klingt mir nach Orwell pur.
Google wusste wohl, dass dieser Schritt dem Unternehmen Ärger einbringen wird. Entsprechend hatten die Kalifornier ausgewählte Publikationen auf das Ereignis vorbereitet und Journalisten gebrieft. Allein, es half nichts. Frank Patalong von Spiegel Online bringt es auf den Punkt:
Google wollte anders sein und wurde mit diesem Anspruch bisher auch ernstgenommen. Damit aber verträgt sich ein Vertrag nicht, der Google nicht nur zur Selbstzensur verpflichtet, sondern auch dazu, in China keine Instrumente zur freien Meinungsäußerung zur Verfügung zu stellen. Blogs, E-Mail-Dienste, Forenzugänge und ähnliches wird es von Google in China deshalb nicht geben. Auch wenn sich die Manager im Google-HQ noch immer einreden, sie seien nicht böse - mit ihrem Kotau vor den chinesischen Machthabern haben sie heute viel von der Sympathie verspielt, mit der sich die Suchmaschine in wenigen Jahren zur wichtigsten Marke im Web entwickelt hatte.
Die Maßstäbe, an denen die Google-Macher heute gemessen werden, haben sie selbst gesetzt.
Update: Auch lange Erklärungen helfen da nicht viel.
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23 January 2006 — News, Google, Yahoo!, Suchmaschinen, Debatte
Ein US-Gericht versucht Google zurzeit zur Offenlegung von Daten zu zwingen, mit Verweis auf Gesetzgebung zum Kinderschutz. Während sich das Unternehmen dagegen mit Zähnen und Klauen wehrt, scheinen andere Anbeter weniger Berührungsängste zu haben. Nach einem Bericht der britischen Times ist die amerikanische Regierung mit einer ähnlichen Forderung auch an Yahoo und andere Suchmaschinenbetreiber herangetreten.
Datenschützer bezeichnen die eher explorative Datenerhebung der US-Behörden (nach dem Motto: mal sehen, was sich alles finden lässt) als eine typischen “Angelausflug”. Yahoo entsprach laut Times den Forderungen der Richter. Welche anderen Suchmaschinen die Hosen runter ließen, ist unklar - MSN sagt lediglich, man arbeite Recht und Gesetz entsprechend mit den Behörden zusammen.
Das alles ist gruselig. Zumal ja wohl kaum gegen alle Nutzer konkrete Verdachtsmomente in Sachen Kinderpornographie vorliegen. Klingt sehr unverhältnismäßig. Langsam wird es Zeit für ein paar klare Worte zum Thema Datenspeicherung - vielleicht sollten Google & Yahoo ein Opt-out ermöglichen: Eine Checkbox auf der Startseite die sagt “Ich will, dass alle Nutzerdaten, auch anomysierte, binnen einer Woche gelöscht werden”.
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20 January 2006 — News, Google
Gmail ist wegen der Suchfunktion für Email und den Speicherplatz vom über 2 GB zwar ganz ordentlich, aber mich ärgerte bisher, dass viele Funktionen fehlen, die bei einem Mailorogramm absoluter Mindeststandard sein sollten. Erfreulicherweise feilt Google ständig an seinem Dienst und in der US-Version sind in den letzten Wochene etliche Sachen dazugekommen.
- Abwesenheitsbenachrichtigungen - eine der meistnachgefragten Funktionen
- Einrichutung von Email-Gruppen - selbsterklärend
- Löschen-Knopf - für Mails, die man nie wieder sehen will
- Autosicherung von Entwürfen - nach einigen Sekunden
- Einstellbare Absenderadresse (zB posemuckel@netzfundbuero.com statt schnurzel@gmail.com)
- Gmail Notifier für Mac OS X (yippiee!)
- HTML-Ansicht - zeigt Attachements als HTML an, statt Office zu öffnen
- Mobile Mail - eigene URL für Gmail auf Mobiltelefonen
Eine Übersicht aller neuen Funktionen ist hier zu finden.
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18 January 2006 — News, Google
Google will das auf Rundfunkwerbung spezialisierte Unternehmen dMarc Broadcasting für bis zu etwa 1,2 Milliarden Dollar kaufen. Naja, wenn sie das Geld übrig haben. Große Lichter wie John Battelle (und kleine Lichter ebenso) prophezeien ja schon seit längerem, dass sich das AdWord-Prinzip auch im TV durchsetzen wird. Auch für Radio ist das natürlich denkbar, das dürfte der Hintergrund der Akquisition sein.
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17 January 2006 — News, Yahoo!
Yahoo schnappt sich die Reste von Searchfox. Irgendjemand sollte mal die Akquisitionen von GOOG und YHOO der letzten zwölf Monate aufaddieren …
Mehr bei Techcrunch.
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4 January 2006 — News, Suchmaschinen
Weil Google/Yahoo/MSN immer stärker in den Bereich lokale Suche vordringen, sind die Gelben Seiten-Herausgeber inzwischen arg beunruhigt. Ihr problem ist erstens, dass sie ziemlich lange gepennt haben.
Und zweitens, dass sie bisher nur einzelne Datensätze (Pizzeria Luigi / Gaststätte / Italienisch / Horstweg 2 / 22143 / Hamburg / Tel. 0403234532) durchforsten. Google und Co. grasen hingegen Luigis Homepage komplett ab (und alle Restaurantkritiken etc. noch dazu), sodass die Treffer qualitativ einfach besser sind als die von Findemaschine.de.
Deshalb basteln Suchmaschinen-Koryphäe Stefan Fischerländer und die Gelben-Seiten-Verlage jetzt an einer eigenen Suchmaschine namens Neomo. Die Testversion findet sich hier. Ein ausführlicher Artikel dazu steht hier.
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4 January 2006 — News, Google
Liebe LA Times, ich weiss ja, dass die Nachrichtenlage zurzeit so dünn ist, dass die Tagesschau sich sogar neun Minuten Zeit für ein eingestürztes Dach im Berchtesgardener Land nimmt. Aber dass Google jetzt einen eigenen Computer anbietet, mit eigenem Betriebssystem, das erscheint mir - mit Verlaub - ein großer Schmarrn zu sein.
Brin und Page werden mogen auf der CES in LAs Vegas nichts derartiges vorstellen. Und Steve Jobs zieht auch der Mac-Messe auch kein iHandy aus der Tasche. Auch wenn es schön wäre. Stop daydreaming and get back to your Windows PC.
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3 January 2006 — Tests, Google
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