Dass Google unglaublich irrsinnig scheißgute Zahlen gemeldet hat, wird den meisten nicht entgangen sein. Für den Kontext interessant ist dieses Faktum, dass ich in der Washington Post gefunden habe:
My dear Gray Lady, welcome to the chopping block …
Also das hier finde ich ziemlich komisch:

Die Grafik stammt aus der Präsentation zu Googles AdWords-Programm und soll illustrieren, dass der Betreiber einer Webseite bestimmte, kontextbezogene Anzeigen herausfiltern lassen kann. Porno zum Beispiel, logisch. Aber was zur Hölle sind war ads und death ads?
Angeblich ist googeln ganz einfach: Begriff eintippen, Return-Taste drücken, Ergebnis einsammeln. Häufig landet man stattdessen in der Suchmaschinen-Hölle. Doch die Erlösung ist nah – wer die Gebote der Internet-Götter befolgt, dem steht das Paradies offen.
Die zehn wichtigsten Suchregeln bei SPIEGEL ONLINE.
Neben der deutschen Suche hat das Unternehmen auch Dienste in Frankreich, Italien, NL, Österreich, der Schweiz, Belgienund Spanien gestartet.
Die Klassiker hat Google Print nicht so richtig drauf. Ich habe mal zwei Zitate eingegenben, nämlich “Grau ist alle Theorie” sowie “Vom Eise befreit sind Strom und Bache”. Beide Suchabfragen (hier und hier) sind ein Trauerspiel, die Originalquelle fehlt. Google findet nur randseitige Sekundärliteratur.
Beim dem zweiten Zitat erhalte ich sogar nur einen Treffer: “Wechseltausch: Übersetzen als Kulturvermittlung: Deutschland und die Niederlande”. Faustsche Fehlleistung, das…
Das zumindest legt diese Stellenausschreibung nahe. Via Search Engine Watch.
Google Desktop 2 und Findory bieten personalisierte Nachrichten – die Progrämmchen lernen mit der Zeit die Lesegewohnheiten des Nutzers und bieten entsprechende Artikel an. Ich habe beide Dienste wochenlang getestet (ausführlicher Bericht hier). Executive summary: Googles Produkt greift erschreckend viel persönliche Daten ab und liefert ziemlich miese Ergebnisse. Findory ist hingegen weitgehend anonym und funktioniert viel besser.
Ich habe neulich mal einen längeren Sermon über Google im Jahr 2010 geschrieben. Kann man auch kürzer haben. Diese hübsche Grafik findet sich in der Meinungssektion der New York Times:
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Ganz interessant sieht Wink aus, eine neue Suchmaschine, deren Resultate durch eine Suchhistorie und Userratings beeinflusst werden. Der Claim lautet “People. Powered. Search.” Das Unternehmen selbst beschreibt den Dienst folgendermaßen:
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Our goal at Wink is to combine search with user participation to give you fresher, more accurate, spam-free search. You can create tags, rate results and keep track of sites you’ve visited. You can create Search Sets of tags that show your expertise in a subject, and you can make those publicly available to be shared with other people. Wink also has concepts that are created and updated by users like you, so feel free to edit existing concepts, or even write your own!
Because Wink is “people-powered”, it will only get better when people tag, rate, and share. So please make Wink your default search engine, use it everyday, and let us know how you like it. And if you help us out by contributing or giving us feedback, we’ll give you some invitations of your own to send out!
Klingt interessant genug, um das mal anzustesten. Wink ist bisher ein privater Beta-Test, sobald ich einen Account kriege, werde ich berichten.
Via Techcrunch.
Google und der US-Kabelnetzbetreiber Comcast erwägen laut Wall Street Journal eine
Minderheitsbeteiligung an AOL. Die beiden Unternehmen befänden sich in Gesprächen über mit AOLs Mutter Time Warner.
Ziel sei es, die jeweiligen Dienste der drei Unternehmen zu verbinden. Allerdings
befänden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium und
könnten durchaus platzen, betonte eine weitere eingeweihte
Person. (Quelle: Reuters, WSJ)
Jetzt würde ich ja gerne wissen, welche Dienste da zusammengeschaltet werden sollen. Instant Messaging? Blogs? Suche bei AOL ist ja heute schon von Google. Und die Suche ist der Knackpunkt: Mit MSN hat AOL angeblich ja auch schon verhandelt. Für Google wäre das übel. Wenn AOLs Nutzer eine andere Suchmaschine benutzten, könnte das Googles Ergebnis um bis zu 25 Prozent schmälern.
Gmail + AOL-Mail zu fusionieren wäre auch interessant. Es wäre zudem eine gute Tat, weil es Millionen von Email-Usern von dem miesesten Interface der Galaxis (außer Lotus Notes) befreien würde. Aus meinen extrem gut informierten Kreisen höre ich übrigens, dass Google auch mit Starbucks über eine Fusion verhandelt. Ziel ist der Goobuck, ein googlebarer Kaffeebecher mit Wifi und GPS. Echt jetzt.
Klamm und heimlich hat Google seine personalisierte Suche erweitert. Was das ist? Die Personalized Search merkt sich, was man früher so gesucht hat und welche Links man in der Ergebnisliste angeklickt hat, um dadurch die Sortierung zukünftiger Resultate zu verbessern. In einer History speichert Google alle Links, auf die man irgendwann mal geklickt hat.
Diese persönliche Google-Historie kann man auch durchsuchen (“ich hatte da doch mal vor zwei Wochen diese Seite gefunden”). Seit gestern, und das ist neu, kann man links aus seiner Historie auch als Online-Lesezeichen speichern. Allerdings kann man die Bookmarks nicht in Ordner ablegen.
Stattdessen lassen sich die Favoriten mit Kommentaren und Labels versehen, was das spätere Auffinden erleichtert. Das Prinzip, im Geekspeak als Tagging bekannt, erinnert ein wenig an del.icio.us – mit dem wichtigen Unterschied, das bei Google Tags und Vermerke nicht für den Rest der Menschheit einsehbar sind.
Ganz nett, aber nicht umwerfend. Allerdings ist zu erwarten, dass Google seine personalisierte Suche früher oder später mit seinem Blogservice Blogger, mit Gmail oder anderen Angeboten vernetzen wird. Ich vermute eher früher. Dann könnte das ein nützliches Tool werden.